Newsticker

 
 *** KURZNACHRICHTEN ***

             
TEV Miesbach
(BYL)  Neben dem tschechischen Kontingentspieler Bohumil Slavicek, der noch über einen laufenden Vertrag verfügte, werden auch Mannschaftskapitän Florian Feuerreiter, sowie Torhüter Timon Ewert und Verteidiger Stephan Stiebinger weiterhin für den oberbayerischen Traditionsverein auflaufen
  
Höchstadter EC
(OLS)  Der Deutsche Eishockey Bund hat mittlerweile offiziell bestätigt, dass die Alligators, die zum Zeitpunkt des vorzeitigen Saisonabbruchs in der Verzahnungsrunde mit den Bayernligisten um die Qualifikation kämpften, auch für die neue Saison weiterhin sportlich für die Oberliga Süd qualifiziert sind. Im Hintergrund kämpfen die Verantwortlichen um die wirtschaftlichen Vorraussetzungen, nachdem durch die fehlenden Play-Off-Einnahmen rund 40.000 Euro in der Kasse fehlen
  
EHC Erfurt
(OLN)  Wie die TecArt Black Dragons mitteilten, wurde bereits kurz vor dem Oberliga-Transferstop ein neuer Topspieler für die Kontingentstelle verpflichtet. Der Name des Spielers soll allerdings aus Gründen der Solidarität erst im Mai bekannt gegeben werden
  
1.CfR Pforzheim
(RLSW)  Der Meister der Landesliga Baden-Württemberg hat bekannt gegeben, dass man das Aufstiegsrecht wahrnehmen wird und damit in der nächsten Saison in der Regionalliga Südwest antreten wird. Als neuer Trainer wurde zudem John Kraiss, der zuletzt in Eppelheim an der Bande stand, verpflichtet. Er wird damit Ken Filbey als Headcoach ablösen
  
EV Dingolfing
(BLL)  Cheftrainer Bill Trew hat seinen Vertrag bei den Isar Rats für die nächste Saison verlängert. Der Mannschaftskader soll größtenteils gehalten werden und durch einige Neuzugänge verstärkt werden
  
EC Pfaffenhofen
(BYL)  Bei den Eishogs sind die ersten personellen Entscheidungen gefallen: An der Bande steht weiterhin der Deutsch-Kanadier Chris Heid, der in sein drittes Jahr beim ECP gehen wird. Ausserdem bleiben der kanadische Top-Verteidiger Jake Fardoe, sowie Topscorer Nick Endreß
        
Kassel Huskies
(DEL2)  Möglicherweise kommen zwei Spieler von den Lausitzer Füchsen nach Nordhessen. In der Gerüchteküche werden sowohl Verteidiger Joel Keussen, als auch Stürmer Clarke Breitkreuz gehandelt. Beide Akteure sind aus der Vergangenheit als sie noch beim Rivalen Löwen Frankfurt aktiv waren natürlich bereits bestens in Kassel bekannt
  
ESV Burgau
(BLL)  Trainer Stefan Roth, der vom SC Forst zu den Eisbären kommt, wird ab der neuen Spielzeit das Kommando an der Bande übernehmen
  
Moskitos Essen
(OLN)  Frank Petrozza, zuletzt an der Bande des Regionalligisten EG Diez-Limburg Rockets, ist am Westbahnhof als neuer Cheftrainer im Gespräch
    
Augsburger Panther
(DEL)  Stürmertalent Samir Kharboutli, der lange Zeit im Ingolstädter Nachwuchs spielte und zuletzt für Memmingen in der Oberliga aufs Eis ging, könnte künftig womöglich mit deutschem Paß in der DEL für die Panther auf Torejagd gehen
  
Nürnberg Ice Tigers
(DEL)  Torhüter Ilya Sharipov, der in der abgelaufenen Spielzeit zunächst in Schwenningen und zuletzt in der DEL2 für Kaufbeuren spielte, steht offenbar vor einem Wechsel zu den Franken, wo er die Back-Up-Position besetzen soll
     
   

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ihp-newssplitterIHP Nachrichten
Samstag 18.Januar 2020

(IHP)  Nachfolgend aktuelle Nachrichten, offizielle Mitteilungen, Spieltags-Vorberichte und Spielberichte des gestrigen Abends und heutigen Tages mit insgesamt 24 Beiträgen aus der Deutschen Eishockey Liga, Deutschen Eishockey Liga 2, Oberliga Süd und Oberliga Nord, sowie aus der Bayernliga, Landesliga Bayern, Regionalliga Südwest und Regionalliga West.

 
    
Deutsche Eishockey Liga / Deutsche Eishockey Liga 2
   
Deutsche Eishockey Liga
DEL-Spiel zwischen Eisbären Berlin und Adler Mannheim vorverlegt
(DEL)  Das Meisterschaftsspiel zwischen den Eisbären Berlin und den Adler Mannheim (16.02.20) wird bereits um 13.15 Uhr stattfinden. Ursprüngliche Bullyzeit war 14.00 Uhr.
Grund für die Vorverlegung ist das Pokalfinale der Basketball-Bundesliga zwischen Alba Berlin und den Baskets aus Oldenburg, welches am Abend (20.30 Uhr) ebenfalls in der Berliner Mercedes-Benz Arena stattfindet.
  
    
Düsseldorfer EG
Comeback nur mit einem Punkt belohnt - 2:3 n.P. gegen Nürnberg
(DEL)  Nachdem die DEG in Ingolstadt eine 2:0-Führung aus der Hand gegeben hatte, sah sie sich gegen die Thomas Sabo ice Tigers aus Nürnberg früh mit einem solchen Rückstand konfrontiert. Die Mannschaft biss sich in die Partie hinein, zu einem Happy-End reichte es aber leider nicht ganz. Am Ende unterlag die DEG vor 11.985 Zuschauern mit 2:3 nach Penaltyschießen (0:2; 1:0; 1:0; 0:0; 0:1).
  
    
Bayreuth Tigers
Tigers kämpfen sich in die Partie und belohnen sich mit drei Punkten
(DEL2)  Neben Heider und Davidek, die schon länger verletzt sind, musste auch Mannes beim Spiel in Tölz passen. Erstmals lief dafür Maximilian Kislinger von den Thomas Sabo Icetigers im Line-Up der Tigers auf. Auch die anderen beiden Förderlizenz-Akteure, Pascal Grosse und Tim Berhardt waren mit von der Partie.
Eine kalte Dusche nach nur 39 gespielten Sekunden erhielten die Bayreuther, als Dibelka auf den Plant trat und mit einer abgefälschten Scheibe seine Farben in Führung bringen konnte. Und Tölz machte weiter mit dem Angriffswirbel, belohnte sich später mit dem zweiten Treffer, den Heinzinger mit einem verdeckten Schuss von der blauen Linie erzielten konnte. Den wichtigen Anschlusstreffer noch vor er Pause erzielte Gron, der von Rajala mustergültig bedient wurde.
Die Gastgeber legten nach und zogen zu Beginn des zweiten Abschnitts ein Powerplay auf, das sehr schnell, nach nur 18 Sekunden, zum Erfolg führte. Aber auch hier ließen die Tigers nicht lange auf den Anschluss warten, den Melanson kurze Zeit später aufs Scoreboard schrieb. Ein abgefälschter Schuss, den Schmidt abgab und den Kolozvary noch eine Richtungsänderung mitgeben konnte, brachte gar den Ausgleich. Die Tölzer bis dahin unbeeindruckt, schlugen in Form von Reiter zurück, der seinerseits im Slot lauernd, eine Direktabnahme von Eberhardt ins Tor bugsierte und die Gastgeber zum zweiten Mal an diesem Abend mit einer Führung in die Kabine gehen ließ.
Völlig „on fire“ präsentierten sich die Bayreuther Puckjäger kurz nach Beginn im Schlussabschnitt. Melanson nach einer Traumkombination über Rajala und Gron, Järveläinen mit einem Alleingang und Martens, der schön freigespielt wurde, setzten mit drei Treffern in nicht einmal zwei Minuten ein Zeichen und drehten den bisherigen Rückstand in eine 2-Tore-Führung. Weiterhin anrennende und eine reichliche Anzahl von Chancen kreierenden Tölzer machten weiterhin Druck, welchen in mehreren Fällen Herden – der eine starke Partie ablieferte – im Weg stand. Mehr als den Anschlusstreffer zum 5:6, nachdem die Tölzer ein munteres Scheibenschießen auf den Bayreuther Torsteher veranstalteten, sollte aber nicht mehr gelingen. Am Ende zog Trainer Gaudet den Goalie für einen sechsten Feldspieler, was Gron mit seinem dritten Treffer – auch im Hinspiel in Tölz traf der Stürmer dreifach – und einem Empty-Net-Tor „bestrafte“.
„Wir waren heute in den ersten beiden Dritteln nicht wirklich gut. Der Gegner hat uns aber leben lassen und wir haben ein glückliches Tor geschossen. Herden hat heute ein gutes Spiel abgeliefert. Am Ende haben wir einen Weg gefunden, das Spiel irgendwie zu gewinnen“, zog Petri Kujala ein kurzes Fazit nach dem Spiel.
„Es war eine harte Niederlage für uns. Wir haben viel Druck gemacht. Wahrscheinlich fünf Mal mehr Torchancen gehabt. Im ersten Drittel haben wir fast nur in einer Zone gespielt. Timo hat sehr gut gespielt und Bayreuth hat eine sehr talentierte Mannschaft, die jeden Fehler sofort bestraft hat. Auch das zweite Drittel haben wir hervorragend gespielt aber das Spiel ist dann eben nicht vorbei“, ärgerte sich der Tölzer Coach Gaudet nach dem Spiel über die ausgelassenen Chancen seiner Jungs.
  
    
Eispiraten Crimmitschau
4:2! Eispiraten schlagen Heilbronn
(DEL2)  Die Eispiraten Crimmitschau haben ihr zweites Heimspiel innerhalb fünf Tagen gewonnen – und das erneut gegen ein Topteam der DEL2. Die Westsachsen besiegten den Tabellenzweiten Heilbronn mit 4:2. Dabei boten die Eispiraten ihren Zuschauern eine engagierte und vor allem sehr disziplinierte Leistung, gekrönt von den beiden Doppelpackern Lukáš Vantuch und Austin Fyten.
  
    
Dresdner Eislöwen
Eislöwen mit Overtime-Niederlage in Landshut
(DEL)  Die Dresdner Eislöwen haben das DEL2-Punktspiel gegen den EV Landshut mit 3:4 (0:0; 3:0; 0:3; 0:1) in der Verlängerung verloren. Cheftrainer Rico Rossi musste weiterhin auf Florian Proske und René Kramer (jeweils Oberkörperverletzung) verzichten. Sein Debüt im Eislöwen-Dress gab heute Abend Goalie Riku Helenius. Als überzähliger Kontingentspieler pausierte Elvijs Biezais.
Trotz einiger Möglichkeiten im ersten Drittel ging es torlos in die erste Pause. Im Mittelabschnitt konnte Eislöwen-Goalie Helenius und kurz darauf der Pfosten den Rückstand für Dresden verhindern. Nur wenige Zeit später brachte Nick Huard die Eislöwen im Powerplay in Front (26.). Jordan Knackstedt (32.) und Alexander Dotzler (38.) legten nach, sodass es mit einem 3:0 für Dresden in die zweite Pause ging.
Im letzten Drittel konnte Jeff Hayes per Überzahltreffer für Landshut verkürzen (48.), bevor Dominic Bohac den Anschluss markierte (54.). EVL-Spieler Max Hofbauer netzte 92 Sekunden vor Spielende den Puck zum 3:3 ein. Somit ging es in die Verlängerung. In der Overtime erzielte Hayes für den Aufsteiger den entscheidenden Treffer und Landshut sicherte sich den zweiten Punkt.
Leif Carlsson, Cheftrainer EV Landshut: „Ich habe versucht, dass die Mannschaft heute locker ist und ein gutes Gefühl bekommt. Im zweiten Drittel haben wir ein paar Fehler gemacht und Dresden hat diese genutzt. Wir wollten ein letztes gutes Drittel spielen - dies ist uns gelungen. Der Extrapunkt tut gut und ich bin zufrieden.“
Rico Rossi, Cheftrainer Dresdner Eislöwen: „Für 40 Minuten hatten wir das Spiel im Griff. Wir haben nicht viel zugelassen und die Chancen genutzt. Im letzten Drittel haben wir Landshut ins Spiel kommen lassen und das Spiel letztendlich aus der Hand gegeben.“
Am Sonntag, 19. Januar empfangen die Dresdner Eislöwen die Löwen Frankfurt zum Familientag in der EnergieVerbund Arena. Spielbeginn ist bereits 16 Uhr. 
  
    
ESV Kaufbeuren
Derbysieg! Joker schlagen Towerstars mit 3:2 - ESVK mit toller Leistung vor ausverkauften Haus
(DEL2)  Derby Time am Freitagabend in der erdgas schwaben arena. Vor, mit 3100 Zuschauern, restlos ausverkauftem Haus traf der ESV Kaufbeuren auf den Rivalen aus Ravensburg. Wie immer, wenn die Joker auf die Towerstars treffen, lag dabei eine explosive Stimmung in der Luft. Beide Teams lagen vor Spielbeginn in der Tabelle gleichauf, was die Spannung nur noch weiter steigerte. Bis auf den verletzten Philipp de Paly und den angeschlagenen Valentin Gschmeißner, konnten die Hausherren in voller Stärke auflaufen. Routinier Stefan Vajs wurde von Andreas Brockmann von Beginn an zwischen den Pfosten eingesetzt.
Powerhockey vom ersten Bully weg. Sami Blomqvist auf Seiten der Joker und Jared Gomes im Trikot der Towerstars gleich mit guten Einschussmöglichkeiten, aber die Keeper können jeweils klären. Nach zwei Minuten schließt Max Schmidle eine gute Zwei gegen Eins Situation ab, scheitert aber an der Stockhand von Olafr Schmidt. Eine Minute später laufen erneut zwei Kaufbeurer Stürmer auf einen Ravensburger Verteidiger an und erneut hält Schmidt, dieses Mal gegen Sami Blomqvist. Jetzt setzen sich die Towerstars einmal etwas länger in der Angriffszone fest, aber die Joker kontern gut und Branden Gracel verfehlt aus spitzem Winkel nur knapp. Dann Bully im Drittel der Ravensburger, die Rotgelben ziehen direkt zu Dritt vors Tor und aus dem Gewusel heraus ist es Jere Laaksonen der am kurzen Pfosten zum 1:0 für die Joker einschieben kann. Nach dem Führungstreffer direkt der nächste Sturmlauf der Hausherren, Max Schmidle spielt auf Calvin Pokorny der noch an Olafr Schmidt scheitert, aber wieder ist es Jere Laaksonen der am schnellsten schaltet und den Rebound zur 2:0 Führung nutzt. Die arena kocht. Keine Zeit durchzuatmen, die Joker erhalten eine zweiminütige Strafe, Daniel Stiefenhofer kann in Überzahl einen Befreiungsversuch der Joker an der Blauen abfangen und zieht ab. Stefan Vajs ist die Sicht völlig verdeckt und die Scheibe schlägt hinter ihm zum 2:1 ein. Jetzt sind die Towerstars am Drücker, in der neunten Minute brennt es kurzzeitig lichterloh vor Stefan Vajs, aber im letzten Moment kann er sich gegen Thomas Brandl behaupten. Kurz darauf Glück für den ESVK, ein Ravensburger Schuss rutscht dem Kaufbeurer Schlussmann durch die Schoner und das Hartgummi trudelt an den Pfosten. Jetzt beißen sich die Rotgelben zurück ins Spiel, Daniel Oppolzer mit einem schönen Bauerntrick und Branden Gracel mit einem schnellen Konter, verpassen jeweils nur knapp den nächsten Treffer. Zwei Minuten vor der Sirene ist Olafr Schmidt dann bereits geschlagen, aber Sami Blomqvist trifft mit der Rückhand die Scheibe und somit auch das Tor nicht. Eine packende Begegnung geht in die erste Unterbrechung.
Das erste Drittel scheint viel Kraft gekostet zu haben, das Zweite läuft nämlich deutlich zerfahrener an, mit vielen Fehlpässen beider Teams. Tobi Wörle schließt dann mal einen schönen Konter über Joey Lewis ab, aber Olafr Schmidt ist auf dem Posten. Direkt im Anschluss dann Glanztat von Stefan Vajs bei einem Alleingang von Andreas Driendl. Dann geraten die Joker in Unterzahl, kommen während des Penalty Killing aber zu eine Top Chance. Branden Gracel läuft einen Pfeilschnellen Konter und nagelt den Puck an den Pfosten, Glück für die Gäste. Olafr Schmidt im Anschluss mit Problemen bei einem Schuss von der Blauen Linie, der Schiedsrichter pfeift aber vorschnell ab und entschärft damit die Situation. Kaufbeuren jetzt mit einem Durchhänger, die Aufbaupässe kommen nicht an und die Zuordnung stimmt überhaupt nicht mehr. Die Folge sind viel Scheibenbesitz und Chancen für die Towerstars. Stefan Vajs steht ein ums andere Mal im Brennpunkt und hält dabei einmal blitzschnell mit der Fanghand, gegen den völlig freistehenden Sören Sturm. Aber die Ravensburger können diese Phase in der Mitte des zweiten Spielabschnitts nicht für den Ausgleich nutzen. Die Partie hat zwar nicht mehr die Energie der ersten zwanzig Minuten, bleibt aber jederzeit spannend. Bei Powerplay Kaufbeuren, bedient Branden Gracel den im Slot lauernden Max Schmidle, aber Olafr Schmidt macht den Kasten dicht. Danach Überzahlsituation für die Gäste, bei der Kaufbeuren´s Keeper einen harten Schuss von Daniel Stiefenhofer mit der Stockhand pariert. In den letzten drei Minuten vor dem Pausentee zieht das Tempo dann doch nochmal ordentlich an. Geniales Zuspiel von Max Schmidle auf Jere Laaksonen, aber der verfehlt das Towerstars Gehäuse und damit seinen Hattrick nur um Millimeter. Unverändert geht es mit 2:1 für den ESVK in die Kabinen.
Letzter Spielabschnitt und die Joker erwischen den etwas besseren Start. Tobi Wörle und Alex Thiel prüfen in der 43. Minuten Olafr Schmidt, bevor David Zucker auf Seiten der Towerstars erstmals mit einer guten, aber erfolglosen Einzelaktion für etwas Entlastung sorgen kann. Kurz darauf tankt sich dann Patrick Seifert durch die ESV Abwehr, aber Stefan Vajs hält bärenstark die Führung fest. Dann fällt er aber doch der Ausgleichstreffer, dem allerdings eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung vorausgeht. Ein Kaufbeurer Spieler wird im Spielaufbau zu Fall gebracht, der Pfiff bleibt aus und der daraus resultierende Konter wird im Nachschuss von Justin Volek zum 2:2 in der 45. Minute abgeschlossen. Die Joker reagieren aber genau richtig auf den Ausgleich, in dem sie das Tempo erhöhen und nun wieder aggressiver und entschlossener auftreten. Kapitän Julian Eichinger eröffnet eine Reihe von guten Möglichkeiten mit einem One Timer von der Blauen Linie. Joey Lewis trifft nur das Außennetz und der anstürmende Daniel Oppolzer wird mustergültig von Florian Thomas bedient, aber Olafr Schmidt begräbt die Scheibe unter sich und hält die Towerstars im Spiel. Doch dann schlägt Youngster Fabian Koziol zu. Aus seiner Lieblingsposition von der Blauen Linie, nahe der Bande, zieht er trocken ab und die Scheibe schlägt im Tor der Towerstars ein. Damit bringt er die Rotgelben in Führung und die erdgas schwaben arena zum Überkochen. Acht Minuten stehen noch auf der Uhr und die sind nichts für schwache Nerven. Die Hausherren haben zwar eindeutig mehr vom Spiel, aber die Ravensburger bleiben gefährlich und lauern auf einen Fehler. Der unterläuft dann zwei Minuten vor Spielende Julian Eichinger, als er die Scheibe im eigenen Drittel über die Bande befördert und damit eine Strafe für Spielverzögerung kassiert. Nochmal Powerplay für Ravensburg, nochmal zittern für die Joker Fans, aber die Männer von Andreas Brockmann werfen alles dazwischen, sichern das eigene Tor und drei ganz wichtige Punkte bis zur Schlusssirene ab.
  
    
Tölzer Löwen
Zwei verschlafene Minuten
(DEL2)  Die Tölzer Löwen dominieren die Bayreuth Tigers 58 Minuten lang - doch das Spiel entschied sich in den anderen zwei Minuten. Die Buam verlieren mit 5:7 gegen Bayreuth.
13:4! Die Torschussstatistik sprach nach dem ersten Drittel eine deutliche Sprache. Die Anzeigetafel nicht. Lediglich einen 2:1-Vorsprung hatten sich die Buam herausgespielt. Ob der klaren Überlegenheit in den ersten 20 Minuten zu wenig. Bereits nach 40 Sekunden traf ein Schuss von Matt MacKenzie Lubor Dibelka an der Hüfte, von dort sprang die Scheibe ins Tor. In der Folge die Buam am Drücker, praktisch pausenlos wurde Bayreuth im eigenen Drittel eingeschnürt. Die vorläufige Belohnung gab es durch Niklas Heinzingers Schlenzer zum 2:0 in den rechten Winkel. Torhüter Timo Herden, der insgesamt eine starke Leistung zeigte, war bei beiden Gegentreffern machtlos. Dass die komfortable Führung nicht in die Pause mitgenommen wurde, lag an einem Zuordnungsfehler direkt im Anschluss an den Löwentreffer. Tyler Gron nutzte die Unordnung eiskalt und brachte Bayreuth wieder nah ran. Im Mitteldrittel kamen die Gäste etwas besser rein, aber auch in diesem Spielabschnitt waren die Löwen spielbestimmend. Matt MacKenzie traf in Überzahl früh zum 3:1. Doch erneut ließ die Tigers-Antwort nur wenige Sekunden auf sich warten. Wieder traf Tyler Gron. Ivan Kolozvarys 3:3 war ein weiterer „Hallo-wach-Moment“. Stefan Reiter traf nach 35 Minuten zur neuerlichen Führung, indem er einen wuchtigen Schlagschuss von Markus Eberhardt noch abfälschte.
Das Spiel drehte sich zwischen Spielminute 45 und 47 komplett. Drew Melanson, Ville Järvelainen und Henry Martens drehten das Spiel und damit dessen Verlauf auf den Kopf. „Irgendwie haben wir dieses Spiel, das gewonnen werden muss, verloren“, ärgerte sich Gaudet. Am Ende halfen auch 49 Tölzer Torschüsse gegenüber 24 der Tigers nichts. Zwar traf Lubor Dibelka früh zum Anschluss, doch der Ausgleich wollte nicht mehr fallen. So entschied Tyler Gron mit seinem dritten Treffer - diesmal ins leere Tor - die Partie.
„Das ist sehr enttäuschend für mich - und ich hoffe auch für die Spieler“, so Gaudet.
  
    
Oberliga Süd / Oberliga Nord
    
Deggendorfer SC
Nach konzentrierter Defensivleistung: DSC schlägt den SC Riessersee
(OLS)  Einen spannenden Eishockeyabend erlebten die 1894 Zuschauer am  
Freitagabend in der Festung an der Trat. In einer hart umkämpften  
Partie bezwang der Deggendorfer SC den SC Riessersee mit 2:1 und  
festigte damit den zweiten Tabellenplatz in der Oberliga Süd.
Von Beginn an ging es in der von viel Tempo geprägten Partie hin und  
her und beide Torhüter konnten sich bereits früh auszeichnen. In der  
sechsten Minute gab es dann erstmals Grund zum Jubeln für die  
heimischen Fans. Nico Wolfgramm schlich sich im Powerplay unbemerkt  
vor das gegnerischen Tor und hielt beim Querpass von Thomas Greilinger  
nur noch den Schläger hin. In dieser Phase des ersten Abschnitts  
erspielte sich der DSC ein leichtes optisches Übergewicht. Die Folge  
daraus war das 2:0 in der zwölften Minute. Erneut in nummerischer  
Überzahl verwandelte Curtis Leinweber den Abpraller eines  
Greilinger-Schusses zum 2:0. Mit diesem Spielstand ging es auch hinein  
in die erste Pause.
Im zweiten Drittel ging es dann ähnlich umkämpft weiter. Hohes Tempo  
und eine starke Defensive auf beiden Seiten sorgten dafür, dass es  
zwar einige Schussmöglichkeiten gab, jedoch keines der beiden Teams  
einen Treffer für sich verbuchen konnte.
Im Schlussdrittel nahmen dann die Gäste aus Oberbayern das Heft in die  
Hand und erhöhten den Druck von Minute um Minute. Angeführt von den  
Förderlizenzspielern Justin Schütz und Maximilian Daubner liefen die  
Gäste ein ums andere Mal gegen das Deggendorfer Abwehrbollwerk an,  
ohne jedoch den stark haltenden David Zabolotny überwinden zu können.  
In der 53. Minute war es schließlich doch soweit. Tobias Kircher  
fälschte den Schuss von Simon Mayr unhaltbar ab, sodass dieser zum 2:1  
im Deggendorfer Tor einschlug. In den Schlussminuten entwickelte sich  
eine richtige Abwehrschlacht, aus der der DSC mit viel Kampf und  
Einsatzbereitschaft als Sieger hervorging.
Mit diesem Sieg festigte der Deggendorfer SC den zweiten Tabellenplatz  
in der Oberliga Süd und reist nun am kommenden Sonntag auswärts zum EC  
Peiting. Spielbeginn ist um 18 Uhr.
  
    
VER Selb
Zwei wichtige Punkte erkämpft - zwei Verletzte trüben die Siegesfeier
(OLS)  Die Siegesserie unserer Wölfe in der Meisterrunde hält weiter an. In einer kuriosen und spielerisch nicht unbedingt hochklassigen, vielmehr von Kampf geprägten Partie, ließ sich das dezimierte Wolfsrudel vom unbequem spielenden Gast aus Peiting nicht unterkriegen und sicherte sich einen mühevollen 5:4 Erfolg in der Verlängerung. ECP-Coach Buchwieser: „Selb war einen Tick cleverer und der Sieg war durchaus verdient“. Das ohnehin dezimierte Wolfsrudel (ohne Gare und Turner) musste während der Partie auch noch die verletzungsbedingten Ausfälle von Kabitzky und Gelke wegstecken, gab aber nie auf und drehte eine verlorengeglaubte Partie nach zweimaligen Rückstandes in einer spannenden Schlussphase. Vier der fünf Wölfe-Treffer gingen auf das Konto von Verteidigern. Doppeltorschütze Kapitän Ondruschka war es vorbehalten nach dem wichtigen 2:2 Ausgleich auch den vielumjubelten 5:4 Siegtreffer zu erzielen. Kurios am Rande: Der Hauptschiedsrichter schied aufgrund Übelkeit Mitte des ersten Abschnitts aus, die beiden Linienrichter mussten danach alleine die Begegnung leiten und hatten alle Hände voll zu tun und auch nicht immer den Überblick.
Wölfe-Coach Thom war gegen Peiting zu Umstellungen gezwungen. Gare fehlte krank, für diesen rückte Schiener in die Formation neben Pisarik und McDonald, zudem fehlte auch Turner. Dafür war der wieder genesene Bär wie auch Förderlizenzspieler Zimmermann von der Partie. Die Gäste kamen mit hohem Tempo aus der Kabine. Früh in der Partie gleich viel Gefahr vor dem dem Wölfetor, als Kabitzky zwei Minuten wegen Beinstellens die Strafbank drücken musste. Nach knapp vier Minuten musste Deske zum ersten Mal hinter sich greifen. In Überzahl kam Gohlke unbedrängt im Slot zum Schuss und traf zur Führung. Peiting kam auch in der Folge mit hohem Tempo, unsere Wölfe mit Problemen im Spielaufbau. Brandgefährlich wurde es, als Krabbat aus kurzer Distanz einen Schuss abfälschte, Deske war aber auf dem Posten. Zwingende Chancen blieben aber auf beiden Seiten Mangelware. Fünf Minuten vor der Drittelpause erneut unsere Wölfe mit einem Mann weniger auf dem Eis. Dieses Mal machten sie es aber besser. Und kurz darauf war es endlich so weit: Unsere Jungs mit einem schnellen Vorstoß. Über McDonald landete die Scheibe bei Pisarik, der verzögerte und schlenzte den Puck in die Maschen zum 1:1 Pausenstand.
Gleich nach Wiederanpfiff die Chance für unsere Wölfe mit einem Mann mehr auf dem Eis in Führung zu gehen. Am Ende blieben unsere Jungs im Abschluss aber nicht zielstrebig genug. In der Folge ein offener Schlagabtausch mit guten Möglichkeiten auf beiden Seiten. Kabitzky verpasste einen Querpass von Gelke nur denkbar knapp, Schiener setzte die Scheibe aus guter Position über die Latte. Doch just in dem Moment, als unsere Wölfe das Momentum auf Ihrer Seite gepachtet zu haben schienen, schlugen die Gäste eiskalt zu. Im Verteidigungsdrittel verloren wir das Bully, die Scheibe kam zu Gohlke und der Peitinger verwandelte trocken zur erneuten Gästeführung. Dann ein Schockmoment im Wolfsbau: Gelke wird der Laufweg blockiert und der
Selber Stürmer rauschte mit vollem Tempo gegen das Torgestänge. Der Abend für den 27-jährigen war vorzeitig beendet. Kurz erneut eine Strafe für die Gäste – und erneut brachten unsere Jungs die Scheibe nicht im gegnerischen Gehäuse unter. Und dann auch noch der nächste Schock. Kabitzky wurde von einem Befreiungsschuss der Gäste hart vom Puck getroffen und blieb unter Schmerzen am Eis liegen. Auch er konnte die Partie nicht zu Ende bringen. Als wenig später gleich zwei Peitinger die Strafbank drückten, klappte es aber endlich mit dem Tor: Schuss um Schuss flog Hechenrieder um die Ohren. Am Ende war es Ondruschka, der einfach Mal draufhielt und den Puck in die Maschen drosch. Doch der Erfolg währte nur kurz. Wir in Unterzahl, Peiting machte kurzen Prozess und gingen erneut in Führung. Wir antworteten mit viel Wut im Bauch. Puck um Puck prügelten die Wölfe-Cracks Hechenrieder entgegen, nur der Torerfolg blieb aus.
Mit gleich vier ausgefallenen Stürmern war Wölfe Coach Thom an diesem Abend nicht zu beneiden. Im letzten Drittel mussten die Verteidiger Silbermann und Kolb im Sturm ran. Gute Möglichkeiten erspielten sich unsere Jungs aber trotzdem. Auch Deske wurde von den Peitingern immer wieder auf die Probe gestellt. Beim Schuss von Heger musste der Wölfe Torhüter sein ganzes Können unter Beweis stellen um den erneuten Rückstand zu verhindern. Auch eine weitere Überzahlsituation brachte unseren Wölfen keinen Torerfolg. Der Peitinger Kasten schien wie vernagelt. Die Gäste immer wieder mit gefährlichen Kontern. Die Wölfe drängten auf den Ausgleich. Und der sollte kommen. Im Zusammenspiel mit Kremer tauchte Kolb völlig allein vor dem Peitinger Tor auf, tunnelte Hechenrieder und der Ausgleich war perfekt. Zumindest für 26 Sekunden. Gleich im Gegenzug konnte nämlich Deske einen verdeckten Peitinger Schuss nicht festhalten, Stauder kam zum Nachschuss und erneute klingelte es im Selber Kasten. Doch unsere Wölfe steckten nicht auf. Zweieinhalb Minuten vor Spielende hielt Müller einfach mal drauf, ein Peitinger fälschte die Scheibe ab und Goalie Hechenrieder griff daneben. Die Verlängerung musste entscheiden. Und die war hochdramatisch. Gleich zweimal Schmidt und einmal Kolb verpassten es den Sieg nach Hause zu bringen. Am Ende interessierte das freilich niemanden mehr. McDonald gewann hinter dem eigenen Tor den Zweikampf, schickte Ondruschka auf die Reise und dieser sicherte seinen Farben mit dem 5:4 Siegtreffer den Zusatzpunkt.
  
    
ERC Sonthofen
3:1-Arbeitssieg gegen den erwartet starken Gegner aus Miesbach
(OLS)  Im ersten Drittel drückten anfangs die Miesbacher den ERC in deren Drittel und kamen zu einigen Chancen. Die Defensive der Bulls hielt jedoch Stand und im weiteren Verlauf übernahm Sonthofen das Spielgeschehen. So gelang dem ERC in der siebten Spielminute der Führungstreffer: Santeri Ovaska brachte die Bulls mit 1:0 in Führung. Im weiteren Verlauf entwickelte sich ein weitestgehend ausgeglichenes Spiel, mit leichten Vorteilen aufseiten des ERC. Bis zur 19. Minute dauerte es jedoch, bis der nächste Treffer fallen sollte. Bei angezeigter Strafe gegen den TEV, nutzten die Bulls die numerische Überzahl und bauten die Führung durch Kapitän Marc Sill auf 2:0 aus. Damit ging es auch in die erste Drittelpause.
Auch im zweiten Drittel blieb der TEV der erwartet unangenehme Gegner für die Bulls. Immer wieder musste Christian Schneider im Tor des ERC in höchster Not retten. Doch auch Anian Geratsdorfer aufseiten des TEV Miesbach machte eine hervorragende Partie und hielt sein Team ebenfalls im Spiel. So sollten also keine weiteren Treffer im zweiten Drittel fallen und es ging in die letzte Pause.
Im letzten Drittel zeigte sich Miesbach nochmals mit Druck und der ERC schwächte sich selbst. Und dann die Überraschung: In Unterzahl setzte sich Edgars Homjakovs mit einer starken Einzelleistung gegen die Abwehr der Miesbacher durch und traf zum 3:0, bei eigener Unterzahl. Im Anschluss störten zunehmend Strafzeiten das Spielgeschehen und es entstand kein wirklicher Spielfluss mehr. Kurz vor Ende nutzen die Miesbacher noch eine Überzahl und setzten durch Grabmaier den 3:1-Schlusspunkt.
Weiter geht es für die Bulls am Sonntag bei den Passau Black Hawks. Spielbeginn ist dort um 18:30 Uhr. 
  
    
Crocodiles Hamburg
Crocodiles unterliegen in Halle
(OLN)  Die Crocodiles Hamburg haben das Auswärtsspiel bei den Saale Bulls Halle mit 1:4 (0:1/0:2/1:1) verloren. Wie schon beim letzten Aufeinandertreffen der Mannschaften ging die Partie später los, als geplant. Diesmal hingen die Schiedsrichter in einer Vollsperrung fest. Nach zwei Aufwärmphasen auf dem Eis lief die Scheibe schließlich um 21:15 Uhr. Und zu Beginn sah es nicht schlecht aus für die Crocodiles, die sich in den ersten Minuten schon gefährlich dem Tor der Hausherren annäherten. Den ersten Torerfolg verzeichneten aber die Hallenser. In der 14. Spielminute legte Sergej Stas die Scheibe vor dem Gästetor quer auf Eric Wunderlich, der per Direktschuss zum 0:1 traf. Im folgenden Spielverlauf ließen die Crocodiles nach und die Gastgeber immer besser ins Spiel kommen.
Im zweiten Abschnitt kreierten die Hamburger zunächst gute Chancen, offenbarten dann aber in eigener Überzahl Schwächen im Abwehrverhalten und kassierten das 0:2 durch Johannes Ehemann (27.). Die Bulls hatten das Momentum auf ihrer Seite und schlugen nach überstandener Unterzahl erneut zu. Nicholas Miglio vollendete einen Konter mit einem halbhohen Schuss über die Schiene von Kai Kristian.
Im letzten Drittel blieb ein Aufbäumen der Gäste aus. Durch aggressives Forechecking wurde der Aufbau der Hanseaten früh und effektiv gestört, Angriffe der Crocodiles blieben Mangelware. In der 56. Minute machte Lukas Valasek den Sack zu und erhöhte auf 0:4. Der Treffer von Dennis Reimer blieb Ergebniskosmetik (57.).
„Wir waren heute in allen Belangen unterlegen. Wir haben kaum Körper gespielt, uns sind viele Fehlpässe unterlaufen und wir waren immer einen Schritt langsamer. Das war zu wenig. Wir müssen zurück in die Spur kommen“, so Dennis Reimer.
  
    
Rostocker EC
Ein gelungener Abend vor 13 Zuschauern - Die Piranhas des Rostocker EC gewannen am Freitag bei Schlusslicht Krefelder EV 81 mit 8:3 (3:1, 2:1, 3:1)
(OLN)  Da zeitgleich die Profis von Krefeld gegen Mannheim spielten, „war die Stimmung schon recht gespenstisch“, berichtete REC-Mannschaftsleiter Dirk Weiemann angesichts einer Handvoll einheimischer sowie sieben Gäste-Fans und ergänzte nach dem ersten Drittel: „Wichtig war, dass wir nach dem Anschlusstreffer der Gastgeber zum 2:1 gleich den alten Abstand wiederherstellen konnten. Insgesamt haben wir das Spiel im Griff, wir müssen nur weiter von der Strafbank wegbleiben und unsere Chancen nutzen.“
Auch Teil zwei der Partie ging an die Piranhas. Sie ließen den Gegner etwas kommen und versuchten dann zuzuschlagen, was zweimal gelang. „Das fünfte Tor war richtig wichtig für uns, dass wir da kurz vor Drittelende noch mal trafen. Es sieht weiter ordentlich aus, wir ziehen teilweise gut zum Tor und können unsere technischen Fertigkeiten ausspielen. Jetzt müssen wir den Sack zumachen“, so Weiemann.
Und das tat der REC mit dem vierten Tor des Abends von Tom Pauker zum 6:2 und zwei weiteren Treffern. Dirk Weiemann: „Die Jungs haben sich heute belohnt und teilweise wirklich schöne Tore erzielt. Auch in Überzahl und in Unterzahl klappte es. Ein gelungener Abend!“ 
  
    
Bayernliga / Landesliga Bayern
    
TSV Erding
Gladiators verlieren Spiel und Torwart
(BYL)  Einen harten Kampf über 60 Minuten boten sich am Freitagabend 
die Erding Gladiators und die Passau Blackhawks, die am Ende mit 7:3 
Toren (1:1, 3:2, 3:0) die Oberhand behielten. Noch schwerer als die 
Niederlage wiegt jedoch die schlimme Verletzung von Torwart Christoph 
Schedlbauer.
Bei Erding stand für den erkrankten Trainer Thomas Vogl diesmal 
U 20-Coach Stefan Teufel hinter der Bande. Die Partie begann turbulent, 
der erste Treffer gelang den Gastgebern. Als zwei Passauer auf der 
Strafbank saßen, wuchtete Mark Waldhausen den Puck per Direktabnahme zum 
1:0 ins Netz (6.). Nur zwei Minuten später wurde es ganz still im 
Stadion. Bei einer spektakulären Parade verletzte sich 
Gladiators-Torwart Christoph Schedlbauer am Oberschenkel und wurde mit 
der Trage vom Eis gebracht. Für ihn rückte Andreas Gerlspeck ins Tor. 
Und dieser führte sich gleich prächtig ein, als er gegen Florian Fischer 
hielt, der alleine auf ihn zugelaufen war. Als Passau aber wenig später 
Überzahl hatte, gelang Robin Deuschl das 1:1 (10.).
In Unterzahl traf Dominik Schindlbeck nach nur 49 Sekunden im zweiten 
Drittel zum 2:1, und wiederum nur 56 Sekunden später erhöhte Ales 
Kreuzer auf 3:1, allerdings ging dem Treffer eine klare Abseitsposition 
voraus. Die Gastgeber waren geschockt, kämpften aber unverdrossen 
weiter. Dann lag der Puck tatsächlich im Passauer Tor, aber der 
unsichere Hauptschiedsrichter verweigerte dem Treffer die Anerkennung, 
da er mit dem Schlittschuh erzielt worden war. Martin Dürr verkürzte 
zwar in Überzahl auf 2:3 (33.), doch nur eine Minute später erhöhte Petr 
Sulcik auf 4:2. Dem Treffer war allerdings ein klares Foul an einem 
Erdinger vorausgegangen, das nicht geahndet wurde, sehr zum Ärger der 
Gastgeber. Die waren jetzt richtig wütend, und wiederum nur 43 Sekunden 
danach gelang Florian Zimmermann das 3:4.
Im Schlussdrittel warfen die Erdinger alles nach vorne. Als Dürr aus der 
Luft den Puck ins Netz schlug, jubelten die Gladiators – erneut 
vergebens. Der Schiedsrichter annullierte den Treffer wegen hohen 
Stocks, und erneut tobten die Erdinger. Die Passauer lachten sich eins, 
und Schindlbeck machte wenige Sekunden später das 5:3. Die Volksseele 
kochte, es flogen Gegenstände aufs Feld, und das Eis musste neu bereitet 
werden. Gegen demoralisierte Gladiators schossen Martin Paryzek (52.) 
und Kreuzer (59.) ein 7:3 heraus.
  
    
EHC Klostersee
EHC Klostersee – EHC Löwen Waldkraiburg 5:3 (1:1, 2:0, 2:1)
(BYL)  Erster Drei-Punkte-Sieg für den EHC Klostersee in der Verzahnungsrunde. Im Heim-Derby kämpften die Grafinger die Waldkraiburger Löwen mit 5:3 nieder, wobei die Entscheidung erst per empty-net-goal 50 Sekunden vor dem Ende fiel. Bis dahin war die Sache immer eng, wobei man bei den einen Hauch besseren Rot-Weißen den Erfolg am Ende als verdient verbuchen konnte. Vor allem auch mit Blick auf die erneut lange Ausfallliste. Neben "Capitano" Bernd Rische, der die Tage davor nach drei Monaten Pause erstmals wieder mit Ausrüstung trainiert hat, und Vitus Gleixner fehlten mit Raphael Kaefer und Florian Engel zwei weitere Eckpfeiler des Teams oder auch anders gesagt: Fast der komplette erste Block. Nicht zu vergessen Headcoach Dominik Quinlan wegen gesundheitlicher Probleme. Dessen Part des Coachings übernahm Co-Trainer Helmut Gleixner.
Die EHCler begannen stürmisch und gingen nach kanpp vier Minuten in Führung, als die bereits dritte gute Chance saß. Die neutrale Zone hatte man im gesamten ersten Drittel gut im Griff, mit einer Ausnahme: Da nutzten die Gäste den Raum zum Ausgleich. In der Folgezeit waren die "special teams" beiderseite der entscheidende Faktor. Die Klosterseer trafen noch drei Mal in Überzahl, die Löwen skorten aus dem Powerplay heraus doppelt. Bis der Puck in der Schlussminute im leeren Gästegehäuse landete. Wobei sich die Bully-Stärke von Comebacker Bob Wren, der bereits davor zwei Mal aufgelegt hatte, auszahlte.
  
    
EHC Königsbrunn
Bittere Niederlage gegen Geretsried
(BYL)  Statt drei Punkten gab es nach dem Spiel nur lange Gesichter für Königsbrunn: der EHC verliert mit 3:4 gegen die „River Rats“ des ESC Geretsried. Dabei lagen die Brunnenstädter im letzten Drittel noch in Führung.
Vor der Partie gab es für  EHC-Coach Waldemar Dietrich zunächst schlechte Nachrichten, Kapitän Dominic Auger fiel krankheitsbedingt aus. Dafür kehrte Elias Maier nach längerer Verletzungspause wieder in die Mannschaft zurück.
Die Gäste erwischten den besseren Start und drückten sofort in das Drittel der Brunnenstädter. Mit viel Zug zum Tor erarbeiteten sich die River Rats erste Chancen, auch ohne den verletzten Top-Scorer Ondrej Horváth. Die Geretsrieder Verantwortlichen hatten ja reagiert und ein gutes Händchen gehabt, denn der frisch verpflichtete 25-jährige Tscheche David Hrazdíra zeigte in seinem ersten Spiel eine starke Leistung. Königsbrunn produzierte von Anfang an zu viele Fehler, und in der fünften Spielminute lag der EHC dann plötzlich 0:1 zurück. Auch danach war von den Brunnenstädtern wenig zu sehen, sehr auffällig waren die vielen Fehlpässe. In einer Spielsituation landeten im eigenen Drittel gleich drei Pässe beim Gegner, doch Goalie Nicolas Hetzel war wieder in Top-Form und verhinderte Schlimmeres. Zwei Minuten vor Drittelende konnte Königsbrunn in Überzahl ausgleichen, mit dem glücklichen 1:1 für den EHC gingen dann beide Mannschaften in die erste Pause.
Auch im zweiten Spielabschnitt produzierte Königsbrunn ungewöhnlich viele Fehler, kam aber nun öfter vor das Tor der Gäste. Den nächsten Treffer markierten allerdings die Gäste, die eine Überzahlsituation zur erneuten Führung ausnutzten. Nur fünf Minuten später verloren die River Rats aber in Überzahl den Puck und wurden eiskalt ausgekontert, Hayden Trupp netzte zum 2:2 ein. Eine Minute später erhöhte Julian Becher auf 3:2, Königsbrunn war jetzt scheinbar in der Partie angekommen. Bis zur Pause fielen aber keine weiteren Treffer mehr.
Doch auch im letzten Drittel produzierte der EHC ungewöhnlich viele Fehlpässe, die Gäste drängten auf den Ausgleich. Königsbrunn kam zwar zu Torchancen, Geretsried hatte aber auch einige Möglichkeiten. Neun Minuten vor Spielende hatten die Brunnenstädter in Überzahl die Gelegenheit, das Spiel zu entscheiden. An stattdessen folgte ein Puckverlust und der Gegentreffer zum Ausgleich. Es kam noch schlimmer, in der vorletzten Spielminute musste der Königsbrunner Keeper erneut hinter sich greifen, als die River Rats zum 3:4 einschossen. Damit war die Partie gelaufen, danach hatte der EHC keine Torchance mehr.
Geretsried siegt etwas glücklich, aber verdient gegen Königsbrunn, der EHC produzierte in der Partie zu viele Fehler und steht am Ende ohne Punkte da. Am Einsatz lag es nicht, die Spieler warfen sich teilweise in die Schüsse des Gegners, um Tore zu verhindern. Mit nur zwei Punkten aus drei Partien wird es aber für die Brunnenstädter sehr schwer werden, die ersten beiden Plätze zu erreichen.
EHC-Coach Waldemar Dietrich sieht mehrere Ursachen für die Niederlage: „Heute sind wir wirklich sehr schlecht gestartet, im zweiten Drittel haben wir dann besser gespielt und glücklich mit 3:2 geführt. Wir hätten das Spiel gewinnen müssen, aber da haben wir einen fatalen Fehler an der blauen Linie gemacht. Dann steht es 3:3, und vor dem 3:4 haben wir ganz schlecht verteidigt. Unsere Scheibenverluste waren heute einfach brutal, die Mannschaft war nicht wiederzuerkennen. Geretsried hat verdient gewonnen. Ich bin heute sehr enttäuscht von unseren Leistungsträgern, da kam zu wenig, und da sind Fehler passiert, einfach nur unglaublich. Mit der gleichen Mannschaft haben wir aber auch sehr gute Spiele gemacht, da müssen wir wieder hin.“
  
    
EHF Passau Black Hawks
Ausrufzeichen! Black Hawks mit 3:7 Sieg in Erding - Spitzenspiel in der EisArena am Sonntag
(BYL)  Die Passau Black Hawks haben das dritte Spiel in der Aufstiegsrunde am Freitag beim TSV Erding mit 3:7 gewonnen. Damit sind die Black Hawks neben dem ERC Sonthofen weiter ungeschlagen. Am morgigen Sonntag kommt es somit um 18:30 Uhr zum Duell der beiden Spitzenmannschaften in der Passauer EisArena. Klar sind ist der Oberligist aus Sonthofen der haushohe Favorit. Doch wie schon gegen Höchstadt glauben die Passau Black Hawks an die eigene Stärke und haben sich einen Matchplan zurechtgelegt.
Das Auswärtsspiel in Erding am Freitag hat am Ende ganz klar die cleverere Mannschaft gewonnen. Die Black Hawks präsentierten sich wieder als starke Einheit und zeigten Charakter und Moral. Die Gastgeber hingegen gestalteten ihr Spiel mit Provokationen, Nicklichkeiten und versuchten das Schiedsrichtergespann zu beeinflussen. Doch der Schuss ging am Ende gewaltig nach hinten los. Aus sportlicher Sicht stand am Ende ein fettes 3:7 zugunsten der Passau Black Hawks auf der Anzeigetafel. Zum anderen musste in der fünfzigsten Spielminute das Spiel sogar unterbrochen werden und das Eis neu aufbereitet werden. Aus dem Erdinger Fanblock wurden Gegenstände auf die Eisfläche geworfen. Dazu wurden auch die Spieler der Passau Black Hawks auf der Wechselbank mit Bier beschüttet. Eine grobe Unsportlichkeit und ein absolutes No-Go! Die Aktionen der Spieler auf dem Eis haben sich auf das Erdinger Publikum übertragen und sich dann in einer Situation entladen. Statt sich am Ende als „Opfer“ darzustellen, sollte man aus Sicht der Gladiators, über die gestern an den Tag gelegt Art und Weise ein Eishockeyspiel zu bestreiten nachdenken. Den es gab im Spiel auch für die Gastgeber genügend Möglichkeiten das Spiel an sich zu reißen. So wurden gegen die Black Hawks 30 Strafminuten ausgesprochen – gegen Erding waren es nur 20. „Der Erfolg war verdient. Wir wussten schon was uns heute erwartet in Erding. Es ist ja nicht das erste Mal, dass wir sowas hier erleben. Unsere Mannschaft hat die Stärken der letzten Spiele wieder abgerufen und clever gespielt. Eine starke Mannschaftsleistung an welche wir auch morgen zum Topspiel gegen Sonthofen wieder anknüpfen wollen!“ so die Analyse von Trainer Heinz Feilmeier. Die Zuschauer dürfen sich auf ein Spitzenspiel mit Playoff Charakter am morgigen Sonntag gegen Sonthofen freuen.
Tickets für das morgige Heimspiel um 18:30 Uhr gegen Sonthofen erhalten Sie im Vorverkauf an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Die Abendkasse ist ab 17:30 Uhr geöffnet. -czo
  
    
TSV Peißenberg
Die Eishackler gewinnen wichtige drei Punkte in Schweinfurt
(BYL)  Ein wichtiger Sieg gelang der Mannschaft von Trainer Rainer Höfler. Es war bereits der zweite Sieg in einer Saison in Schweinfurt, die Jahre zuvor holte man bekanntlich nichts.
Im ersten Drittel stellten die TSV-Männer deutlich klar, dass es für die Hausherren sehr schwer wird.
Die deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zum Geretsried-Spiel war sehr deutlich. Die „Eishackler“ hatten sichtlich großen Spaß am Schlittschuhlaufen, genau mit dieser Freude wurde auch auf Körper gefahren, damit kamen die „Mighty Dogs“ nicht zurecht.
In der 4. Spielminute sollte der spätere Spieler des Spiels zum ersten Mal zuschlagen. Florian Höfler konnte nach sehenswertem Zusammenspiel mit Valentin Hörndl zur 1:0 Führung treffen.
Spielerisch war man den Schweinfurtern hier sehr überlegen. Leider brachte eine zwei Minutenstrafe für die „Eishackler“ den unerwarteten Ausgleich durch Andreas Kleider. Hängen ließen sich die Jungs aber nicht, denn die perfekte Reaktion auf einen Gegentreffer ist selbst zu treffen, also erledigte Florian Höfler mit seinem zweiten Streich den nötigen Führungstreffer zum 2:1.
In der 19. Spielminute sollte ein Torwartfehler für den Treffer zum 3:1 führen. Manuel Singer hielt von der roten Linie einfach drauf und die Scheibe fand den Weg an der Fanghand vorbei ins Tor.
Mit dieser Führung ging es auch in die erste Pause.
Der Mittelabschnitt begann nicht gerade nach Maß. In der 23. Minute kam Schweinfurt zum Anschlusstreffer durch Pierre Kracht. Man merkte das Schweinfurt zurück ins Spiel kommen und mehr Aktionen auf das Gehäuse von Korbinian Sertl bringen wollte. Der Ausgleich lag spürbar in der Luft und durch eine Überzahl kamen die „Mighty Dogs“ auch dazu. Nur zwei Sekunden vor Ablauf der Strafzeit traf Domantas Cypas zum 3:3.
In vergangenen Spielen war es so, dass jetzt mit einem kleinen Einbruch der „Eishackler“ zu rechnen war. Am Freitagabend war das aber nicht der Fall. Die Mannschaft fand immer wieder den Vorwärtsgang und ließ sich nicht aus ihrem Konzept bringen. Genau 36 Minuten waren gespielt als Kapitän Martin Andrä die Scheibe zur erneuten Führung ins Tor von Philipp Schnierstein knallte.
Mit dieser kleinen, aber verdienten Führung ging es in die zweite Drittelpause.
Durch die knappe Führung konnte man sich auf einen spannenden Schlussabschnitt einstellen.
Im dritten Drittel knüpften die „Eishackler“ wieder an die Leistung vom ersten Drittel an. Spielerisch und läuferisch war die Mannschaft einfach super drauf. Es ist auch viel schöner die 5-Stündige Heimreise mit einem Sieg anzutreten als mit einer Niederlage. Also ging es weiter munter nach vorne, auch das frühe Stören schon im gegnerischen Drittel war eine absolut entscheidende Rolle in diesem Spiel. Eine Minute und 40 Sekunden waren im letzten Teil der Begegnung gespielt und Florian Höfler konnte seinen dritten Treffer an diesem Abend erzielen. Auftakt also nach Maß. Mit dem 5:3 im Rücken ließ es sich auch wieder etwas befreiter aufspielen und gab nötiges Selbstvertrauen.
Wie Schweinfurt allerdings zu ihrem vierten Treffer kam, war schon fast eine Frechheit ein deutliches Foul von Schweinfurts Torhüter Schnierstein, an Brandon Morley bei seinem Forcheck ging diesem Treffer voraus, der Konter lief und Morley schaffte es natürlich auch nicht mehr rechtzeitig nach hinten, so fiel der Anschlusstreffer durch den Neuzugang der „Mighty Dogs“ Eriks Ozollapa. In den letzten Minuten versuchte Schweinfurt noch einmal alles und nahm den Torhüter vom Eis.
Diese Gelegenheit ließ sich Florian Höfler für seinen vierten Streich nicht nehmen und schob ins leere Gehäuse ein. Bis dahin war die 59. Minute angebrochen und es sollte die Vorentscheidung in diesem Spiel werden.
Die „Eishackler“ gewinnen verdient mit 6:4 in Schweinfurt und treten mit positivem Gefühl die Heimreise an und freuen sich auf Sonntag. Dort kommt es direkt zum Spitzenspiel in der Abstiegsrunde gegen den EC Pfaffenhofen.
Um 17:30 Uhr freut sich die Mannschaft auf eure zahlreiche Unterstützung und einen weiteren Erfolg in der Abstiegsrunde.
  
    
EHC Waldkraiburg Löwen
Verkehrte Welt: EHC Waldkraiburg stärker, EHC Klostersee Sieger
(BYL)  Ausgehend von den Vorzeichen zum Spiel, war der EHC Klostersee einer der Gegner der Löwen, die es zu schlagen galt in dieser Verzahnungsrunde. Nach diesem Spiel möchte man fragen wo das Team vom Oktober und November hin verschwunden ist. Das Team aus der Zeit, als Pucks präzise wie in einem Uhrwerk von Spieler zu Spieler geleitet wurden, als man Gegenspieler stehen ließ oder es durch einen Trick vermochte, sich an ihnen vorbei zu schmuggeln nur um das Ganze mit einem sicheren Tor zu krönen.
Diese blumige Beschreibung von Vergangenem bedeutet nun nicht, dass die Löwen in Grafing schlecht gespielt hätten. Im Gegenteil: Die Mannschaft hat funktioniert und war, bis auf wenige Druckphasen von Klostersee, im 5-gegen-5 zumeist überlegen und konnte die Grafinger im eigenen Drittel festsetzen. Woran es hapert ist die Verwertung der Möglichkeiten die man sich als Team erarbeitet. Nachdem Klostersee ein wenig rasanter in Spiel startete und bereits nach 20 Sekunden durch Matthias Baumhackl den an diesem Abend erneut starken Kevin Yeingst prüften, waren die Löwen auch direkt auf dem Eis und erarbeiteten sich ihrerseits Chancen. Bereits in der zweiten Minute ergab dies eine 2-auf-1-Situation von Patrick Zimmermann der nach Pass von Decker den Puck auf der rechten Seite des Tores unglücklich verpasste. Auch im weiteren Verlauf zeigten die Löwen durch Trox oder auch Wagner, dass sie heute wirklich wollen. Trotzdem war es erneut der Gegner, der das erste Tor des Abends erzielte: Philipp Quinlan auf Zuspiel von Gennaro Hördt eröffnet den Torreigen und erzielt das einzige 5-gegen-5-Tor für den EHC Klostersee an diesem Abend. Die Löwen, die mittlerweile allzu gut mit einer solchen Situation umzugehen wissen, lassen sich von diesem Treffer nicht entmutigen. Im Eishockey sind Spiele schließlich erst entschieden, wenn der Schiri zum Schlusspfiff bläst. Keine vier Minuten nach dieser 1:0-Führung, tritt erneut das Duo Decker/Zimmermann in Erscheinung. Auf Zuspiel von Patrick Zimmermann, erzielt Decker den Ausgleich zum 1:1. Auch wenn dies den Pausenstand markiert, gab es trotzdem noch den ein oder anderen „Hochkaräter“ auf Seiten der Löwen zu bestaunen, doch weder Hradek noch Jeske oder Straka konnten den Führungstreffer, so verdient er auch gewesen wäre, erzielen.
Zwei Strafen zu jeweils zwei Minuten wurden in diesem Drittel vom Schiedsrichter ausgesprochen. Beide Strafen gegen den EHC Waldkraiburg, beide Mal endeten sie im Tor des EHC Waldkraiburg. Trainer Alex Piskunov, der mit der Einstellung seiner Mannschaft in der anschließenden Pressekonferenz zu Recht zufrieden war, kommentierte das Unterzahlspiel seines Teams korrekt mit „In Unterzahl kannst Du keine Spiele gewinnen“ – was dieses zweite Spieldrittel eindrucksvoll zeigte. Erneut begann es vielversprechend für die Löwen in diesem Durchgang. Bereits in der ersten Minute taucht hat Lukas Wagner vor dem Tor von Dominik Gräubig die Chance den Spielstand zu erhöhen. Nur eine Minute später tut Vogl es ihm gleich und verpasst vor dem Tor seine Möglichkeit. Hinten hält Yeingst in den wenigen Situationen, in denen sich Klostersee befreien kann, was es zu halten gibt. Dass die Einstellung im Team und bei den Spielern zu stimmen scheint, zeigt auch eine Situation aus der neunten Spielminute. Die Löwen befinden sich in Unterzahl und Josef Straka spielt per Rückhand einen unglücklichen Pass von hinter dem eigenen Tor vor das Tor und auf den Schläger eines Gegenspielers. Straka, seines Zeichens 41 Jahre alt, sprintet zum Gegenspieler und wirft, gleich was auch passieren mag, seinen gesamten Körper in einen möglichen Schuss, auch wenn dies große Schmerzen bedeuten könnte – Die Situation ging gut aus. An der Einstellung des Teams lag es demnach nicht, dass es nur wenige Sekunden später 2:1 für die Hausherren stand. Vielmehr lag es am Handgelenksschuss von Philipp Quinlan, der Ansatzlos auf der linken Seite des Tores einschlug und Yeingst keine Chance ließ. Auch der zweite Treffer dieses Durchgangs fiel in Grafinger Überzahl. Felix Kaller, bedient von Bob Wren und Baumhackl erzielte diesen 3:1 Pausenstand der, aufgrund der Zahl der Möglichkeiten aus Sicht der Löwen zu hoch ausfiel.
Von Müdigkeit oder gebrochenem Willen war auch im dritten Spielabschnitt nichts zu verspüren. Bereits in der zweiten Minute darf sich Kapitän Trox vor dem Tor an einem Treffer versuchen, bevor in der dritten Minute Judt, bedient von Jeske seinerseits einen guten Versuch anbringt. Nach nicht einmal zwei gespielten Minuten befindet sich der EHC Klostersee in Unterzahl und die Löwen spielen, wie man das aus einer Überzahl kennt. Als der Puck am Schläger des schmerzlich vermissten Mathias Jeske landet, unterstreicht dieser mit einem Hammer von der blauen Linie nochmal, warum er zu den punktstärksten Verteidigern der Liga gehört und trifft zum 3:2. Auch in der Folge bestimmt der EHC Waldkraiburg bei ausgeglichener Spielerzahl das Spiel, auch wenn Klostersee nicht mehr so passiv ist wie noch in den 20 Minuten zuvor. So muss Kevin Yeingst zweimal in der siebten Minute sehr stark reagieren als erst Kritzenberger, dann Hördt ihn auf die Probe stellen. Auf der anderen Seite ist es Waldkraiburgs Zimmermann, der nach einem schönen Alleingang in der achten Minute das rechte Lattenkreuz des Tores trifft und der Puck im Anschluss hinter dem Grafinger Keeper aus dem Torraum schlingert. In der 54. Minute ist es jedoch erneut Klostersee, dieses Mal mit zwei Mann mehr auf dem Eis, die durch den starken Philipp Quinlan den nächsten Treffer markieren können. 4:2 ist der neue Spielstand und es sind noch sieben Minuten zu spielen. Ebenfalls in Überzahl fällt auch der erneute Anschlusstreffer des EHC Waldkraiburg. Wieder ist es Mathias Jeske und wieder ist es ein strammer Schuss von der blauen Linie, der die Hoffnung aufkeimen lässt. Vorlagengeber waren Thomas und Tomáš – Rott und Rousek. In der letzten Spielminute, die Löwen drückten und drängten auf den Ausgleichstreffer, der nächste Pfostentreffer des EHC Waldkraiburg, diesmal ist es Hradek dem nur Zentimeter zum Glück fehlen. Vor dem darauffolgenden Bully nehmen die Löwen die obligatorische Auszeit und Torwart Yeingst für einen sechsten Feldspieler vom Feld. Das darauffolgende Bully gewinnt Klostersee. Es folgt ein langer Puck aus dem eigenen Drittel von Felix Kaller in Richtung des Tores der Löwen, der Puck passiert die Torlinie und der 5:3 Endstand war besiegelt.         
  
    
ESV Buchloe
Buchloer Torspektakel beschert Heimsieg über Haßfurt - ESV Piraten holen in beeindruckender Manier den dritten Sieg im dritten Aufstiegsrundenspiel
(BLL)  Was für eine Partie am Freitagabend in der Buchloer Sparkassenarena! Denn beim 10:3 (4:0, 6:3, 0:0) Heimsieg gegen den ESC Haßfurt spielten sich die Buchloer Piraten vor allem in den ersten 40 Minuten förmlich in einen Rausch und boten den rund 330 Zuschauern ein unterhaltsames Torfestival. Am Ende steht nach dem deutlichen Erfolg über die Hawks aber vor allem der nächste Dreier zu Buche, womit die Gennachstädter auch im dritten Aufstiegsrundenspiel ungeschlagen bleiben.
Vor der Partie war dieser Ausgang – vor allem in dieser Deutlichkeit – sicherlich nicht zu erwarten gewesen. Zwar hatten die Haßfurter ihre beiden Auftaktspiele verloren, doch immerhin gastierte an diesem Abend der Vorrundensieger der Nordgruppe in Buchloe, der bekanntlich die beste Offensive aufweist. Diese bekamen die Buchloer bis auf ganz wenige Ausnahmen auch trotz einer sehr frühen Unterzahl sehr gut in den Griff und konnten mit einem richtig starken Auftaktdrittel schon den Grundstein für den dritten Sieg im dritten Spiel legen. So brachte Maximilian Schorer die Hausherren nach einer eleganten Körpertäuschung mit einem platzierten Schuss in den Winkel mit 1:0 in Front (6.). Und Christian Wittmann baute die Führung mit einem Doppelpack binnen vier Minuten auf 3:0 aus. Erst staubte er in Überzahl zum 2:0 ab, ehe er dann bei doppelter Überzahl den Gästetorwart Timo Jung nach einem Lauf übers Feld am kurzen Eck zum 3:0 überlistete (13./17.). Und es kam noch besser: Erneut im Powerplay war Timo Hauck zur Stelle, der einen von Alexander Krafczyk abgeprallten Schuss zum 4:0 verwertete (18.). Mit diesem Resultat ging es auch erstmalig in die Kabinen.
Zu Beginn des zweiten Drittels wechselten die Haßfurter dann ihren Torhüter, doch der neu gekommene Martin Hildenbrand  war noch gar nicht richtig auf dem Eis, als nach 33 Sekunden die Scheibe erneut im ESC-Tor einschlug. Mit einem Man mehr setzte Robert Wittmann per Direktabnahme einen Querpass von Alexander Krafczyk zum 5:0 in die Maschen. Anschließend durften auch die Gäste erstmals jubeln, als David Franek nach 22 Minuten den bis dahin zwar wenig beschäftigten aber immer hellwachen Johannes Wiedemann im Buchloer Tor zum 5:1 überwand. Die Hawks waren nun die nächsten Minuten etwas besser im Spiel, doch es sollte nur ein ganz kurzes Aufbäumen werden. Denn das 6:1 durch einen verdeckten Blueliner von Benedikt Bauer ließ bei den Gästen nun förmlich alle Dämme brechen (28.). Die Piraten spielten sich danach nämlich in einen wahren Rausch und machten das Ergebnis bis zur zweiten Pause sogar zweistellig. Marc Barchmann mit dem fünften Überzahltreffer an diesem Abend (32.), Maximilian Schorers zweiter Torerfolg (33.) und Alexander Krafczyks wuchtiger Flachschuss (34.) schraubten gegen nun ziemlich aufsteckende Unterfranken den Spielstand im Minutentakt auf 9:1 in die Höhe. Daran änderte auch eine zwischenzeitliche Auszeit der Gäste nichts. Auch nachdem Michael Breyer kurz vor der Pause zum 9:2 traf (39.) hatten die Buchloer noch nicht genug. So war Marc Barchmann selbst nach einem Foul nicht zu stoppen und netzte im Fallen zum zehnten Mal ein (40.). Dass wenige Augenblicke später Jan Trübeneckr noch vor dem letzten Seitenwechsel das 10:3 gelang hatte schon hier kaum mehr Gewicht.
Das Duell war schließlich schon längst entschieden und dementsprechend ruhiger ging es dann auch im Schlussabschnitt zu, wo nun wieder Timo Jung ins Haßfurter Tor zurückkehrte. Buchloe schaltet einen Gang zurück und versuchte vor allem hinten weiter gut zu stehen, was auch in den abschließenden 20 Minuten gegen den bislang so torhungrigen Sturm der Gäste gelang. Beinahe wäre Kapitän David Strodel noch der elfte Treffer gelungen, als er von der Mittellinie in die Maschen traf, doch da noch ein Buchloer Spieler im Angriffsdrittel war, zählte der Treffer wegen Abseits wohl zurecht nicht. Am Ende änderte das aber am klaren und hochverdienten Sieg der Buchloer nichts mehr, die nach dem dritten Sieg im dritten Spiel gemeinsam mit dem EV Moosburg mit immer noch weißer Weste an der Tabellenspitze stehen.
  
    
ESC Kempten
Mehr geht nicht - Fast 1000 Zuschauer sehen bei der 6:5 Niederlage der Sharks in Ulm alles was das Eishockeyherz begehrt
(BLL)  11 Tore, Hohes Tempo auf Bayernliganiveau, packende Zweikämpfe, persönliche Scharmützel auf dem Eis, bis hin zu zwei Trainern die sich auf der Pressekonferenz verbal duellieren. Zu einem echten Topspiel hat am Freitagabend in Ulm wirklich gar nichts gefehlt und kein Einziger  der 927 Zuschauer brauchte sein Kommen zu bereuen.
Nach dem perfekten Start mit einem sechs Punkte Wochenende wollten die Sharks im Spitzenspiel beim Vorrundensieger aus der Donaustadt unbedingt weitere Punkte sammeln. Zudem war noch die Revanche von der Vorrundenniederlage offen. Erstmals mit an Bord war der Neuzugang Kristaps Millers in der Verteidigung.
Doch alle Vorhaben waren mit dem ersten Bully wohl verflogen, Ulm kam mit extremem Tempo aus der Kabine und spielte die Sharks von Beginn an schwindelig. Schon nach 2 Minuten standen 2 Tore für die Devils auf der Anzeigetafel. Kempten konnte sich nicht wirklich aus dem Würgegriff befreien. Und auch das 2:1 durch ein Solo von Markus Vaitl in Überzahl war kein Weckruf, nur 14 Sekunden später klingelte es erneut im Gehäuse von Danny Schubert. Und die Gastgeber weiter mit Vollgas agierend legten gleich das 4:1 nach. Eugen Scheffer traf dann mit einem Nachschuss zum zwischenzeitlichen 4:2 aber das interessierte Ulm gar nicht. Zwei weitere Treffer, einer davon sogar in Unterzahl nahmen den Sharks eigentlich jetzt schon  die Hoffnung auf einen Sieg, bei 6:2 zur ersten Pause. Zum zweiten drittel übernahm Fabian Schütze den Platz im Tor von Danny Schubert, der in den ersten 20 Minuten von seinen Vorderleuten mehr als nur einmal im Stich gelassen wurde.Dies und wohl auch die Ansprache in der Kabine zeigten Wirkung, es stand plötzlich eine ganz andere Kemptener Mannschaft auf dem Eis. Die Laufbereitschaft war zurück, Zweikämpfe wurden angenommen und gewonnen, Ulm bekam keine Räume mehr und man machte selbst das Spiel. Markus Vaitl startete die Aufholjagd mit dem 6:3, das er mit einem Konter in Unterzahl, durch Neuzugang Millers bedient, erzielte. Und der quirlige Stürmer markierte auch das 6:4 in der 34. Minute. Ein Kracher von der linken Seite unter die Latte, der erst nach Diskussionen der Schiedsrichter gegeben wurde da der Puck von der Stange im Tor sofort wieder heraussprang. Kempten gab immer mehr Gas und lies Ulm gar nicht mehr ins Spiel kommen. Es war nach dem zweiten Drittel zu spüren das trotz der frühen und hohen Ulmer Führung das Spiel noch lange nicht entschieden war. Im letzten Abschnitt gaben die Sharks weiter kräftig Gas während Ulm sich nur noch mit Kontern zu befreien wusste die aber spätestens bei Schütze endeten.
Als der Ulmer Peter Ceslik 9 Minuten vor Spielende nach einem Check gegen den Kopf von Adrian Kastel-Dahl mit einer 5min. + Spieldauerstrafe vorzeitig zum Duschen musste war die große Chance für Kempten gekommen. Und wieder war es Markus Vaitl der mit seinem vierten Treffer das 6:5 erzielte. Volle Kraft voraus, so lautete für die Schlussphase das  Motto, aber die Scheibe wollte nicht an Maximilian Güßbacher im Tor der Devils vorbei. Auch das Herausnahmen des Keepers in der letzten Minute half nicht mehr so das es beim knappen Sieg der Ulmer blieb.
Kempten scheiterte letztendlich an einem altbekannten Problem, nicht von Beginn an konzentriert da zu sein. Ulm nützte dies gnadenlos und konsequent aus. Mit der Leistung aus Drittel 2 & 3 wären eindeutig die Allgäuer als Sieger vom Eis gegangen. Dies gilt es für das Derby gegen Buchloe am Sonntag mitzunehmen und wird auch in den nächsten Tagen die Hauptaufgabe des Trainers sein, seinen Spielern deutlich zu vermitteln das gegen die starken Gegner in der Aufstiegsrunde 60 Minuten Einsatz ein Muss sind.
  
    
Regionalliga Südwest
    
EC Eisbären Eppelheim
Eisbären stürzen den Tabellenführer
(RLSW)  Mit 5:4 haben die Eisbären ihr Auswärtsspiel beim bisherigen Tabellenführer gewonnen. Nach einem 3-Tore Rückstand drehen Marco Haas (2), Lukas Sawicki, Leon Rausch und Tim Brenner die Partie.
Freitag abends in Ravensburg zu spielen ist eine der schwersten Aufgaben, die man in der RL haben kann. So machte sich eine Rumpftruppe von 12 Eisbären auf, um nach einigen Staus erst 30 Minuten vor Spielbeginn in Ravensburg einzutreffen. Entsprechend kurz war die Aufwärmzeit für die Eisbären, was sich in der ersten Minute bereits rächen sollte, denn bereits nach 52 Sekunden gingen die Gastgeber in Führung. Doch aller Widrigkeiten zum Trotz, hielten die Eisbären leidenschaftlich dagegen und konnten den knappen Rückstand in die erste Pause retten.
Nach Wiederanpfiff wollte man nun aktiver agieren und den Favoriten ärgern, doch trotz einiger Konterchancen gegen die wie gewohnt offensiv agierenden Oberschwaben sollte den Eisbären kein Treffer gelingen. Stattdessen folgten die nächsten Nackenschläge mit dem 0:2 (29.) und 0:3 (36.), bei dem der EVR noch das Glück auf seiner Seite hatte.
Mit dem klaren Rückstand ging es ins Schlussdrittel, in dem aus Sicht des ECE wohl nur noch Schadensbegrenzung angesagt sein konnte, zumindest dachten sich das so wohl die Gastgeber. Denn nur 140 Sekunden nach Wiederanpfiff verkürzte Haas auf 1:3, doch Ravensburg sollte nur 106 Sekunden später die passende Antwort finden. Ein auswegloses Unterfangen für den ECE? Mit Nichten. Denn die Eisbären bäumten sich nun deutlich gegen die drohende Niederlage und es folgte ein richtiges starkes Comeback, bei dem zunächst Sawicki verkürzte (46.), Haas den Anschluss in Überzahl herstellte (47.) und Rausch (48.) den viel umjubelten Ausgleichstreffer markierte. Nur gut 2,5 Minuten benötigte der ECE, um wieder im Spiel zu sein. Doch obwohl beide Seiten nun ihre Chancen auf den vielleicht entscheidenden Treffer hatten, sollte bis zum Schlusspfiff kein weiterer Treffer mehr fallen.
Wie im Hinspiel, als der ECE einen 2-Tore-Vorsprung verspielte und mit nur einem Punkt die Heimreise antreten musste, sollte auch im dritten Vergleich der Shoot-Out den Sieger bringen. Nachdem die ersten Schützen jeweils an den Torhütern scheiterten, war es Kapitän Brenner, der mit seinem verwandelten Penalty die Hinspiel-Pleite rächte und den Eisbären einen Penalty-Sieg bescherte, mit dem angesichts der zahlreichen Ausfälle und Rückschläge wohl nur die wenigsten gerechnet hätten.
  
    
Regionalliga West
    
EG Diez-Limburg
Rockets müssen sich in Herford erst in der Verlängerung geschlagen geben
(RLW)  Es gibt solche Tage im Sport, da tut nicht Mal eine Niederlage weh. Weil die Mannschaft das Maximum aus der Situation gemacht hat. Weil sie einmal mehr Moral bewiesen hat. Sicherlich hätten die Rockets am Freitagabend nur zu gerne bei den Ice Dragons in Herford gewonnen. Dass die EG Diez-Limburg sich am Ende aber erst in der Verlängerung knapp mit 4:5 (0:1, 2:1, 2:2, 0:1) geschlagen geben musste zeigte einmal mehr: Die Jungs von Frank Petrozza haben das Eishockeyherz am rechten Fleck.
Meister der Hauptrunde sind sie schon seit knapp zwei Wochen, und trotzdem hat sich eines bei den Rockets nicht verändern: die tadellose Einstellung. Denn auch wenn man längst einen Gang hätte rausnehmen können, eilte die EGDL weiter von Sieg zu Sieg. Beim amtierenden Meister in Herford, der in Bestbesetzung auflief, erwartete die Rockets am letzten Hauptrunden-Wochenende noch einmal eine extrem schwere Aufgabe. Zumal in den eigenen Reihen Keeper Jan Guryca (wurde geschont), Kevin Lavallee, Leo Günther, Nils Krämer und Kim Mainzer nicht mit von der Partie waren.
Und doch lösten die Rockets diese Aufgabe klasse, waren von Beginn an auf Augenhöhe mit den Gastgebern. Die lagen nach dem ersten Drittel mit 1:0 in Führung – vermutlich ohne ein Tor geschossen zu haben. Die Schiedsrichterin und ihre Linesman hatten die Scheibe nach eigenen Angaben zwar nicht hinter der Linie gesehen, aber dort vermutet. Also entschied man in Minute 12 auf Führung Herford, Max Droick bekam den Scorerpunkt. Sachen gibt’s.
Die Antwort der EGDL ließ im zweiten Abschnitt nicht lange auf sich warten: Tobias Schwab traf in Unterzahl zum Ausgleich (21.), Pierre Wex brachte seine Mannschaft nur zwei Minuten später in Führung. Dem ausgeglichenen Spielverlauf entsprechend trafen aber auch die Ice Dragons: Luca Häufler (39.) sorgte für das leistungsgerechte 2:2 nach 40 Minuten.
Im letzten Abschnitt wog das Spiel noch einmal hin und her: Zunächst die erneute Führung durch RJ Reed in Überzahl (43.). Dann erst der Ausgleich von Jörn Weikamp (48.) und kurz vor Schluss in Überzahl die erneute Führung für Herford durch Luca Häufler (57.). Doch einmal mehr wollte sich die EGDL nicht einfach so geschlagen geben: Pierre Wex machte mit seinem zweiten Treffer das 4:4 (59.). Die Entscheidung musste also in der Overtime fallen, in der es Chancen auf beiden Seiten gab. Jan Linnenbrügger besorgte dann vor lautstarker Kulisse den viel umjubelten Siegtreffer für die Gastgeber (64.).
„Ich bin sehr zufrieden“, sagte Rockets-Trainer Frank Petrozza nach dem Spitzenspiel der beiden bestplatzierten Teams der Regionalliga West. „Alle Spieler haben heute sehr gut gekämpft. Natürlich passieren Fehler und natürlich fallen auch Tore. Aber was ich heute gesehen habe, macht mich absolut zufrieden. Einstellung und Moral waren erneut klasse. Wenn mir vor dem Spiel einer hier die Overtime angeboten hätte, dann hätte ich sofort unterschrieben.“ 
  
    
EHC Neuwied Bären
Safety first am Sandbach
(RLW)  Natürlich hätten sie gerne gewonnen. Das versteht sich von selbst. Aber zwei Spieltage vor dem Ende einer Hauptrunde, nach der ohnehin der Punktestand wieder auf null gedreht wird, ist einem der Gedanke an die so wichtigen Pre-Play-offs, die am 24. Januar beginnen, aus naheliegenden Gründen wichtiger als auf Teufel komm raus eine Regionalliga-Partie um die „Goldene Ananas" in Ratingen für sich zu entscheiden. Vor allem, wenn es in dieser Partie vom Stil her rustikaler zugeht, und man hier und da die Luft anhalten muss, dass alle Spieler unbeschadet das Eis verlassen. Für Leos Sulak, Trainer des EHC „Die Bären" 2016, war nach zwei Dritteln jedenfalls Vorsicht die Mutter der Porzellankiste. Er schonte seine Kontingentspieler Jeff Smith und Sam Aulie in den letzten 20 Minuten, um das Risiko von etwaigen Verletzungen zu auszuschließen. „Leider hat der Schiedsrichter es verpasst, die Spieler, vor allem Sam und Jeff, die Ratingen offenbar aus dem Spiel befördern wollte, rechtzeitig zu schützen - das haben wir dann übereinstimmend selbst getan", schilderte EHC-Manager Carsten Billigmann. Neuwied verlor am Sandbach mit 2:3, konnte das auf der Heimreise aber einigermaßen schnell abhaken. „Zum Glück haben wir keine weiteren Verletzte davongetragen. Das ist das Wichtigste des Abends", so Billigmann. Ein Spieler wird im Derby am Sonntag bei der EG Diez-Limburg trotzdem fehlen: Daniel Pering handelte sich in einer Auseinandersetzung im zweiten Drittel eine Spieldauerdisziplinarstrafe ein.
Neuwied fand im ersten Drittel nicht den Knopf, um die Maschinerie ins Rollen zu bringen. „Wir haben den Anfang verschlafen", sagte Trainer Sulak. Tim Brazda (13.) und Dennis Fischbuch (15.) brachten die Ice Aliens deshalb auch verdient in Führung. Ab dem Mittelabschnitt legten die Bären dann zu und verzeichneten ein klares Chancenplus. Jeff Smith schaffte schnell den Anschlusstreffer (23.), und im weiteren Verlauf lag der Ausgleich in der Luft. Nachdem die Brazda-Zwillinge dann etwas mit Sam Aulie und Jeff Smith angezettelt hatten, kam der EHC-Fokus kurz vom Wesentlichen ab und Marco Clemens stellte den alten Abstand wieder her (40.). Auch ohne Smith und Aulie hinterließ Neuwied im Schlussdrittel einen ordentlichen Eindruck, schaffte aber nicht mehr als das 2:3 durch Schahab Aminikia (45.).
  
    
Ratinger Ice Aliens
Ice Aliens zähmen die Bären und schließen die Heimserie mit einem 3:2 Sieg ab
(RLW)  War das Spiel am vergangenen Sonntag gegen denselben Gegner denkbar knapp ausgegangen, wollten sich die Ice Aliens am Freitagabend mit einem Sieg belohnen. Dies gelang mit einer geschlossen Mannschaftsleistung, viel Druck nach vorne und einer stabilen Defensive.
Das Spiel begann auf beiden Seiten etwas verhalten, den ersten Torschuss wagten die Gäste in der 12. Minute, der jedoch am Pfosten landete. Im Gegenzug trafen die Ice Aliens ins Netz der Bären, doch Schiedsrichter Toddam erkannte den Treffer nicht an, da der Puck zu weit mit der Hand vorgelegt worden war. Nur eine Minute später war der Torjubel dann berechtigt, Tobias hatte auf Tim Brazda aufgelegt und der knallte die Scheibe in den rechten oberen Winkel. Das zweite Tor der Ice Aliens folgte nur zwei Minuten später. Dennis Fischbuch nahm einen Rebound von Simon Migas auf, traf noch einmal den Schoner des Torwartes Schröers und der Puck hob sich über den Goalie ins Netz. Die Ratinger Mannschaft schnürte die Gäste in der Folge im eigenen Drittel ein und ließ nur wenige Konter zu. Erst zum Ende des Drittels intensivierte Neuwied seine Angriffsbemühungen, konnte den Abstand aber nicht verkürzen.
In der Pause hatte es wohl eine Ansprache vom Gästetrainer gegeben, denn die Bären begannen sehr offensiv. Jeff Smith, der vor Wochen mit fünf Treffern die Aliens fast alleine abgeschossen hatte, verkürzte in der 23. Minute auf 2:1. Dann flaute der frische Wind im Spiel des EHC Neuwied aber wieder ab. Erneut übernahmen die Gastgeber die Initiative und ließen dem Gegner wenig Raum. Am Ende des Drittels kam es zu einer Boxerei, die mit einer Reihe von Strafzeiten auf beiden Seiten prämiert wurden. Jeff Smith und Tobi Brazda waren je mit einer Disziplinarstrafe dabei. Die letzten Sekunden des Drittels spielte Ratingen in Überzahl und erhöhte durch Marco Clemens auf 3:1. Der letzte Spielabschnitt ähnelte dem bisherigen Geschehen. Die Ice Aliens gaben den Bären wenig Raum und ließen sie kaum ins eigene Drittel eindringen. Nachdem Aminikia in der 45. Minute für die Gäste doch den Anschlusstreffer erzielte, wurde es richtig spannend. Würden die Ice Aliens die hauchdünne Führung über die Zeit bringen? Was ihnen im bisherigen Saisonverlauf oft nicht geglückt war, spielten sie nun routiniert herunter. Oft setzten sie sich im gegnerischer Drittel fest und ließen dem EHC Neuwied so keine Chancen zum Ausgleich. Ein verdienter Sieg zum Abschluss der Hauptrunde im eigenen Stadion. 
  


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