Newsticker

 
 *** KURZNACHRICHTEN ***

        
      
TEV Miesbach
(BYL)  Der langjährige Oberligastürmer Christoph Fischhaber, der letztes Jahr aus der DEL2 vom EV Landshut zum oberbayerischen Traditionsverein kam, wird auch in der nächsten Saison im TEV-Trikot auflaufen. In der abgebrochenen Bayernligasaison konnte er allerdings kein Punktspiel bestreiten
  
Adler Mannheim
(DEL)  Stürmer David Wolf hat sich im ersten Play-Off-Spiel eine schwere Armverletzung zugezogen und musste Operiert werden. Dadurch ist die Saison für ihn nun vorzeitig beendet
 
Oberliga Nord
(OLN)  Die Hannover Scorpions haben sich nach drei Halbfinal-Spielen gegen die Crocodiles Hamburg durchgesetzt und stehen somit nun im Nord-Finale. Dort treffen die Mellendorfer nun auf den Herner EV, der im Halbfinale in zwei Spielen den mehrfachen Meister Tilburg ausgeschaltet hat
  
Saale Bulls Halle
(OLN)  Der deutsch-kanadische Angreifer Kyle Helms, der lange Zeit in der DEL und DEL2 aktiiv war, wird nun mit 34 Jahren seine aktive Laufbahn beenden und in seine Heimat zurückkehren
  
Hannover Indians
(OLN)  Die Indians haben ihre nächste Vertragsverlängerung bekannt gegeben: Verteidiger Maximilian pohl hat seine weitere Zusage gegeben. Der 29-Jährige kam 2013 von den Weserstars Bremen zurück in seine Heimatstadt und konnte in der letzten Saison in 40 Spielen 8 Tore und 11 Assists erzielen
  
Tilburg Trappers
(OLN)  Torhüter Ian Meierdres hat zugesagt noch eine weitere Saison dranzuhängen und hat seinen Vertrag bei seinem Heimatverein verlängert
 
Kölner Haie
(DEL)  Im Mannschaftskader der Haie wird es zur nächsten Spielzeit zu größeren Veränderungen kommen. Als erster Abgang steht offenbar Nationalstürmer Frederik Tiffels bereits fest
 
Nürnberg Ice Tigers
(DEL)  Dem Vernehmen nach steht Nachwuchs-Nationalspieler Fabrizio Pilu, der aus dem Mannheimer Nachwuchs hervorging, als Neuzugang für die Defensive bei den Franken fest
 
ESV Burgau
(BLL)  Verteidiger Marvin Mändle, der sich während der Vorbereitung zur abgebrochenen Saison verletzte und danach nicht mehr spielen konnte, ist nun wieder genesen und wird auch in der nächsten Saison wieder im Trikot der Eisbären auflaufen
  
Straubing Tigers
(DEL)  Die Straubing Tigers haben sich dem Vernehmen nach die Dienste von Nachwuchs-Nationalstürmer Yannik Valenti von den Mannheimer Adlern für die nächste DEL-Saison gesichert
  
Herforder EV
(OLN)  Nach dem Abgang von Trainer Jeffrey Job wird nun Michael Bielefeld, der zuletzt als Co-Trainer beim Süd-Oberligisten EV Füssen tätig war, als Nachfolger gehandelt
  
Rostocker EC
(OLN)  Während die Stürmer Filip Stopinski und Thomas Voronov die neuen Angebote der Piranhas abgelehnt haben, werden Torhüter Leon Meder und Verteidiger Maurice Becker keine neuen Verträge erhalten

     
   

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DEB, DEL und Powerplay 2026 – was wurde erreicht und was wurde nicht erreicht? Es gibt einige offen Fragen!

(DEL)  Was wurde erreicht? Mit dem Konzept Powerplay 2026 hat das Deutsche Eishockey insgesamt eine positive Entwicklung genommen und auch international an Ansehen gewonnen. Die Veränderungen in der Nachwuchs- und Trainerausbildung haben sich in kürzester Zeit bemerkbar gemacht. Es sind klare Konzepte entstanden, wie man den Nachwuchsspielern eine bessere Ausbildung bieten kann. Die Erfolge sind sichtbar.

Die deutsche Nationalmannschaft hat bei Olympia 2018 sensationell die Silbermedaille gewonnen, der größte Erfolg den es für das Deutsche Eishockey je gab. In den Folgejahren hat sich die Nationalmannschaft in der A-Gruppe etabliert und ist in der Weltrangliste peu a peu gestiegen. Aktuell rangiert Deutschland auf Platz sieben, vor der Schweiz und der Slowakei. Viertelfinalteilnahmen, mit Chancen auch das Halbfinale zu erreichen, sind nicht mehr nur eine Ausnahme. Der Wunsch, bei einer WM eine Medaille gewinnen zu können, wird immer realistischer.

Die U 20- und U 18-Nationalmannschaften sind nach vielen Jahren in den B-Gruppen in die A-Gruppen zurückgekehrt. Nach dem beide Teams im letzten Jahr den Klassenerhalt geschafft haben, gelang es in diesem Jahr der U 20 ins Viertelfinale einzuziehen. Eine bemerkenswerte Leistung und im Jahr 2021 ist es durchaus möglich, dies wieder erreichen zu können.

In der Gesamtheit gesehen wurden mehr junge Spieler gut ausgebildet, so dass man derzeit von viel mehr guten talentierten jungen Spielern sprechen kann. Herausragende Toptalente stechen hervor und sorgen dafür, dass auch im NHL-Draft Deutsche Spieler eine größere Rolle spielen. Zuletzt wurden zum ersten Mal überhaupt mit Tim Stützle, Lukas Reichel und John Jason Peterka drei Spieler in den ersten beiden Runden gezogen. Auch in den kommenden Jahren, vor allem im Jahrgang 2004, gibt es Spieler, denen eine ähnliche Chance zugetraut wird.

Die DEL bietet gutes schnelles Eishockey. Die läuferische Komponente nimmt Jahr für Jahr zu und auch die technischen Fertigkeiten sind immer mehr gefragt. In internationalen Vergleichen haben die Clubs in der Champions-League in den letzten Jahren gute Ergebnisse erzielt und gezeigt, dass das Deutsche Eishockey auf dem Vormarsch ist.

Auch in den Clubs nehmen immer öfters Deutsche Spieler prägende Rollen ein. Die jungen Spieler, die ihre Chance in den Clubs erhalten, zeigen, dass sie auf diesem Niveau mithalten können und bringen den Clubs eine größere Wahrnehmung in der Öffentlichkeit.

Was wurde nicht erreicht?
Nicht erreicht wurde das Ziel, den Anteil ausländischer Spieler in der DEL sukzessive zu senken. Die Anzahl an erlaubten Kontingentspielern stagniert seit Jahren bei 9+2. Die meisten Clubs sind nach wie vor nicht bereit, diese Anzahl zu senken. Dies hat dazu geführt, dass einige Deutsche Spieler in der DEL keinen Vertrag mehr bekommen haben und nun zumeist in der DEL 2 aktiv sind. Die DEL 2 hat davon durchaus profitiert und das Niveau in der 2. Liga ist in den letzten Jahren stetig gestiegen.

Im Konzept Powerplay 2026 ist vorgesehen, die Kontingentstellen sukzessive bis zum Jahr 2026 auf höchstens sechs je Club zu reduzieren. Obwohl die anderen Ziele mehr als erreicht wurden, ist aber in diesem Punkt bisher nichts passiert. Es stellt sich die Frage warum und warum der Deutsche-Eishockey-Bund nicht mehr Druck auf die Clubs ausübt, um dieses Ziel zu erreichen?

DEB-Präsident Franz Reindl übt sich in Zurückhaltung und ist auf „Schmusekurs“ mit der Liga. Der bisherige Sportdirektor Stefan Schaidnagel, der großen Anteil am Aufschwung des Deutschen Eishockeys hat und diesen Punkt auch offen ansprach, musste den Verband verlassen. Mit Christian Künast wurde zunächst ein Nachfolger präsentiert, bei dem es zumindest fraglich ist, ob er dieses Ziel nachhaltig durchsetzen kann. Dabei stellt sich die Frage, bekommt er den Rückhalt von DEB-Präsident Franz Reindl dafür?

Zumindest scheint sich auch Franz Reindl im Klaren darüber zu sein, dass es absolut notwendig ist die Kontingentstellen in der DEL auf ein angemessenes Maß(sechs!) zu reduzieren. Oder wie ist es sonst zu interpretieren, dass er in den Schweizer Medien die dortige Liga davor warnt, die Kontingentstellen zu erhöhen, um langfristige schwere negative Folgen für das Schweizer Eishockey zu verhindern?

Franz Reindl, der DEB und die DEL auf „Schmusekurs“… es stellt sich die Frage warum? Wäre es nicht zielführender das Thema Reduzierung der Kontingentstellen klar anzusprechen und die Liga aufzufordern, sich diesem Thema zu stellen?

Nimmt man die Spieler und die vde mit ins Boot, wären Verband und Spieler eine starke „Waffe“, um die Clubs der Liga zu einem Umdenken überzeugen zu können. Somit stellt sich zwangsläufig die Frage, warum setzt sich Herr Reindl und der DEB nicht mehr und in stärkerem Maße für eine Reduzierung der Kontingentstellen ein?


 Mittwoch 17.Februar 2021 www.icehockeypage.de 
 Thema:
 Bericht:
Deutsche Eishockey Liga
IHP/jr
    -  Deutsche Eishockey Liga
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