IHP Nachrichten(IHP) Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen, Spielberichte und Spielankündigungen von Samstag 15.Oktober 2016. Heute mit Informationen aus der Deutschen Eishockey Liga, Deutschen Eishockey Liga 2, Oberliga Süd und Oberliga Nord, sowie aus der Bayernliga, Landesliga Bayern und Regionalliga Südwest.
In drei Minuten Spiel verloren - Trotz Niederlage gute Leistung der Fischtown Pinguins(DEL) Die Fischtown Pinguins mussten am Freitagabend in der DEL vor 9518 Zuschauern eine 2:4-Niederlage bei den Adler Mannheim hinnehmen. Drei Gegentore innerhalb von drei Minuten zu Beginn des Mitteldrittels waren spielentscheidend.
Den Pinguins war das Selbstvertrauen anzumerken, das sie durch die Siege in Ingolstadt und Nürnberg gewonnen haben. Sie versteckten sich nicht, auch nicht nach dem 0:1-Rückstand. Mathieu Carle traf in der 8. Minute im Powerplay für Mannheim. Die Pinguins erarbeiteten sich danach einige Gelegenheiten und glichen zum 1:1 (13.) aus, als Jason Bast alleine auf Adler-Torhüter Dennis Endras zulief und den Nationaltorhüter clever umspielte.
Die Pinguins hatten einen ganz schlechten Start ins Mitteldrittel. Innerhalb von drei Minuten kassierte Torhüter Jerry Kuhn drei Gegentore und so lagen die Bremerhavener nach 25 Minuten mit 1:4 hinten. Zunächst traf Christoph Ullmann (23.), dann Chad Kolarik (25.) und in der 26. Minute Jamie Tardif. Die Pinguins brauchten lange, um sich von diesem Schock zu erholen. Erst in der 36. Minute sendeten sie ein Lebenszeichen durch das 2:4 von Cody Lampl, der im Powerplay einen Schuss von Wade Bergman ins Tor lenkte.
Zu Beginn des Schlussdrittels hatte Brock Hooton eine große Chance auf das 3:4, doch Torhüter Dennis Endras hielt. Die Adler verteidigten clever ihre Führung, verpassten allerdings, in eineinhalb Minuten doppelter Überzahl nach 48 Minuten den Sack zuzumachen. Dadurch witterten die Pinguins die Chance, doch noch einmal ranzukommen. Ein Tor gelang aber nicht mehr, so dass es beim 2:4 blieb. Am Sonntag haben die Pinguins nach vier Auswärtsspielen mal wieder ein Heimspiel. Um 14 Uhr sind die Eisbären Berlin zu Gast in der Eisarena.
Düsseldorfer EG: Nichts zu holen gegen Nürnberg(DEL) Die DEG musste am Freitag gegen die Ice Tigers aus Nürnberg eine 0:4 (0:1, 0:1, 0:2)-Niederlage hinnehmen. Als die Düsseldorfer Eislaufgemeinschaft im November 1935 gegründet wurde, war Hans Peter „Hansi“ Sültenfuß neun Jahre alt. Gut 81 Jahre später sangen 6.578 im ISS DOME einer großen Persönlichkeit der DEG-Geschichte ein Ständchen zu seinem 90. Geburtstag. Nur zu gerne hätte die DEG ihm nachträglich drei Punkte geschenkt. Doch die Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg hatten gehörig was dagegen, zeigten ein nahezu perfektes Auswärtsspiel und entführten verdient alle drei Punkte aus Düsseldorf.
Red Bulls München verlieren knapp in Iserlohn / IEC – RBM 2:1 | Michael Wolf: „Wir haben das Mitteldrittel verschlafen“(DEL) Am 9. Spieltag musste sich der EHC Red Bull München den Iserlohn Roosters vor 4.084 Zuschauern mit 1:2 (0.0|1:2|0:0) geschlagen geben. Trotz deutlich mehr Spielanteilen konnte das Team von Don Jackson die 2:0-Führung der Sauerländer nicht mehr drehen. Das einzige Tor der Münchner erzielte Konrad Abeltshauser. Mit Emil Quaas und Niklas Postel feierten zwei Jungstars von den Red Bull Hockey Juniors ihr DEL-Debüt
Spielverlauf
Der EHC Red Bull München startete schwungvoll in die Auswärtspartie am Seilersee, besonders das aggressive Forechecking bereitete den Iserlohnern von Beginn an große Probleme. Echte Torchancen waren aber auf beiden Seiten erst einmal Mangelware. In der elften Minute scheiterte Roosters-Verteidiger Ryan Button zwei Mal an David Leggio, die besten Möglichkeiten der Isarstädter hatten Michael Wolf und Richie Regehr. Beide schlossen jeweils per One-Timer ab, aber der Kapitän scheiterte am Torhüter (14.), Regehr am Außenpfosten (17.).
Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts kontrollierten die Red Bulls die Partie, treffen sollten aber die Hausherren. Erst war es Jason Jaspers in der 24. Minute, als er freistehend vor Leggio einen Rebound verwerten konnte. Nur 35 Sekunden später erhöhte Blair Jones nach tollem Pass von Brad Ross auf 2:0 (25.). Nach der kalten Dusche musste sich der Deutsche Meister kurz schütteln, um dann wieder gefährlich vor Roosters-Goalie Mathias Lange aufzutauchen. Mads Christensen probierte es in der 29. Minute, wenig später waren dann Michael Wolf (30.) und Jon Matsumoto (31.) an der Reihe. Noch wollte der Puck nicht ins Iserlohner Tor, das änderte sich dann in der 35. Minute. Powerplay für die Red Bulls und Konrad Abeltshauser fackelte nicht lange. Sein Schlagschuss von der blauen Linie landete unhaltbar im Netz zum verdienten Münchner Anschluss. .
Auch in den letzten 20 Minuten konzentrierten sich die Sauerländer auf ihr schnelles Umschaltspiel. Brad Ross scheiterte bei einen Konter an der Latte des Münchner Tores (41.). Auf der Gegenseite war dann Debütant Emil Quaas im Fokus. Der 19-Jährige probierte es mit einem gefährlichen Handgelenkschuss, konnte aber nicht zum 2:2 ausgleichen (43.). Der EHC Red Bull München drückte nun vehement auf den zweiten Treffer, aber weder Michael Wolf (53.) noch Jerome Flaake (55.) konnten mit ihren Schüssen den Ausgleich erzielen. So blieb es am Ende beim knappen 2:1 für Iserlohn.
Michael Wolf
„Wir haben im Mitteldrittel kurz geschlafen und zwei Gegentore kassiert. Wenn man im Schlussabschnitt dann zehn von 20 Minuten auf der Strafbank sitzt, wird es schwer.“
Nächstes Spiel
Am Sonntag, 16. Oktober, bestreitet der EHC Red Bull München seine nächste DEL-Partie. Dann empfangen die Red Bulls um 19.00 Uhr den ERC Ingolstadt im heimischen Olympia-Eisstadion.
Rote Teufel Bad Nauheim: 3:2-Sieg n.V. in Frankfurt - Dineen markiert Siegtreffer 18 Sekunden vor dem Schlusspfiff - "Sehr zufrieden mit Reaktion des Teams"(DEL2) Derbysieg! Mit 3:2 n.V. (1:1, 0:0, 1:1, 1:0) gewinnen die Roten Teufel vom EC Bad Nauheim das Auswärtsspiel in Frankfurt nach einem intensiven Match vor rund 6.300 Zuschauern. Die Gäste drehten einen frühen 0:1-Rückstand in eine 2:1-Führung, um dann in der Verlängerung exakt 18 Sekunden vor dem Ende eiskalt zuzuschlagen und sich den Zusatzpunkt zu sichern. "Ich bin sehr zufrieden mit der Reaktion meiner Mannschaft nach den letzten beiden Niederlagen. Alles in allem denke ich, dass der Sieg für uns in Ordnung geht", sagte EC-Coach Petri Kujala nach dem Schlusspfiff.
Die Partie begann von der ersten Sekunden an mit offenem Visier. Es gab kein Taktieren, beide Seiten suchten den Weg zum gegnerischen Tor. Die Gäste hatten zunächst ein optisches Übergewicht und kamen zu ersten Torschüssen von Daniel Ketter (3.) sowie Diego Hofland nach einem Konter (4.), zuvor hatte Frankfurts Pistilli mit einem Break die größte Möglichkeit für die Hausherren, doch der Kanadier zog rechts vorbei am Tor von Mikko Rämö. Als die Gäste mit Eugen Lanaov eine sehr fragwürdige Strafzeit hinnehmen mussten, war es erneut Matt Pistilli, der einen Querpass durch den Slot mit einem Onetimer schließlich im Netz zum 1:0 versenkte. Die Roten Teufel schienen durch diesen Gegentreffer in ihrem Vorwärtsdrang ein wenig zurückgeworfen, so dass sie sich zunächst auf die Defensive konzentrierten. Frankfurt gelang somit nur wenig, so dass kein Nachlegen auf ein zweites Tor in Sicht war. Die Wetterauer kamen ab Mitte des Drittels dann nochmal stark im Spiel nach vorne auf: zunächst verpasste Nicklas Mannes am langen Pfosten eine Vorlage von Juuso Rajala nur knapp (11.), in Überzahl zwang Diego Hofland den Löwen-Goalie aus dem Slot heraus zu einer Glanztat mit dem Schoner (15.). Noch in derselben Überzahlszene war es schließlich Harry Lange, der mit einem Rebound im doppelten Nachsetzen zum verdienten Ausgleich erfolgreich war, so dass es mit einem 1:1 nach einem intensiven und mit vielen Zweikämpfen versehenen ersten Abschnitt in die Pause ging.
Die Gäste kamen mit viel Elan zurück aus der Kabine: Dineen, Frosch ( beide 21.), Gerstung (23.) sowie Hofland (24.) prüften Brett Jaeger, der seinen Kasten jedoch sauber halten konnte. Die Hausherren hatten lediglich durch den auffälligen Pistilli in der 26. Minute im Powerplay eine aussichtsreiche Chance, doch beim Schuss des Kanadiers zerbrach dessen Schläger, so dass Mikko Rämö womöglich geschlagen gewesen wäre. In der Folgezeit neutralisierten sich beide Teams mehr oder minder. Es blieb ob des Ergebnisses spannend, große Torszenen sollten erst gegen Ende des Abschnittes nochmal für Action sorgen. Zunächst prüfte Frankfurts Eddy Rinke Bad Nauheims Goalie aus spitzem Winkel (33.), dann war es Jonas Gerstung, der in der 35. Minute trocken abzog, aber in Jaeger seinen Meister fand. Es blieb auch nach 40 Minuten somit beim 1:1, das unter dem Strich bis dahin in Ordnung ging, auch wenn die Roten Teufel doppelt soviele Torschüsse (18:9) in diesem Mittelabschnitt zu verzeichnen hatten.
Im letzten Abschnitt war es ein Kampf auf Biegen und Brechen. Beide Seiten wollten unbedingt den Sieg, so dass es Chancen hüben wie drüben zu verzeichnen gab. Im Blickpunkt waren somit die Goalies, so dass Rämö gegen Jarrett (42.) und Jaeger gegen Aab (43.) die größten Möglichkeiten wegfischen mussten. In Front gingen jedoch die Gäste, die in der 45. Minute nach einem tollen Spielzug mit viel Zug zum Tor durch Radek Krestan und einem Onetimer erfolgreich waren. Die Freude währte jedoch nicht lange, denn nur 52 Sekunden später nutzte Dronia nach einem Fehler der EC-Defensive im Eins-auf-Eins-Spiel die Situation mit einem satten Schuss zum 2:2. Die Löwen witterten Morgenluft und erhöhten nochmal den Druck, auch ein Powerplay brachte ihnen kurz vor Schluss einen Vorteil, mehr als ein Außennetzschuss von Pistilli sprang dabei aber nicht heraus.
Es ging somit in die Verlängerung, in der die Löwen auch aufgrund einer Überzahl zunächst den Ton angaben. Die Hausherren wollten anschließend aber womöglich zuviel, was die eiskalt agierenden Kurstädter in der 65. Minute (18 Sekunden vor dem Ende) mit einem perfekt gespielten Konter über Juuso Rajala nutzten, der Nick Dineen mustergültig bei dessen 3:2-Siegtreffer mit einem Onetimer unter die Latte bediente.
Somit fahren die Roten Teufel zwei nicht unvediente Punkte am Freitag des Derby-Wochenendes ein, am Sonntag erwarten Petri Kujala und seine Mannen nun die Kassel Huskies, die heute zuhause mit 2:3 gegen den SC Riessersee unterlagen und sicherlich Punkte aus dem Match mitnehmen wollen. Spannung pur ist somit garantiert.
Eispiraten Crimmitschau bleiben in Dresden ohne Punkte - Westsachsen verlieren Sachsenderby mit 4:1(DEL2) Die Eispiraten Crimmitschau treten ihre Heimreise aus Dresden ohne Punkte im Gepäck an. Gegen die Dresdner Eislöwen unterlagen die Westsachsen mit 4:1. Die Mannen von Trainer Chris Lee konnten mit dem Team aus der sächsischen Landeshauptstadt zwar bis zum Schluss mithalten, verloren jedoch zu viele wichtige Zweikämpfe und verpassten es zahlreiche Möglichkeiten in Tore umzumünzen. Patrick Pohl blieb mit seinem Powerplaytreffer in der 8. Spielminute der einzige Torschütze auf Seiten der Crimmitschauer.
Die Hausherren aus Dresden starteten besser in die Begegnung und sorgten mit einigen Offensivaktionen in den Anfangsminuten für viel Gefahr vor dem Tor von Ryan Nie. Der kanadische Schlussmann war dann nach drei Spielminuten machtlos, als Brendan Cook einen guten Spielzug der Eislöwen zum 1:0 verwertete. Das Gegentor wirkte scheinbar wie ein Weckruf für die Eispiraten, die nur kurze Zeit später zum 1:1 ausgleichen konnten. Patrick Pohl nutzte seine Gelegenheit im Powerplay und beförderte den Puck ins Netz. Die Eispiraten erspielten sich in Folge ein Chancenübergewicht, welches trotz zahlreicher guter Chancen wie durch Jason Pinizzotto nicht konsequent genug ausgenutzt wurde.
Den besseren Start ins Mitteldrittel erwischten dann die die Eispiraten. Doch erneut musste Trainer Chris Lee das Nichtnutzen bester Gelegenheiten ankreiden, nachdem sowohl Mark Lee als auch Jason Pinizzotto ohne Scheibenglück blieben. Die Dresdner Eislöwen wurden dann erst im Überzahlspiel gefährlich. Mirko Sacher konnte seine Mannschaft nach 27 Minuten durch einen Powerplay-Treffer erneut in Führung schießen. Die Westsachsen leisteten im weiteren Drittelverlauf zu viele Fehler und ließen die Hausherren wieder besser ins Spiel kommen, die trotz hochkarätigen Chancen immer wieder an Ryan Nie scheiterten.
Toni Kallela eröffnete den Schlussabschnitt zunächst mit einem ersten Warnschuss auf das Tor von Eislöwen-Keeper Kevin Nastiuk. In Folge hatten die Crimmitschauer wie durch Ivan Ciernik oder Daniel Bucheli weitere Chancen auf einen Torerfolg, jedoch fehlte es den Eispiraten in den letzten Minuten des Schlussabschnitts um aber an der nötigen Durchschlagskraft. Dies bestraften die Gastgeber aus Dresden eiskalt und erhöhten in Person von Mirko Sacher und Mick Köhler auf 4:1.
Dresdner Eislöwen feiern 4:1-Erfolg gegen Crimmitschau(DEL2) Die Dresdner Eislöwen haben das DEL2-Punktspiel gegen die Eispiraten Crimmitschau vor 3694 Zuschauern mit 4:1 (1:1; 1:0; 2:0) gewonnen. Dresden startete druckvoll – und wurde mit dem Führungstreffer durch Brendan Cook belohnt (4.). Nur drei Minuten später konnten jedoch auch die Gäste aus Crimmitschau jubeln. Patrick Pohl brachte den Puck in Überzahl zum Ausgleich im Tor unter (7.). Im zweiten Spielabschnitt nutzte Mirko Sacher eine Powerplay-Situation, um die Eislöwen wieder in Führung zu bringen (27.). Zwei weitere Treffer durch Sacher (49.) und Mick Köhler (52.) festigten den Dresdner Erfolg.
Eislöwen-Cheftrainer Bill Stewart: „Wir haben ein sehr intensives Spiel mit vielen Emotionen gesehen. Das Einzige, was uns in den letzten Spielen gefehlt hat, war das Momentum. Heute waren unsere besten Spieler auch tatsächlich unsere besten Spieler. Der nächste Schritt ist jetzt, Kontinuität in unser Spiel zu bringen. Die Erwartungen sind hoch. Besonders gefallen hat mir heute der Auftritt von Mirko Sacher. Auch Kevin Nastiuk hat ein solides Spiel gezeigt. Genau solche Typen brauchen wir. Crimmitschau hat intelligent gespielt. Im zweiten Abschnitt musste Nastiuk einige Male eingreifen. Durch diese Saves hat er das Momentum auf unsere Seite geholt. Mick Köhler hat bei seinem Debüt in Dresden mit 18 Jahren sein erstes Profitor geschossen. Solche jungen Spieler zu entwickeln und sie auf ein anderes Level zu heben, darum geht es in unserer Liga.“
Eispiraten-Coach Chris Lee: „Dafür, dass es ein Auswärtsspiel war, sind wir gut ins Derby gekommen. Es gab Chancen auf beiden Seiten. Dresden war heute in Überzahl ganz stark. Auch nach dem 2:1 waren wir noch dran. Aber wir müssen langsam verinnerlichen, dass einfache Fehler sofort bestraft werden. Wir müssen mehr Herz und Charakter ins Spiel bringen. Auch wenn man mit einem Tor hinten liegt, ist das Spiel noch nicht verloren. Diese Einstellung hat uns heute gefehlt. Dresden hat sich den Sieg verdient.“
Das nächste DEL2-Punktspiel bestreiten die Dresdner Eislöwen am Sonntag, 16. Oktober um 18.30 Uhr in Bayreuth. Die Partie wird geleitet von HSR Steffen Klau. Die „Freiberger Auszeit“ zeigt das Spiel via SpradeTV live.
Kassel Huskies-Siegesserie reißt gegen den SC Riessersee(DEL2) Nachdem die Kassel Huskies zuletzt mit ihrem zweiten Drei-Punkte-Wochende den zweiten Platz in der Tabelle erobert hatten, empfingen sie mit dem SC Riessersee den Tabellen fünften zum Spitzenspiel in der heimischen Eissporthalle.
Es war von der ersten Minute an ein hart umkämpftes Spiel, in dem sich die Garmischer die
klareren Torchancen erspielten, Markus Keller im Tor der Schlittenhunde jedoch hell wach war und
seinen Kasten sauber hielt. Es dauerte bis zur 10. Spielminute, ehe die Huskies sich ihre erste
richtige Tormöglichkeit erspielten. Toni Ritter bediente Manuel Klinge, der jedoch an SCR-Torhüter
Sharipov scheiterte.
Kurze Zeit später eroberte Matthias Müller von der Strafbank kommend die Scheibe und stürmte
allein auf das Tor der Bayern zu, doch auch er konnte den Puck nicht im Gehäuse unterbringen. In
der 13. Minute waren es wieder die Huskies, die sich eine Tormöglichkeit herausspielten. Ritter
spielte den Puck auf Pimm, der nur noch die Kelle reinhielt, doch auch hier war Sharipov im kurzen
Eck zur Stelle.
In der Folge hatten die Gäste noch einige Gelegenheiten, vor allem in einer zweiminütigen
Überzahl, in der sie aus allen Lagen schossen, doch die gutaufgelegte Hintermannschaft der
Kasseler räumte alles ab, was Keller nicht festhalten konnte.
Im zweiten Spielabschnitt wurde das Spiel noch hitziger und vor allem körperbetonter. Und es
waren die Gäste aus Garmisch-Partenkirchen, die das erste Tor erzielten. In Überzahl, als Marco
Müller auf der Strafbank saß, brachte Julian seine Mannen in der 24. Spielminute in Führung.
Anschließend machten die Huskies mehr Druck. Ebenfalls in Überzahl erzielten die Hausherren
durch Alex Heinrich per Schlagschuss den 1:1-Ausgleich.
Mit einer starken Abwehrleistung und einem gut aufgelegten Markus Keller im Tor überstanden die
Huskies eine fast zwei Minuten andauernde doppelte Unterzahl. In der 30. Spielminute hatte
Matthias Müller seine zweite Chance des Abends. Gerade als er von der Strafbank zurückkehrte,
bekam er die Scheibe auf den Schläger, stürmte erneut alleine auf das Gästetor, verfehlte per Rückhand das Gehäuse aber knapp.
Im letzten Drittel waren es die Huskies, die als erstes zählbares auf die Anzeigetafel brachten. Phillip Schlager erkämpfte sich in der 42. Minute hinter dem gegnerischen Gehäuse den Puck und brachte ihn vor das Tor, wo Manuel Klinge die Kelle reinhielt und die Heimmannschaft mit 2:1 in Führung brachte. Die Reaktion der Bayern auf den Gegentreffer ließ aber nicht lange auf sich warten. In der 44. Minute ließ Campbell noch eine Großchance liegen, eine Minute später traf Andreas Driendl dann nach einer Einzelaktion zum 2:2-Ausgleich.
Die Gäste drückten anschließend weiter. Als Husky Boiarchinov auf der Strafbank saß, brachte Louke Oakley die Gäste in der 47. Spielminute mit 3:2 in Front.
Die Huskies bissen sich anschließend bis zur Schlusssirene die Zähne an der stabilen Hintermannschaft der Gäste aus. Die beste Ausgleichschance hatte Manuel Klinge zehn Minuten vor Schluss, allerdings scheiterte erst zunächst mit der Rückhand am starken Sharipov und setzte dann seinen eigenen Rebound übers Tor. So endete die fünf Spiele andauernde Siegesserie der Kassel Huskies am heutigen Abend.
Niederlage in den Schlussminuten - Trotz drei Toren in Folge verliert ESV Kaufbeuren 3:4 gegen die Falken(DEL2) Am neunten Spieltag gastierten die Heilbronner Falken vor 1.703 Zuschauern in der altehrwürdigen Sparkassen Arena. Die Käthchenstädter sollten die Partie durch ein spätes Tor letztlich mit 3:4 für sich entscheiden. Zum ersten Mal stand Neuzugang Jeffrey Szwez für Kaufbeuren auf dem Eis. Trainer Andreas Brockmann, der auf Max Schmidle und Daniel Oppolzer verzichten musste, konnte auf Christoph Kiefersauer und Marco Eisenhut zurückgreifen. Letzterer vertrat den beruflich verhinderten Stefan Vajs im Tor des ESVK.
Die Begegnung war im ersten Drittel ausgeglichen, doch hatten die Gäste aus Heilbronn die leicht besseren Möglichkeiten. Zuerst scheiterte Liga-Topscorer Rylan Schwartz noch an Eisenhut, doch in der sechsten Minute war er Vorlagengeber für Cam Reid, der mit der Rückhand einnetzte. Die Hausherren kamen auch zu ihren Szenen, speziell als sie in der neunten Minute wegen angezeigter Strafe mit einem Mann mehr agierten, fehlte nach mehrmaligen Passstafetten nur der Abschluss. Vielleicht die beste Chance für den ESV hatte Simon Olsson, doch der quirlige Schwede wurde bei seinem Wrap-Around unsanft vom hohen Stock seines Landsmanns Stefan Ridderwall gestoppt. Die Falken versuchten dagegen immer wieder einen Mann im Slot zu finden, doch Eisenhut ließ mehrmals nichts anbrennen. So ging es mit einem 0:1 in die erste Pause.
Der zweite Abschnitt begann beinahe mit einem Kabinettstückchen, doch Olsson traf den unverwertbaren Puck in der Luft nur leicht, so dass er ihn nicht in Richtung eines weit offenen Tores brachte. Sein Reihenkollege Branden Gracel hatte dann die riesige Chance auf den Ausgleich, doch obwohl er im Slot allein gelassen wurde, verfehlte er das Tor. Dies sollte sich im Gegenzug rächen, als eine Zwei auf Eins Situation von Matthias Forster ins lange Eck zum 0:2 verwertete wurde. Die Buronstädter schienen nun wachgerüttelt, denn sie legten sofort einen höheren Gang ein. Verpasste man direkt nach dem Gästetor noch einen Abpraller, so machte es Simon Schütz nach einem Bully vor Ridderwall besser. Er spielte seinen Gegenspieler aus und zog vom Bullykreis ab. So war der Abstand 39 Sekunden später schon wieder hergestellt. Die Qualität der rot-gelben Angriffe steigerte sich immer mehr. So führte ein leichter, aber verdeckter, Handgelenkschuss von Matthias Bergmann in der 36 Minute schließlich zum Ausgleich. Dies sollte es aber für den ESVK noch nicht sein, denn nach einem Schuss Karevaaras, den Ridderwall nicht sicherte, setzte sich Fröhlich beim Nachschuss gegen die Heilbronner Verteidiger durch. Innerhalb von nur acht Minuten drehten also Brockmanns Mannen das Spiel. Mit dem 3:2 ging es letztlich auch in die Pause. Einziger Wehrmutstropfen für den ESVK war der Ausfall von Florian Thomas, der während des zweiten Drittels nicht mehr aufs Eis zurückkam, nachdem er einen Schuss auf den Schlittschuh abbekommen hatte. Gegen Spielende war Thomas bereits zum Röntgen im Krankenhaus.
Die letzten zwanzig Minuten begannen für die Falken nach Maß. Ein Querpass in den Slot von Kyle Helms auf Kevin Lavallee führte zum Ausgleich. Somit war das Spiel wieder völlig offen. Beide Teams erspielten sich in der Folge einige Chancen und es entwickelte sich ein wahres Hin und Her, welches durch zahlreiche Stockfehler in der neutralen Zone begünstigt war. Die beste Chance für den ESV hatte dabei in der 56. Minute Karevaara, der sich an mehreren Falken vorbeispielte und mit seinem Schuss an Ridderwall scheiterte. Auch Olsson hatte im Slot nach einem Pass von Gracel noch die Möglichkeit, doch besser machte es dann auf der Gegenseite Forster. Dieser ging im Gegenzug weitestgehend ohne die nötige Gegenwehr durch die heimische Defensive und schoss Eisenhut zum 4:3 durch die Schoner. Eine Auszeit und ein Herausnehmen des Torwarts sollte für den ESV zu keinem Happy End mehr führen. So musste man sich letztlich unnötig gegen die Falken aus Heilbronn geschlagen geben.
Gästetrainer Fabian Dahlem sprach von einer guten Antwort seines Teams im letzten Drittel, obwohl auch die Falken den Ausfall Reids verkraften mussten. Andreas Brockmann sah einen guten und druckvollen Mittelabschnitt. Im letzten Drittel habe man das Spielen dann jedoch völlig aufgehört.
Ravensburg Towerstars gegen Lausitzer Füchse(DEL2) Nach einem hart umkämpften und bis zur Schlussminute spannenden Spiel behielten die Ravensburg Towerstars letztlich die Oberhand und bezwangen den Tabellendritten Lausitzer Füchse mit 4:2.
Die Towerstars konnten abgesehen von Förderlizenz-Verteidiger Simon Sezemsky aus dem Vollen schöpfen und wollen von Beginn an viel Zug auf das gegnerische Tor zeigen. Doch die zweitbeste Defensive der Liga machte ihrem Namen Ehre und stand äußerst kompakt an der eigenen blauen Linie. Dennoch kamen die Ravensburger Cracks nach acht Minuten zur 1:0 Führung. Der strenge aber über die gesamte Spieldistanz auf beiden Seiten auf konsequenter Linie fahrende Hauptschiedsrichter Alexander Singer hatte eine Strafzeit gegen die Gäste ausgesprochen und eine geduldige Kombination erreichte letztlich Mathieu Tousignant. Der stand in dieser Situation so derartig frei, dass er quasi nur noch ins leere Tor eindrücken musste. Die Begegnung wirkte danach aber dennoch zerfahren, alleine im ersten Spieldrittel nahmen insgesamt 14 Spielminuten dem Spiel den Fluss, den Towerstars durfte man aber durchaus optische Vorteile zugestehen.
Offenbar hatten beide Teams in der Drittelpause erkannt, dass man mit der bisher gefahrenen Linie nicht entscheidend weiterkommt. Daraus resultierend versuchten die Towerstars, die neutrale Zone schneller zu überbrücken und das gegnerische Vorchecking auszuhebeln. Allerdings stellten sich die weitgereisten Gäste besser auf die Verhältnisse um, nach fünfeinhalb Minuten mussten die Towerstars prompt den 1:1 Ausgleich schlucken. Der Treffer schien nicht wirklich zwingend, aber Füchse Topstürmer Tanele Maasalo verzögerte den Schlenzer geschickt, bis Kilian Keller in Blockposition fuhr. Dadurch sah Towerstars Keeper Jonas Langmann die Scheibe sehr spät, diese fand letztlich den Weg über den linken Innenpfosten ins Ravensburger Tor, 1:1. Die Towerstars kamen durch den Ausgleich prompt ins Schwimmen, Jonas Langmann rückte mit guten Reaktionen auf der Linie mehrfach in den Brennpunkt. Nach fast exakt der Hälfte des Spiels sollte Brian Roloff aber die Lausitzer Druckphase jäh unterbrechen. Eigentlich hatten die Gäste hinter dem eigenen Tor den Puck unter Kontrolle, doch Zach O´Brien setzte den gegnerischen Verteidiger unter Druck und konnte dann den am hinteren Netzt abgeprallten Puck auf den völlig freistehenden Kollegen weiterspielen.
Dieser Treffer war in doppelter Hinsicht wichtig. Zum einen konnte die Towerstars ihre Effektivität der Chancen ausbauen, zum anderen verhalf die Führung Luft für eine besonders knifflige Situation in der 33. Spielminute. Mit Lukas Slavetinsky und Alex Dück saßen gleich zwei Ravensburger Spieler auf der Strafbank, doch die Oberschwaben rackerten und kämpften mit viel Moral und brachten diese Unterzahlsituationen über die Zeit. Mehr noch – denn nach einem etwas halbherzigen Füchse Antritt an der blauen Line konnten Mathieu Tousignant und Vincenz Mayer einen schnellen Unterzahlkonter fahren und Mayer vollendete mit einem platzierten Schlenzer in den linken Torwinkel zum 3:1. Auch wenn Weißwasser durchaus zu guten Möglichkeiten auf den Anschlusstreffer kam, die Towerstars schienen das Spiel und den Vorsprung doch im Griff zu haben.
Nicht auf der Rechnung stand da allerdings die 44. Minute, als die Oberschwaben bei einer Strafzeit gegen Kilian Keller den entscheidenden Tick zu spät kamen und Svoboda zum 3:2 Anschlusstreffer einschoss. Jetzt wechselten sich souveräne, aber auch nervöse Phasen auf beiden Seiten ab und die Partie schien auf Messers Schneide. Zwei Minuten vor Schluss nahmen die Gäste eine Auszeit, ließen danach ihren Keeper zugunsten eines sechsten Feldspielers draußen und setzten alles auf eine Karte. Doch die Defensivarbeit der Towerstars zeigte sich effektiv und als Max Brandl einen Puck aus dem Drittel drücken konnte und dabei Kollege Stephan Vogt auf halblinks bediente, war die Partie mit dem 4:2 „Empty net“ Tor entschieden.
„Auch nach den Gegentoren von Weißwasser habe ich auf der Bank keine Panik gespürt und die Jungs haben weitergekämpft“, sagte Towerstars Coach Daniel Naud nach dem Spiel zufrieden. „Egal wer auf dem Eis war, jeder hat für den anderen gekämpft und die Jungs wollten dieses Spiel definitiv gewinnen“, ergänzte der Coach.
Cleverer EVR lässt Deggendorfer SC im Ostbayernderby abblitzen(OLS) Schade! Es hat nicht sollen sein. Der Deggendorfer SC verliert am
Freitag Abend das Ostbayernderby gegen den EV Regensburg mit 3:5 und
geht damit das erste Mal in dieser Saison punktlos aus einer Partie.
Das Spiel begann alles andere als gut aus Sicht der Hausherren.
Bereits nach nicht einmal zwei gespielten Minuten lief man in einen
Konter der Gäste, die diesen in Person von Peter Flache eiskalt zur
frühen 0:1 Führung nutzten. Doch die Deggendorfer zeigten sich
unbeeindruckt und versuchten prompt den Ausgleich zu erzielen. In der
achten Spielminute wurden die Deggendorfer dann auch für ihre
Bemühungen belohnt. Im Powerplay zog Andreas Gawlik von der blauen
Linie ab und Dimitrij Litesov fälschte unhaltbar vor Gästekeeper Cody
Brenner zum umjubelten Ausgleich ab. Knapp fünf Minuten später kam es
dann aber knüppeldick für die Hausherren. Erneut schlossen die
Regensburger einen Konter blitzschnell ab und konnten durch Brandon
Wong erneut in Führung gehen. Nur wenige Sekunden davor räumte Travis
Martell den mit gestürmten Vitali Stähle ab und damit kassierten die
Deggendorfer nicht nur das Tor zum 1:2, sondern auch eine
Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Martell. Die darauffolgende
fünfminütige Überzahlsituation überstand der DSC allerdings schadlos,
sodass es mit diesem Ergebnis auch in die erste Pause ging.
Im zweiten Abschnitt neutralisierten sich beide Teams zunächst
weitestgehend. Große Chancen blieben zu Beginn noch aus, sodass es bis
zur 28. Spielminute dauerte, bis wieder etwas Nennenswertes passierte.
Routinier Billy Trew setzte im Powerplay zum Solo an und erhöhte auf
1:3 für seine Farben. In dieser Phase des Spiels häuften sich die
individuellen Fehler auf Seiten der Deggendorfer. Einen dieser Fehler
nutzte die Irwin-Truppe dann auch aus. Der DSC kann die Scheibe nicht
aus dem Verteidigungsdrittel klären und Peter Flache war es dann am
Ende, der mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend das 1:4 erzielte.
Daraufhin hatte DSC-Trainer John Sicinski genug gesehen und nahm eine
Auszeit. Diese zeigte dann auch gleich Wirkung. Knapp zwei Minuten vor
Ende des zweiten Abschnitts schlugen die Deggendorfer zurück. Curtis
Leinweber bediente mustergültig Robin Deuschl, der mit seinem ersten
Treffer im DSC-Trikot auf 2:4 verkürzte. Nun keimte wieder Hoffnung
auf im Lager der Deggendorfer, die allerdings prompt wieder zerstört
wurde. Praktisch im Gegenzug erhöhten die Regensburger erneut durch
Wong auf 2:5 und damit zum Pausenstand nach zwei gespielten Dritteln.
Im Schlussabschnitt verteidigen die Regensburger dann geschickt,
sodass für die Hausherren nicht mehr als zum Anschlusstreffer durch
Alexander Janzen in der 54. Spielminute kamen.
Beide Trainer waren sich nach dem Spiel auf der Pressekonferenz einig,
dass die Deggendorfer zwar das Spiel gemacht haben, die Regensburger
allerdings clever verteidigten und die Fehler des DSC eiskalt
ausnutzten.
Weiter geht es für den DSC am Sonntag. Dann trifft man auswärts auf
die Tölzer Löwen. Spielbeginn ist um 19 Uhr.
EV Lindau Islanders gegen den „großen Unbekannten“ (OLS) Am Sonntag (17:30 Uhr) gastiert der große Unbekannte bei den EV Lindau Islanders: Der EHV Schönheide 09 ist das einzige Team der Oberliga Süd, das nicht aus Bayern stammt, sich gegen die weiß-blaue Konkurrenz aber achtbar schlägt.
485 Kilometer trennen Schönheide, das im westlichen Sachsen, im Erzgebirge liegt und Lindau. Es ist die weiteste Reise, die man in der Oberliga Süd zurückzulegen hat. Rein sportlich ist der Traditionsverein, der vor kurzem seinen 80. Geburtstag gefeiert hat, einer der Gegner, die allgemein auf Augenhöhe mit den Aufsteigern erwartet werden. Kein Wunder: Schönheide, das in der vergangenen Saison, nach der Umstrukturierung der Oberligen Nord, West und Ost wegen der kürzeren Distanzen aus dem Osten in den Süden umzog, beendete die Saison auf dem elften und letzten Tabellenplatz. „Dennoch wurde der EHV nie abgeschossen und hat sogar ein paar Überraschungen geschafft“, berichtet EVL-Präsident Marc Hindelang. „Wenn man bedenkt, dass Schönheide nur 5000 Einwohner hat, ist beachtlich, was dort geschieht.“ Unter anderem wurde in die Strukturen investiert. Seit dieser Saison gibt es im Eisstadion eine Bande mit Plexiglasumrandung. So gesehen reisen die Erzgebirgler in die Vergangenheit, denn einen „Zaun“ wie in Lindau hinter dem Tor hatte der Ex-Klub von Martin Sekera (spielte 2011/12 dort), bis letztes Jahr.
Nicht nur das hat sich verändert, auch die Spielweise des EHV soll anders sein, als im letzten Jahr. Kein Wunder, wurden doch gleich zwölf Mann ausgetauscht. „Meine Informanten sagen, dass sie nicht mehr nur defensiv spielen, sondern beachtliche Offensiv- Qualitäten haben“, sagt EVL- Trainer Dustin Whitecotton. Dies bekam zuletzt Meister Regensburg zu spüren, dem die Sachsen in dessen Arena gleich sechs Stück einschenkten und ihn mit 6:2 auseinandernahmen. Vorsicht ist also vor allem vor den schnellen Schönheider Kontern gewarnt. Als besonders torgefährlich erwiesen sich hier die beiden Tschechischen Kontingentspieler Milan Kostourek (3 Tore) und Thomas Vrba (2). Topscorer ist Marco Pronath mit zwei Toren und vier Assists.
Trainer Victor Proskuryakov, den man am Bodensee noch aus seiner Zeit aus den Landesliga- Aufstiegsspielen gegen Weiden kennt, gilt als Taktik- Fuchs, der sein Team gut auf den Gegner einstellt. Da gleiches aber auch Dustin Whitecotton für sich in Anspruch nehmen darf, der hart recherchieren musste, um etwas über den Gegner herauszufinden, wird es wohl ein Spiel werden, in dem die Lindauer Geduld haben müssen. Vor allem wird wichtig sein, den Sachsen nicht ins offene Messer zu laufen, und Fehler im Aufbauspiel zu vermeiden. Die Lindauer Fans wird sicherlich eine enge Partie erwarten, in der möglicherweise Über- und Unterzahl die entscheidende Rolle spielen werden. Ausgang unbekannt….
Islanders im Pech - EVL Duell geht an Landshut
Lange Zeit stark aufgespielt und erneut geführt – am Ende aber doch knapp verloren. Die EV Lindau Islanders schlitterten beim 1:3 (0:0, 1:0, 0:3) beim haushohen Favoriten EV Landshut nur knapp am ersten Punktgewinn ihrer Oberliga- Geschichte vorbei.
Wenn der gegnerische Trainer bei der Pressekonferenz den eigenen Torhüter besonders heraushebt, dann sagt das vieles über die Leistung des Gegners. Gerade im zweiten Drittel nach der Lindauer Führung und in der Schlussphase, als die Islanders auf den Ausgleich drängten, verhinderte der erst 19jährige DNL- Keeper Patrick Berger Tore weitere Lindauer Treffer. „Kompliment für seine starke Leistung“, lobte Landshuts Coach Bernie Englbrecht seinen Torhüter.
„Wenn wir nur eine dieser Chancen nutzen, nehmen wir hier etwas Zählbares mit“, sagte EVL- Präsident Marc Hindelang, der kämpferisch einen leidenschaftlichen Einsatz der Islanders sah, „aber halt auch ein paar Defizite wie mangelnde Chancenverwertung und einen individuellen Fehler, die uns das Spiel gegen einen nie aufgebenden Gegner gekostet haben.“ Ähnlich sah es auch Trainer Dustin Whitecotton. „Wir haben zweieinhalb Drittel gut gespielt, am Ende wollte Landshut den Sieg vielleicht etwas mehr als wir.“
Denn der Druck unter dem der Traditionsverein nach dem verpatzen Saisonstart stand, war groß. Das merkte man in der Anfangsphase, als die Nervosität vor 1572 Zuschauern spürbar war. Zwar fanden die ersten zehn Minuten mehr oder weniger im Lindauer Drittel statt, aber bis auf eine Möglichkeit von Sean McGovern, die Sertl gekonnt vereitelte, kamen die Gastgeber kaum zum Abschluss. In einer auf beiden Seiten von Vorsicht und Fehlervermeidung geprägten Partie befreiten sich die Islanders anschließend und kamen ihrerseits zu offensiven Akzenten. So hätten Marco Miller nach einem zwei gegen eins- Konter nach 12 Minuten die Führung erzielen können und Michal Mlynek dies zwei Minuten später nach Superpass von Lubos Sekula eigentlich müssen, als er die Scheibe am leeren Tor vorbeischob. Auf der anderen Seite ließen die Lindauer noch einen gefährlichen Konter zu, bei dem aber McGovern erneut an Sertl scheiterte.
Nachdem die Islanders im zweiten Drittel zwei Unterzahlsituationen nahezu problemlos meisterten, kamen sie immer besser ins Spiel und aus einer starken Defensive mit schnellem und klarem Passspiel häufig vor das Tor der Gastgeber. Aus einer solchen Situation resultierte auch der Führungstreffer. Martin Sekera schickte mit einem schönen Vertikalpass Michal Mlynek auf die Reise, der sich anschließend hinter dem Landshuter Tor durch setzte und mit seinem Rückpass wieder Sekera fand, der zum 0:1 einschoss (30.).
Dieses Tor schockte die Gastgeber sichtlich, die zwar Druck auf das EVL- Tor ausübten, aber Raum für schnelle Lindauer Gegenangriffe ließen. In dieser oben angesprochenen Phase versäumten es die Islanders, den zweiten Treffer zu erzielen. Zunächst scheiterten Mlynek und Adrian Kirsch nach tollen Kombinationen in kurzer Zeit zweimal an Berger (32.), dann traf Marco Miller in der 35. Minute mit einem zu präzisen Schuss nur die Latte. Landshut hatte nur noch eine Chance, als Marco Sedlar den sicheren Sertl nicht bezwingen konnte.
Danach war es, wie so oft im Sport der Klassiker: Die eine Mannschaft nutzt ihre Chancen nicht, die andere macht die Tore. Nachdem es die Islanders in der 42. Minute fertigbrachten, einen Konter mit drei gegen einen nicht zu verwerten, fiel auf der Gegenseite der Ausgleich. Unglücklich aus EVL- Sicht,
denn Korbinian Sertl hatte die Scheibe zwischen den Schonern, als er von einem Angreifer im Torraum weggedrückt wurde. Schiedsrichter Razvan Gavrilas ließ aber weiterlaufen, so dass Kyle Doyle zum 1:1 einschießen konnte (43.) Die Lindauer Proteste halfen nichts, der aus EVL- Sicht irreguläre Treffer wurde gegeben.
Davon ließen sich die Islanders aber nicht beirren und boten den Niederbayern, die nun mehr Spielanteile hatten, weiter einen großen Fight. Was fehlte, war die Durchschlagskraft im Abschluss. Sei es in Überzahl, wo die Lindauer insgesamt zu wenig Torabschlüsse produzierten oder bei einer Chance von Jeff Smith, der nach 45 Minuten an der langen Ecke vorbei zielte. Mehr Glück hatte da der EV Landshut, der nun häufiger zum Abschluss kam. Bitter, dass der Schuss von Max Forster in der 54. Minute aus spitzem Winkel den Weg zum 2:1 ins Lindauer Tor fand.
Die Antwort der Gäste folgte zwar prompt. Sie machten ihrerseits viel Druck in der Schlussphase, brachten aber die Scheibe nicht mehr im Tor unter. Zdenek Cech und Michal Mlynek verpassten zunächst nach 56 Minuten. Smith und Anderas Farny in Überzahl eine Minute später. Nachdem Berger zwei Minuten vor dem Ende auch die letzte Chance des freistehenden Andreas Farny pariert hatte, war klar: Es würde nichts mehr werden für die Islanders. Der Treffer von Christoph Fischhaber 57 Sekunden vor Ende ins leere Tor sorgte für den 3:1 Endstand in einem Spiel, in dem die Lindauer einen möglichen Punktgewinn selbst aus der Hand gaben.
Effektiver EV Regensburg gewinnt Derby in Deggendorf(OLS) In einem hart umkämpften Spitzenspiel fährt der EV Regensburg mit einem 5:3 seinen zweiten Sieg in Folge ein. Flache und Wong treffen doppelt für die Domstädter.
Über 400 EVR-Fans waren aus der Domstadt mit nach Niederbayern gereist, um ihre Farben zu unterstützen und das sollte sich am Ende des Tages auch auszahlen, doch alles der Reihe nach: Regensburg war bis auf Daniel Stiefenhofer mit Bestbesetzung angereist, Xaver Tippmann durfte erneut als Verteidiger Nummer sieben auflaufen. Der DSC musste hingegen den Ausfall von Andrew Schembri verkraften, für den Patrik Beck kurzfristig nachverpflichtet wurde.
Die 1.702 Zuschauer bescherten beiden Mannschaften einen lauten und stimmungsvollen Empfang, sodass vom ersten Bully weg ordentlich Feuer in diesem Ostbayernderby war. Den besseren Start erwischte hier der EVR, denn schon in der 2. Spielminute rissen die Gäste die Arme jubelnd nach oben. Peter Flache traf trocken aus dem Handgelenk zum 1:0 aus Regensburger Sicht. Die Hausherren waren bemüht, schnell in Form des Ausgleichs zu antworten, doch zunächst hielt die Gäste-Abwehr geschlossen dagegen. Als die erste Strafe am Freitagabend gegen den EVR ausgesprochen wurde, war es dann doch soweit. DmitrijLitesov fälschte einen Gawlik-Schuss von der blauen Linie zum 1:1 ab (8.). Somit explodierte das Deggendorfer Eisstadion zum ersten Mal stimmungstechnisch und es folgten weitere gute Chancen, die ein gut aufgelegter Brenner im Regensburger Kasten reihenweise parieren konnte. In der 14. Spielminute überschlugen sich dann die Ereignisse. Zunächst traf Brandon Wong mit einem präzisen Handgelenkschuss zum 2:1 in den Winkel und kurz danach blieb Vitali Stähle verletzt auf dem Eis liegen und musste behandelt werden. Stähle kam im ersten Abschnitt nicht mehr zurück aufs Eis und Hausherren-Verteidiger Travis Martell erhielt eine Spieldauerstrafe für einen sogenannten “Blind-Side-Hit“.
Die Gemüter hatten Zeit, sich in der ersten Drittelpause etwas zu beruhigen, doch das war schnell wieder vorbei. Weiterhin war es ein rassiges Derby, bei dem keine Scheibe hergeschenkt wurde. Die Tore ließen zunächst auf sich warten, weil auch der von John Sicinski trainierte Deggendorfer SC zu viel Chancen liegen ließ. Besser machten es dann wieder die Gäste, die in der 28. Minute in Überzahl erneut trafen. Billy Trew ließ Freund und Feind stehen und narrte am Ende auch DSC-Goalie Agricola und stellte auf 3:1. Noch besser sah es in der 34. Spielminute aus, als Tomas Gulda von der Strafbank zurück kam und sich die Scheibe erobern konnte Der Verteidiger lief den Deggendorfer Gegenspielern davon und bediente Peter Flache, der das Spielgerät nur noch zum 4:1 über die Linie drücken musste. Es war aber noch lange nicht Schluss in den zweiten zwanzig Minuten, denn der Ex-Regensburger Robin Deuschl verkürzte kurz darauf auf 4:2 (38.). Der EVR antwortete aber diesmal in Manier eines Spitzenteams und durfte sich bei Brandon Wong bedanken, der mit einer guten Einzelaktion das 5:2 erzielen konnte (39.).
War damit bereits vor dem letzten Drittel die Vorentscheidung gefallen? Viele dachten das und es sah auch auf dem Eis so aus. Die Hausherren versuchten nochmal alles, doch von Minute zu Minute spielte Regensburg die Zeit souveräner herunter. Einige Aktionen des Deggendorfer SC misslangen und der EVR fand immer eine Antwort, jedoch hatten die Gäste noch ganz andere Probleme. Lukas Heger verletzte sich ohne Fremdeinwirkung kurz vor der zweiten Sirene im Unterkörperbereich und wird wohl am Sonntag gegen Waldkraiburg nicht auflaufen können. Mehr Aufschluss werden Untersuchungen zu Beginn der Woche geben. Zählbares gab es lange nicht mehr, nur noch in der 54. Spielminute, denn dort traf Alexander Janzen aus der Distanz im Powerplay zum 5:3. Das weckte zumindest beim Hausherren-Coach noch mal Hoffnung, der kurz vor Ende seinen Torsteher Agricola zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm. Eine Auszeit war nicht mehr möglich, denn diese nutzte Sicinski schon nach dem vierten Gegentreffer für sein Team.
Am Ende blieb es beim 5:3-Sieg des EV Regensburg, der Deggendorf somit die erste Niederlage zufügen könnte. Dieser Erfolg kann am Sonntag im Heimspiel gegen den EHC Waldkraiburg vergoldet werden, wenn die Kufencracks von der Donau ab 18.00 Uhr um den ersten Heimsieg fighten. Karten gibt es online unter www.reservix.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Für alle, die das Geschehen nicht im Stadion verfolgen können, gibt es auch wieder die Option des Livestreams für 4,50 € bei www.sprade.tv.
Schönheide verliert erstes Wölfe-Derby gegen Selb(OLS) Der EHV Schönheide 09 wartet weiter auf seinen ersten Heimsieg der neuen Saison 2016/2017 in der Oberliga Süd. Trotz erneut guter kämpferischer Leistung reichte es am Freitagabend vor 651 Zuschauern, darunter gut 250 mitgereiste Gästeanhänger, im Schönheider Wolfsbau nicht, den favorisierten VER Selb zu schlagen. Am Ende gewannen die oberfränkischen Wölfe die jederzeit sehr faire und rasante Partie im Erzgebirge verdient mit 5:3 (2:1, 1:1, 2:1).
Das erste Wölfe-Derby der Saison begann zunächst mit Vorteilen für die Gäste aus Selb, welche den EHV 09 frühzeitig im eigenen Drittel störten und was zu vielen Fehlpässen im Spielaufbau bei den Hausherren führte. Die erste echte Torchance hatten dennoch die Schönheider Wölfe, doch Tomas Vrba scheiterte in der vierten Minute an Gäste-Keeper Sebastian Stefaniszin. Eine Unachtsamkeit in der EHV-Defensive brachte in der achten Spielminute aber dann doch den VER Selb in Führung, als sich Dennis Schiener gleich gegen drei Gegenspieler durchsetzen konnte und im Nachstochern zum 1:0 für die Oberfranken traf. Auch in der Folge bestimmte Selb das Geschehen auf dem Eis. In dieser Phase hielt EHV-Goalie Patrick Glatzel sein Team mit starken Paraden im Spiel und mitten in die Druckphase der Gäste hinein, starteten die Hausherren einen ihrer gefährlichen Konter und kamen durch Bruce Becker zum eher überraschenden 1:1-Ausgleich (17.). Bei diesem Zwischenstand sollte es allerdings nicht lange bleiben, denn Selb forcierte nach dem Gegentreffer noch einmal das Tempo und ging nur gut zwei Minuten später durch Achim Moosberger wieder mit 2:1 (19.) in Führung.
Im Mittelabschnitt kam der EHV 09 dann schon deutlich besser mit seinem Gegner zurecht und erspielte sich ein leichtes Übergewicht. Die Konsequenz daraus war der erneute Ausgleich zum 2:2 (24.) durch Tomas Vrba. Beide Mannschaften begegneten sich jetzt auf Augenhöhe und sowohl Selb als auch Schönheide hatten mit guten Chancen die Führung auf den Schlägern. Als sich die Zuschauer schon mit dem Unentschieden zur zweiten Drittelpause arrangiert hatten, schlugen dann doch noch die Gäste aus Oberfranken zu, welche durch Jared Mudryk in der 39. Minute erneut mit 3:2 (39.) in Front zogen.
Das Schlussdrittel wurde dann zum Geduldsspiel für beide Mannschaften und dessen Anhang. Selb empfing die auf den Ausgleich drängenden Gastgeber nun etwas defensiver und versuchte mit der knappen Führung im Rücken über Konter den entscheidenden Treffer zu setzen. Zehn Minuten waren noch auf der Uhr, als sich den erzgebirgischen Wölfen die große Chance zum Ausgleich bot, da gleich zwei Selber Akteure auf der Strafbank Platz nehmen mussten. Doch die doppelte Überzahl war nur fünf Sekunden später wieder Geschichte, als sich Tomas Vrba eine völlig unnötige Strafe einhandelte. Wie schon in den Spielen zuvor, zeigte sich auch das anschließende Powerplay des EHV 09 als zu harmlos und so kam es, wie es kommen musste. Selb wieder komplett, startete einen Konter und ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen, um durch Michael Dorr auf 4:2 (54.) zu erhöhen. Spätestens mit 5:2 (60.) durch Jared Mudryk war dann die Partie zugunsten der Gäste gelaufen. Stephan Trolda konnte zehn Sekunden vor dem Ende mit seinem Treffer zum 3:5-Endstand lediglich noch Ergebniskosmetik betreiben.
Selber „Wölfe“ entführen drei Punkte aus Schönheide(OLS) Trotz der Ausfälle der beiden Verteidiger Meier (verletzt) und Hendrikson (beruflich verhindert) lassen unsere Jungs um Kapitän Ondruschka im Erzgebirge nichts anbrennen und erbeuten im „Wölfe-Duell“ drei wichtige Zähler im Kampf um die Tabellenspitze.
Offenes Spiel im Anfangsdrittel
Unerwartet forsch spielte Schönheide zu Beginn des ersten Abschnitts auf, ein Ausrufezeichen setzte die Mannschaft aus dem Erzgebirge schon kürzlich beim deutlichen Auswärtssieg in Regensburg. Pronath und Vrba tauchten jeweils nach Fehlpässen erstmals gefährlich vor dem Tor auf, doch unser Goalie Stefaniszin war zur Stelle und entschärfte mit Bravour.
In den Folgeminuten übernahmen unsere "Wölfe" dann aber die Kontrolle über das Spiel. In der 8. Minuten war es soweit: Dennis Schiener mit einem Rückhandschuss, diesen konnte der Keeper der Sachsen noch parieren, doch im Nachschuss machte es unsere Nummer 9 besser und netzte zum verdienten Führungstreffer ein. Wie aus heiterem Himmel dann aber der 1:1 Ausgleich durch Bruce Becker. Der Ausgleich sollte aber nicht lange Bestand haben, kurz vor der Pausensirene brachte Moosberger die Hartgummischeibe im gegnerischen Netz unter - der erneute Führungstreffer aus Selber Sicht.
Der VER weiter tonangebend aber nicht konsequent genug
Die Gastgeber kamen nun etwas besser aus der Kabine, ließen den Puck laufen und setzen sich des Öfteren in unserem Drittel fest. Und so kam es wie es kommen musste: Pronath passt zu Vrba und dieser zieht trocken aus halb rechter Position ab. Der erneute Ausgleich.
Beide Teams drängten nun weiter auf den Führungstreffer für ihre Farben. Dorr, Schiener und Moosberger erspielten sich zwar gute Chancen, doch entweder war Keeper Braun zur Stelle oder die Latte rettete. Ein Leckerbissen dann kurz vor Ende des zweiten Drittels für die circa 300 mitgereisten Selber Fans: Geisberger stürmt alleine auf das Tor zu, wird vom Keeper der Gastgeber gefoult, doch Mudryk schnappt sich den Puck und erhöht zum 2:3.
Dorr und Mudryk machen Sack zu
Die Jungs unseres Trainers Henry Thom schalteten nun einen Gang höher, um die Führung auszubauen, doch auch Schönheide stemmte sich gegen die drohende Niederlage. Als Schiener und Hördler zeitgleich in der Kühlbox Platz nehmen mussten, witterten die Hausherren nochmal Morgenluft. Doch Zählbares sprang glücklicherweise nicht heraus. Besser machten es unsere Wölfe: Verteidiger Schneider erobert die Scheibe im eigenen Drittel, bedient mustergültig Stürmer Gare, der auf 4:2 erhöhen kann.
Wenige Sekunden vor der Schlusssirene markiert Mudryk mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend das 5:2. Auch der Anschlusstreffer der Erzgebirgler zehn Sekunden vor Ende ändert nichts mehr am verdienten Auswärtsdreier unserer Wölfe.
Sonthofen fährt endlich den ersten „Dreier“ ein(OLS) Mit 3:1 haben die Sonthofer Bulls am Freitagabend ihr Auswärtsspiel in Höchstadt gewonnen. Der Sieg war verdient, denn der ERC war an diesem Abend das bessere und reifere Team und konnte über 60. Minuten das Leistungsvermögen abrufen. Leider wurde der Sieg teuer erkauft, denn bei seinem ersten Einsatz in der Hauptrunde hat sich Charlie Taft schwer verletzt. Da er am Schlüsselbein operiert werden muss fällt er mindestens 8 Wochen aus. In den kommenden Tagen wird der Verein eine Entscheidung treffen müssen, wie die vakante Position neu besetzt werden wird. Der Einsatz wurde möglich, da Chris Stanley nun endlich seine Einbürgerung bekommen hat.
Das erste Drittel endete mit 0:0, dabei hatten die Bulls mehr vom Spiel. Den fälligen Penalty nach dem Foul an Taft konnte leider Stanley nicht nutzen. Aber auch Höchstadt bekam durch das gut leitende Schiedsrichtergespann einen Strafschuss zugesprochen. Diesen konnte Martin Morczinietz im Tor der Bulls erfolgreich abwehren. Im Mitteldrittel war mit dem 1:0 für Höchstadt der Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Nach einem persönlichen Fehler eines Sonthofer Abwehrspielers konnte Höchstadts Alex Kreuzer seine Mannschaft in Front bringen. Dabei hatte Sonthofens Goalie keine Abwehrchance. In der 30. Minute hatte Benjamin Kronawitter die große Chance auf den Ausgleich. Den ihm zugesprochen Penalty konnte er aber leider nicht verwerten.
Die endgültige Entscheidung musste nun im letzten Drittel fallen. Sonthofen war spielbestimmend und setzte die Gastgeber mehrmals unter Druck. Ein Scheibengewinn durch die Schwarz-Gelben im Anspielsektor leitete einen schnellen Konter ein, der Sonthofen endlich den Ausgleich bescherte. Torschütze war Fabian Voit, der mustergültig bedient wurde. Fünf Minuten vor Spielende waren dann die Bulls in Überzahl. Vladimir Kames zog von der blauen Linie ab und aus kurzer Distanz war es dann Benjamin Kronawitter, der die Scheibe unhaltbar abfälschte. Höchstadt warf nun alles nach vorn und wollte unbedingt den Ausgleich. Sonthofens Goalie Martin Morczinietz konnte sich nun mit starken Paraden auszeichnen und hielt sein Tor sauber. 24 Sekunden vor Spielende gewann dann Chris Stanley sein Anspiel im eigenen Drittel und konnte mit einem Empty Net Tor den Spielstand auf 3:1 stellen. An die gezeigte Leistung müssen die Bulls nun weiter anknüpfen, um weitere Punkte einzufahren.
(OLS) Mit 2:6 unterlagen die Löwen vom EHC Waldkraiburg am Freitagabend im Heimspiel den Blue Devils des EV Weiden. So deutlich wie das Ergebnis war die Partie jedoch bei weitem nicht. Die Gäste zeigten, was Effizienz vor dem Tor bedeutet- exakt hierbei hapert es beim Team von Trainer Rainer Zerwesz nach wie vor gewaltig.
Unter der Woche hatten die Löwen einen Trainingsgast aus Tschechien begrüßt, der den mindestens vier Wochen verletzten Jakub Marek ersetzen soll- da die Eindrücke aber alles andere als nachhaltig waren, wurde der 21-Jährige schon vorzeitig wieder nach Hause geschickt. Nach wie vor ist man auf der Suche nach einem zweiten Kontingentspieler, in den kommenden Tagen hoffen die Verantwortlichen auf positiven Nachrichten bezüglich der offenen Personalie. Gegen den EV Weiden, der mit drei Siegen in die Saison gestartet war musste man also nochmals personell dezimiert antreten.
Nach nicht einmal vier Minuten musste sich Björn Linda im Tor der Hausherren erstmals geschlagen geben. Philipp Siller, das Weidener Eigengewächs, markierte mit seinem ersten Saisontor das 1:0 für die Blue Devils (03:37). Nicht mal sieben Minuten später waren die Gäste wieder zur Stelle, erhöhten durch Martin Heinisch, der im Sommer aus Crimmitschau kam, auf 2:0 (10:12). Die Löwen mühten sich zwar und arbeiteten hart, doch immer wieder blieben sie vor dem Tor zu harmlos und ineffizient. Nach einer guten Viertelstunde stand Stanislav Hudec aber goldrichtig und drückte die Scheibe endlich zum Anschlusstreffer über die Linie (16:09).
Der zweite Abschnitt begann dann erneut verheißungsvoll und viele glaubten, nun sei der Knoten endlich geplatzt und die Industriestädter würden das Spiel drehen, als Fabian Zick früh den Ausgleich feiern durfte (20:56). Doch zu früh gefreut. Weiden blieb eiskalt und gnadenlos effizient- wie im ersten Drittel, als sie aus gefühlt zwei guten Chancen ihre zwei Tore gemacht hatten. Mit Michael Kirchberger durfte sich nach Siller das nächste Eigengewächs in die Torschützenliste eintragen und an seinem Jubel sah man, dass er im ersten Moment auch nicht wusste, was da gerade passiert war. (24:50)
Im letzten Drittel war von den Löwen eigentlich eine große Schlussoffensive geplant- eben so, wie in den letzten Partien, als man die letzten 20 Minuten immer für sich entscheiden konnte- doch es waren nur noch die Gäste, die feiern durften und am Ende einen im Ergebnis deutlich zu hohen Sieg bejubeln durften. Jussi Tapios Treffer zum 4:2 (45:59) war hierfür wohl der Knackpunkt. Zwar gaben die Löwen weiter Gas und versuchten zu verkürzen- doch als Linda vom Eis ging und statt dem Anschlusstreffer das 5:2 durch Marius Nägele (58:50) ins leere weil verwaiste Tor herauskam, war die berühmte Messe gelesen. Das Tor von Patrick Schmid 43 Sekunden vor dem Ende (59:17) war nur mehr eine Randnotiz in einem Spiel, das der EHC Waldkraiburg mit seiner eigentlich gewohnten Abschlussstärke wohl anders gestalten hätte können. Am kommenden Freitag reisen die Löwen nun zum Tabellenführer nach Deggendorf, am Sonntag, den 23.10.2016, kommt der Höchstadter EC.
Rostock Piranhas – ECC Preussen 3:5 (1:0, 2:4,0:1) (OLN) Rostock kommt mit viel Elan aus der Kabine und will gleich mal zeigen wo der Fisch seine Gräten hat. Zunächst geht die Taktik auch auf und in der 11. Spielminute muss Olafr Schmidt im Preussenkasten hinter sich greifen. Mit dieser knappen Führung geht es auch in die erste Pause.
Die Charlottenburger kommen hellwach zum Mittelabschnitt zurück und drehen zunächst das Spiel innerhalb von 5 Minuten. 1:3 steht plötzlich auf der Anzeigetafel. Rostock gibt sich noch lange nicht geschlagen und verkürzt auf 2:3 nach 12. Minuten. Rauf und runter geht der Puck und nun dürfen die Preussen wieder Jubeln. Mit dem 3. Überzahltor gehen die Gäste mit 4:2 in Führung.
15 Sekunden vor Ende des 2. Drittels verkürzen die Piranhas auf 3:4.
Über 700 Zuschauer sind gespannt was in den letzten 20 Minuten noch passiert.
Die Gastgeber kommen mit viel Wut im Bauch zurück auf das Eis und wollen unbedingt den Ausgleich. Preussen hält dagegen, die Zebras behalten den Überblick und fallen nicht auf die Schauspielkünste der Ostseestädter rein.
4 Minuten vor Schluss das fünfte Tor für die Berliner und es war wieder in Überzahl.
Das haben die Jungs von Lenny Soccio ganz abgezockt runter gespielt. Nur drei Strafen und vier Überzahltore zeugen von einer gefestigten Einheit.
Spieler des Tages ist bei Preussen Quirin Stocker, zwei Tore und keine Strafe, das kennen wir eher umgekehrt.
Sonntag kommen die Black Dragons aus Erfurt mit der Empfehlung eines Kantersieges zum Oktoberfest an die Glocke.
10:1 wurde Timmendorf rasiert.
Na da freuen wir uns doch schon mal auf packendes Eishockeyspiel zur besten Kaffeezeit in Berlin Charlottenburg.
Harzer Falken belohnen sich für einen herausragenden Kampf(OLN) Mit dem Ziel im Gepäck angereist, ähnlich wie letzten Freitag in Halle ein gutes Spiel zu absolvieren, machten sich die Harzer Falken am Freitagabend selber ein besonderes und zudem unerwartetes Geschenk. Denn nach einer großen kämpferischen Leistung stand am Ende ein 3:4 (0:0; 3:3; 0:0; 0:1)-Sieg nach Verlängerung gegen den Herner EV auf der Anzeigetafel der Gysenberghalle.
Doch zunächst schien das Spiel den erwarteten Verlauf zu nehmen, denn die ersten 10 Minuten sollten ganz den Hausherren gehören, die in regelmäßigen Abständen den Harzer Kasten überfielen, aber ebenso regelmäßig in Torwart Fritz Hessel ihren Meister fanden. Selbst drei Powerplay-Situationen wussten die Herner nicht in Zählbares umzuwandeln und so trugen sie selber dazu bei, dass die Falken immer besser und selbstbewusster ins Spiel kamen und dieses bis zum Drittelende sowohl spielerisch als auch mit einem 0:0 ausgeglichen gestalten konnten.
Das 2. Drittel durften die Harzer dann in 5:3-Überzahl beginnen, doch auch sie wussten die Gunst der Stunde nicht zu nutzen. Nun könnte man sagen, es kam wie es kommen musste, wenn man seine Chancen nicht nutzt, doch scheint in dieser Saison bislang gerade das Unterzahlspiel zu den Stärken der Herner zu zählen. Und dann haben sie natürlich mit Brad Snetsinger noch immer einen, der den Unterschied machen kann und dies auch sehr schmerzvoll, zumindest in dieser Phase, mit einem Doppelpack, jeweils auf Zuspiel seines kongenialen Partners Aaron McLeod, tat. Und als dann erst Alexander Engel und gleich anschließend Thomas Schmid mit durchaus fragwürdigen Strafen in die Kühlbox geschickt wurden, musste man das schlimmste befürchten. Doch auch bei den Falken gibt es einen, dem das Unterzahlspiel ganz besonders zu liegen scheint. Denn mit seinem dritten Unterzahltreffer in dieser Saison brachte Artjom Kostyrev die Harzer in der 12. Minute wieder heran. Ein Glücksgefühl, das jedoch nicht allzu lange anhalten sollte, denn nur 43 Sekunden später stellte Damian Schneider den alten Abstand wieder her. Was nun folgte, belegte ganz einfach die unglaubliche Moral der Harzer Falken an diesem Abend. Denn sämtliche Rückschläge schienen sie völlig unbeeindruckt wegzustecken. Und nachdem Christian Schock in der 14. Minute den Anschlusstreffer erzielen konnte, ließ Dylan Quaile die Harzer in der 16. Spielminute den längst verdienten Ausgleichtreffer bejubeln.
Und wie zu erwarten, sollte sich das Gesamtbild im Schlussdrittel nicht grundlegend ändern. Die Falken kassierten noch drei weitere Strafzeiten, Herne bestürmte den Harzer Kasten, doch dieser wurde nicht nur durch Fritz Hessel, sondern eine geschlossene Mannschaftsleistung mit ganz großem Kampf bis zum Drittelende erfolgreich verteidigt. Am Ende der regulären Spielzeit standen 48:20 Torschüsse zu Gunsten des Herner EV, aber eben auch mindestens ein Punkt auf Seiten der Harzer Falken, den es in der Verlängerung zu verdoppeln galt. Und hier zeigten die Falken, dass sie sich unbedingt für die vergangenen 60. Minuten belohnen wollten. Mit optischer Überlegung in der Overtime war es erneut Artjom Kostyrev, der nach 64 Sekunden auf Zuspiel von Robert Wittmann den vor dem Spiel nicht für möglich gehaltenen Sieg fix machte.
Und so spielte man nicht nur ein überragendes Spiel, in dem vor allem ein ganz starker Defensivverbund aller Spieler den Ausschlag gab, sondern man nahm auch noch letztendlich verdiente 2 Punkte mit nach Hause, wie auch der Herner Trainer Frank Petrozza unumwunden zugeben musste. Nun heißt es, die geschundenen Knochen in den nächsten 44 Stunden so gut wie möglich zu regenerieren, denn dann geht es mit den Hannover Scorpions gegen einen direkten Tabellennachbarn, der sein Heimspiel gegen FASS Berlin ebenfalls gewinnen konnte (5:2) und den man auch nach dem Spiel am Sonntag ganz gerne noch in der Tabelle hinter sich sehen möchte. (Hei)
Sensation an der Wedau! Crocodiles Hamburg holen 2 Punkte bei den Füchsen, 4:3 OT (1:1/2:2/0:0/1:0)(OLN) 1.310 Zuschauer in Duisburg rieben sich am Ende verwundert die Augen, denn die Crocodiles Hamburg nehmen 2 Punkte mit nach Hause. Hatten die Füchse doch im letzten Jahr noch hoch gegen eine Rumpfmannschaft der Krokodile gewinnen können, reichte es heute nicht zum erwarteten Heimsieg. Die letzten Punkte auf eigenem Eis verloren die Vollprofis von der Wedau vor über einem Jahr, am 27.09.2015 gegen Essen, als die Moskitos in der Overtime 3:2 siegen konnten.
Man kann den Mannen von Coach Bartkevics nur ein riesiges Kompliment machen, zwei Drittel absolut auf Augenhöhe und im letzten Drittel mit dem nötigen Kampfgeist, so wurde ein auf dem Papier schier übermächtiger Gegner bezwungen.
Dabei fing die Partie wirklich schlecht für die Nordlichter an. Bereits nach 78 Sekunden lag der Puck im Netz von Coalie Kristian, Chris St. Jacques traf für die Duisburger. Der ein oder andere Füchse-Fan dachte da sicher schon entspannt an den letzten Auftritt der Hamburger in der Scania-Arena. Heute entwickelte sich aber ein spannendes Spiel, das die Hamburger trotz des frühen Rückstandes nicht verloren gaben. Nur zwei Minuten dauerte es, bis Shooting-Star Mo Israel den Ausgleich auf Vorlage von Schubert und Marek erzielen konnte. Danach sahen die Zuschauer auch weiterhin ein sehr ausgeglichenes Drittel, das dann mit diesen Spielstand endete.
Leider waren unsere Jungs auch zu Anfang des zweiten Drittels noch nicht ganz wach. Dieses Mal dauerte es sogar nur 29 Sekunden, bis die Duisburger wieder in Führung lagen, ärgerlich! Aber diese Truppe gibt nicht auf! Goalgetter McGowan konnte gleich das erste Überzahlspiel für sein Team nutzen und stellte den Ausgleich wieder her. Auch auf den nächsten Rückschlag in Minute 14 durch Björn Barta, (745 DEL Spiele und 238 Punkte), antworteten die Crocodiles unmittelbar. Es dauerte nur 61 Sekunden bis Tim Marek die zweite Überzahl zum Ausgleich nutzen konnte. In der weiteren Spielzeit des zweiten Drittels ging es dann weiter hin und her, einen weiteren Treffer konnte aber kein Team mehr erzielen.
Es war klar, dass Duisburg nun wütend aus der Kabine kommen und Druck machen würde, aber die Crocodiles verteidigten ihr Tor mit Mann und Maus und so bissen sich die anrennenden Duisburger an den aufopferungsvoll kämpfenden Feldspielern und Goalie Kristian die Reißzähne aus. Ganz großer Sport, Crocodiles: Overtime ! Nun ging es 3 gegen 3 weiter. Für die Crocodiles standen Mitchell, McGowan und Schubert auf dem Eis und nach exakt 1:57 konnte unsere #77, Brad McGowan den Siegtreffer erzielen !
Neben der Top-Sturmreihe konnten heute auch noch Schubert (4) und Marek (3) fleißig Punkte sammeln. Insgesamt eine herausragende kämpferische Leistung des gesamten Teams. Somit bleiben unsere Crocodiles vorerst auf dem zweiten Tabellenplatz, nur einen Punkt hinter Tabellenführer Halle. Wer hätte vor der Saison gedacht, dass nach sieben Spielen bereits 17 Punkte auf dem Krokodil-Konto stehen würden? Nun kommt es am Sonntag, 16.10., um 19:00 Uhr im Eisland zum absoluten Spitzenspiel, denn es kreuzen sich die Klingen des Zweiten (Crocodiles) und des Dritten (Herne). Für dieses Spiel gibt es noch Stehplatzkarten, die über die Homepage (Ticketshop), vor dem Spiel im Vereinshaus oder an der Abendkasse gekauft werden können. Dieses Duell zweier kampfstarker Teams, verspricht ein wahrer Eishockey-Leckerbissen und Krimi zu werden!
(OLN) Die kleine Siegesserie des Herner EV ist gerissen. Nach fünf Siegen in Folge gab es am Freitagabend in der heimischen Gysenberghalle eine 3:4-Niederlage gegen die Harzer Falken. Die kam in der Overtime zustande, der damit verbundene Gewinn von zumindest einem Punkt machte HEV Coach Frank Petrozza aber nicht sonderlich glücklich. Wie schon zuletzt mehrfach haderte er mit den vielen vergebenen Tormöglichkeiten. „Schon in den ersten Zwanzigminuten hatten wir ein klares Chancenplus, dann liegen wir im zweiten Abschnitt zweimal mit zwei Treffern vorne, ohne dass dies uns die nötige Sicherheit bringt. Die Folge war dann nach individuellen Fehlern das 3:3 bereits nach 36 Minuten. Im 3. Drittel kam zudem Nervosität auf, weil einfach kein weiterer Treffer fallen wollte“ analysierte der Herner Trainer nach der Partie. Sein Pendant aus Braunlage dagegen war glücklich über den ersten Auswärtssieg in dieser Saison. „Man sieht wie eng die Liga zusammengerückt ist. Deshalb sind solche Ergebnisse möglich. Wir haben trotz der Rückstände nie aufgesteckt und unsere Chancen genutzt, sogar in Unterzahl. Natürlich gehört auch Glück dazu, aber das haben wir uns erkämpft.“
Die Chronologie der Partie des HEV gegen die Falken hatte durchaus Parallelen zur Begegnung gegen die Beach Boys eine Woche zuvor: Snetsinger, McLeod und Co. haben im Auftaktdrittel deutlich mehr Spielanteile und Chancen, finden aber nicht den erfolgreichen Abschluss. Die Gäste zeigen großen Kampfgeist und sind mit ihren Kontern nicht ungefährlich. So steht es zur ersten Pause 0:0 und Geduld ist gefordert. Dann folgen zwei schnelle Treffer der Gysenberger in Abschnitt zwei (23. und 27. Minute), beide Male von Brad Snetsinger erzielt. Zuerst schiebt er im Nachschuss den Puck ins Braunlager Tor, dann setzt er sich alleine durch die Mitte durch und vollendet trocken und gekonnt. Damit enden aber die Parallelen, denn die Falken brauchen fünf Minuten um in Unterzahl mit dem 2:1 wieder ins Spiel zu kommen. 43 Sekunden später stellt der HEV den alten Abstand wieder her, Damian Schneider setzt den Puck zum 3:1 hoch links in den Winkel. Ist das nun die Vorentscheidung? Nein, überhaupt nicht. Die Gäste zeigen gute Moral und schaffen mit einem Doppelschlag innerhalb von anderthalb Minuten den Ausgleich (34./36.)!
Sechs Treffer in diesem Abschnitt sprechen von viel Spannung und die bleibt in den letzten Zwanzigminuten bestehen, auch ohne weitere Treffer. Wie schon im ersten Drittel hat der HEV wieder ein deutliches Chancenplus, aber entweder steht der gute Harzer Keeper Fritz-Philipp Hessel einem Treffer im Wege oder es fehlt die Präzision im Abschluss. In den letzten fünf Minuten der regulären Spielzeit haben die Gysenberger noch zwei Überzahlsituationen, allerdings ohne zählbaren Erfolg. Wie man Chancen nutzt zeigt dann Artjom Kostyrev nach 64 Overtime Sekunden zum Endstand von 3:4.
Am Sonntag muss das Team von Frank Petrozza um 19 Uhr in Hamburg bei den Crocodiles im Eisland Farmsen antreten. Die neue Eishockey Nummer 1 in der Hansestadt musste am Freitagabend ebenfalls in die Overtime, konnte sich dort aber bei den Duisburger Füchsen mit 4:3 durchsetzen und Platz 2 in der Tabelle behaupten. Viel anspruchsvoller könnte die Aufgabe für den Herner EV also nicht sein.
(OLN) Dass er gestern im zweiten Drittel per Krankenliege das Eis verließ, ließ schon vermuten, dass Damian Martin nicht nur einen blauen Fleck abbekommen hat. Nach einem Zusammenstoß mit Teamkollege Hannes Albrecht kehrte unsere #10 nicht auf die Bildfläche zurück. Die Untersuchungen am heutigen Morgen bestätigten dann auch direkt das ungute Gefühl – Außenbandruptur. Für die nächsten vier Wochen ist definitiv Ruhe angesagt. Das schmälert natürlich einmal mehr die Reihen unseres jungen Teams, Damians Routine und Erfahrung werden besonders gegen die starken Mannschaften der nächsten Partien fehlen. Ein Ausfall, den es nun zu kompensieren gilt. Wir wünschen Damian natürlich gute Besserung und eine schnelle, schmerzfreie Rückkehr aufs Eis!
ECDC Memmingen verliert das Derby gegen den ESV Buchloe- Am Sonntag kommt Peißenberg(BYL) Am dritten Spieltag der BEL stand für den ECDC Memmingen das Derby beim ESV Buchloe an. Nach der etwas enttäuschenden Heimniederlage am vergangenen Sonntag gegen den Aufsteiger aus Schongau, musste eine deutliche Leistungssteigerung her, um etwas Zählbares aus dem Ostallgäu zu entführen. Doch dieses Vorhaben sollte am gestrigen Abend nicht umgesetzt werden.
Die Indians, die u.a. ohne Lukas Varecha, Michi Simon und Verteidiger Michael Folk antraten, wurden dafür von ca. 250 Memminger unterstützt, die ihre Mannschaft ins Ostallgäu begleiteten.
Gleich zu Beginn des ersten Drittels kamen die „Pirates“ aus Buchloe zu ersten Annäherungsversuchen auf das Tor von Joey Vollmer, der in der 2.Minute den Schuss von Pavel Vit entschärfen musste, sowie auch gegen Markus Vaitl standhielt. Die Buchloer waren in der Anfangsphase klar die tonangebende Mannschaft, die aktiver und zielstrebiger spielten, als der ECDC. In der 10.Minute erzielten die Hausherren, durch einen satten Schlagschuss von Max Dropmann, das 1:0. Es brauchte nur weitere drei Minuten, da waren es wieder die Pirates, die auf 2:0 erhöhten. In der 15.Minute bekamen der ECDC Memmingen die Chance in doppelter Überzahl den Anschluss zu erzielen, doch dieser sollte erst in der 17.Minute fallen. Antti-Jussi Miettinen markierte nach Ablauf des Powerplays den Anschlusstreffer zum 1:2, was zeitgleich auch die Pausenführung für den ESV Buchloe nach dem ersten Drittel bedeutete.
Im zweiten Drittel drückte der ECDC auf den Ausgleichstreffer und kam durch Patrick Weigant, oder auch Daniel Huhn zu einzelnen Chancen, die allesamt nicht verwertet wurden. Ideenlos, unkonzentriert und auch im Powerplay zu inkonsequent vor dem Tor, so konnte man das Spiel aus Memminger Sicht bislang zusammenfassen. In der 29.Minute dann ein kurzer Schockmoment für die Indianer, als Martin Jainz mit dem Kopf in die Bande krachte, aber dann angeschlagen weiterspielte. Auch spielerisch lief wenig zusammen, mit den Treffern der Gastgeber in der 34.Minute durch Mark Weigant und keine zwei Minuten später durch Verteidiger Mario Seifert im Powerplay, stand es zur Pause nun 4:1 für die „Pirates“.
Das letzte Drittel wurde in der 43.Minute durch den Anschlusstreffer von Martin Jainz zum 2:4 für die Indians begonnen. Doch die Hausherren um Topias Dollhofer spielte die verbleibende Zeit clever zu Ende und war kurz vor dem Ende nochmals erfolgreich. Ex-Indianer Alex Krafczyk setzte mit seinem Tor, zum 5:2 für den ESV Buchloe, den Schlusspunkt.
Insgesamt ein enttäuschender Spielverlauf und ein bitterer Eishockey-Abend für alle Memminger Fans. Fast nichts, was man sich vorgenommen hatte, konnte umgesetzt werden und so kassierte man verdient die nächste Pleite. Auf die Verantwortlichen werden in den nächsten Tagen einige Entscheidungen zukommen, um das Ruder herumzureißen.
(BYL) Vor rund 800 Zuschauer bekamen die Peißenberger und Landsberger Eishockeyfans ordentlich was geboten. Das Spiel hätte eigentlich 2 Sieger verdient doch am Ende hatten die Eishackler die Nase vorn. "Magic" Eichberger machte den Ausgleich in der letzten Sekunde und Tyler Wiseman versetzte nach einem Break bei drei gegen drei in der Overtime den Landsberger Tormann ganz cool und schoß das Siegtor zum 4:3 Endstand.
Zuvor schenkten sich die beiden Mannschaften nichts. Beide Teams boten schnelles aggressives Eishockey wobei es immer fair zuging was man auch an den Strafminuten erkennen konnte. Die Landsberger gingen erst in der 39.Minute durch Dennis Sturm in Führung, nachdem sie sich kurz im Peißenberger Drittel festsetzten. Zuvor boten die beiden Torhüter, nämlich Felix Barth von den Eishacklern und Christoph Schedlbauer aus Landsberg mehrere tolle Szenen und retteten jeweils ihre Teams vor einem Rückstand.
Im letzten Spielabschnitt konnte dann Markus Andrä nach Vorarbeit von Max Malzatzki abstauben und so stand es 1:1. Leider mussten die Eishackler in der Folge nachdem ein Landsberger von der Strafbank kam und kurzzeitig die Zuordnung fehlte, dass 1:2 kassieren. Zu allem Unglück gerieten sie dann auch noch in doppelte Unterzahl, überstanden diese Situation jedoch mit Bravour und als sie dann wieder mit vier Mann auf dem Eis waren schafften sie durch starken Einsatz von Daniel Lenz den Ausgleich zum 2:2. Die Dramatik war aber noch nicht vorbei. 1:40 Restspielzeit zeigte die Uhr noch an, als die Landsberger durch einen Schuss von Marcel Juhasz erneut in Führung gingen. “ Das wars jetzt“, dachten sich viele Eishackler-Fans doch da hatten sie die Rechnung ohne „Magic“ Eichberger gemacht, der bei Restspielzeit 00:01 den Ausgleich machte. Alfred Hitchcock hätte es nicht besser planen können. Das war Dramatik pur.
Am Sonntag müssen die Neal-Boys nach Memmingen. Das wird wieder ein harter Brocken werden.
(BLL) Am Freitagabend unterlag der EHC Königsbrunn nur knapp mit 0:3 dem EV Füssen. Dabei forderten die Brunnenstädter dem Gastgeber alles ab und hätten auch punkten können.
Gleich von Beginn an entwickelte sich eine schnelle und intensive Partie, beide Teams zeigten in der fair geführten Partie großen Einsatz und versteckten sich nicht. Vor allem die Reihen der Neuzugänge Newhook und Oppenberger forderten die Königsbrunner Defensive und zeigten schöne Spielzüge. Diese endeten aber spätestens beim hervorragend aufgelegten EHC-Keeper Markus Kring. Doch auch Königsbrunn hatte Chancen auf ein Tor, die Mannschaft von Trainer Erwin Halusa spielte konzentriert und vermied unnötige Risiken. Füssener Keeper Benedikt Hötzinger zeigte ebenso seine ganze Klasse und hielt seinen Kasten sauber. Die Gastgeber präsentierten sich als der erwartete Hochkaräter und zeigten auch in Unterzahl ihr ganzes Können. Der EHC verpasste es aber seine Möglichkeiten in Treffer umzusetzen, der gesperrte Hayden Trupp hätte wohl den einen oder anderen Akzent setzen können. Kurz vor Drittelende netzte dann Besl nach einer schönen Vorlage von Oppenberger zum 1:0 ein. Mit diesem Ergebnis ging es in die erste Pause. Auch nach Wiederanpfiff legten beide Teams wieder los und hielten das Spieltempo hoch. Die Zuschauer erlebten einen sehenswerten Fight zweier starker Mannschaften, doch ein Treffer wollte bis Drittelende nicht fallen. Königsbrunn agierte teilweise auf Augenhöhe und hielt die Partie offen. Im Schlussabschnitt nutzte Füssen dann eine Überzahlsituation und erhöhte auf 2:0. Die Gastgeber kamen nun immer besser in die Partie, doch ein weiteres Tor wollte nicht fallen, beste Chancen wurden ausgelassen. Kurz vor Spielende nahm EHC-Coach Erwin Halusa noch Goalie Markus Kring zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis, doch statt eines Anschlusstreffers schoss Schmid mit einem „empty net goal“ vier Sekunden vor Spielende zum 3:0 Endstand ein. Königsbrunn lieferte dem EV Füssen einen tollen Kampf, verpasste es aber zum richtigen Zeitpunkt die bärenstarken Gastgeber aus dem Konzept zu bringen. Füssen untermauert mit dem verdienten 3:0 den Anspruch auf Platz eins.
EHC-Coach Erwin Halusa zeigte sich enttäuscht: „Leider haben wir es heute verpasst ein Tor zu schießen, mit einer Führung hätten wir eine ganz andere Spielsituation gehabt. Man hat gemerkt, dass wir noch Trainingsrückstand auf dem Eis haben, aber mal sehen wie wir uns im Rückspiel schlagen werden. Meine Mannschaft hat heute alles gegeben und ein tolles Spiel abgeliefert!“
Eisbären Eppelheim stoppen die Rebellion(RLSW) Im ersten Heimspiel der Saison haben die Eisbären ihren ersten Sieg
gefeiert. Dem bis dato ungeschlagenen Tabellen-Zweiten Stuttgart brachte
man nach Treffern von Lukas Sawicki (2), Cedric Striepeke (2) und Roman
Gottschalk mit 5:3 (1:0;4:0;0:3) völlig verdient die erste Niederlage bei
und sicherte sich so die ersten drei Punkte.
Wie entfesselt betraten die Eisbären zum ersten Saisonspiel das
Eppelheimer Eis. Nach der unglücklichen Niederlage vor Wochenfrist in
Zweibrücken war unverkennbar, dass die Eisbären eine Reaktion zeigen
wollten. Mit nahezu komplettem Kader trat man gegen den ungeschlagenen
Tabellenzweiten Stuttgart an und lies von Beginn an keinen Zweifel daran,
wer dieses Spiel für sich entscheiden sollte. Die Gäste aus dem
Schwabenland sahen in den ersten 20 Minuten kein Land, selbst bei
Unterzahl der Eisbären sah man die gefährlicheren Situationen vor dem
Rebels-Gehäuse, doch wieder einmal war es die Chancenverwertung, die den
Eisbären im Weg stand. Nachdem beste, teils hundertprozentige Torchancen
ausgelassen wurden, war es Roman Gottschalk, der 25 Sekunden vor der
Drittelpause die drückende Dominanz von 20:8 Torschüssen auch in eine
1:0-Pausenführung ummünzen und nach einer undurchsichtigen Situation die
Scheibe einschieben konnte.
Die Überlegenheit sollte sich auch im zweiten Drittel fortsetzen,
allerdings fanden die Gäste nun besser ins Spiel und zeigte sich nun
öfters vor allem in Kontersituationen gefährlich. Doch Janis Wagner im
ECE-Kasten zeigte sich als starker Rückhalt und hielt selbst in 1-gegen-1
Situationen seinen Kasten sauber. Die Stürmer dankten es ihm und setzen
nun die klar verteilten Spielanteile auch in Tore um. Die erste
Überzahlsituation der Eisbären nutzen die Eisbären in der 27. Minute durch
Lukas Sawicki zum 2:0, drei Minuten später legte er selbst das 3:0 nach,
ebenfalls im Powerplay. Die Eisbären waren nun in einem Rausch und wollten
mehr. Cedric Striepeke setze sich nur kurz darauf auf außen durch und
überraschte den Rebels-Goalie Guris mit seinem Schuss zum 4:0 (31.). Auch
er durfte sich kurz darauf als Doppeltorschütze feiern lassen, und
verwertete eine Vorlage von Gerber zum 5:0 (33.). Die Gäste sahen sich nun
genötigt, sich in einer Auszeit wieder zu sammeln, was von Erfolg gekrönt
sein sollte. Während die Eisbären sich nun ein ums andere Mal
Nachlässigkeiten erlaubten, geriet der ECE-Kasten mehr und mehr unter
Beschuss, doch während man selbst im ersten Drittel der mangelnden
Chancenverwertung erlegen war, waren es nun die Gäste, die trotz
12:10-Schussverhältnis ein 0:4 Drittelergebnis verkraften mussten.
Gewarnt durch die aufkommenden Gäste wollten die Eisbären im letzten
Drittel nicht nachlassen. Weiterhin offensiv eingestellt spielte man sich
zunächst im gegnerischen Drittel fest, verpasste aber den Gnadenstoß
nahezu fahrlässig. Jetzt sollte sich dies auch noch rächen, denn
Gäste-Kapitän Becker wandelte einen Konter zum 5:1 (44.) um. Dieser
Treffer brachte den Rebels nun die nötige Sicherheit das Spiel trotz des
klaren Spielstandes nicht herzuschenken und es entwickelte sich ein Spiel
auf Augenhöhe. Doch während die Eisbären in der Offensive nun nahezu
verspielt schienen, setze Stuttgart auf Geradlinigkeit. So war es erneut
Becker der in der 53. Minute gar auf 5:2 verkürzen konnte. Die Eisbären
konnten sich noch nicht mal richtig über diesen Treffer ärgern, da
klingelte es erneut, Arthur Gross brachte seine Farben wieder heran (54.).
Jetzt reagierte ECE-Coach Korte und ermahnte sein Team in einer Auszeit,
die Führung nicht noch zu verspielen. Auch dieses Mal sollte dieses Mittel
die nötige Wirkung erzielen, dann selbst die Herausnahme des SEC-Goalies
sollte am Ende nicht mehr reichen, das Spiel nochmals zu Gunsten der Gäste
zu drehen und sicherte den Eisbären den überaus verdienten Erfolg im
ersten Heimspiel.
Coach Thomas Korte zeigte sich nach der Partie zufrieden. „Wir hatten uns
einiges vorgenommen und das Spiel in den ersten 30 Minuten klar dominiert
und völlig verdient in dieser Höhe geführt. Dass wir den Gegner dann
nochmal so ran kommen lassen, darf jedoch nicht passieren und soll uns für
die kommenden Aufgaben eine Warnung sein.“ Damit soll er recht behalten,
denn mit Hügelsheim und Heilbronn steht den Eisbären ein Doppelwochenende
bevor, welches eine echte Härteprobe werden soll.
4:5 - Strafzeiten brechen den Eisbären Heilbronn das Genick(RLSW) Fast 1600 Zuschauer erlebten am Freitag ein spannendes erstes Heimspiel der Eisbären Heilbronn, die am Ende gegen die Fire Wings Schwenningen mit 4:5 (0:1, 2:0, 2:4) den Kürzeren zogen.
Exakt eine halbe Stunde rannten die Hausherren erfolglos gegen Schwenningens neuen Keeper Miro Hämynen, an, der alle Schüsse des Titelverteidigers, die auf sein Tor kamen, mit einer stoischen Ruhe entschärfte. Auf der anderen Seite hatten die Gäste in Person von Marco Rais im ersten Drittel die erste Strafzeit der Begegnung zum 0:1 genutzt (12. Minute). Dann, als die Uhr bei genau 30:00 Minuten stand, erlöste Milan Liebsch sein Team mit dem Treffer zum 1:1. Acht Minuten später war es erneut Rückkehrer Milan Liebsch, der mit seinem bereits vierten Saisontor die Eisbären bei doppelter Überzahl erstmals in Führung brachte.
Doch dann folgte ein letztes Drittel, das den Spielverlauf auf den Kopf stellte. Nach 54 Sekunden musste Doppeltorschütze Milan Liebsch wegen Beinstellen vom Eis, und weitere 16 Sekunden später glich Stefan Schäfer zum 2:2 aus. Was nun folgte, war eine wahre Strafzeitenflut gegen die Eisbären. Fast in demselben Minutentakt, in dem die Schiedsrichter Strafen gegen die Eisbären aussprachen, fielen auch die Gegentore. Dennis Böhm (50.), Alexander Funk (52.) und Florian Hoppe (53.) nutzten jeweils die doppelte nummerische Überlegenheit aus und machten innerhalb von zweieinhalb Minuten aus dem 2:2 ein 2:5. Das Spiel schien für die Eisbären verloren. Doch Manuel Pfenning (54. / 60.) machte die Begegnung zum Ende mit zwei Toren nochmal spannend. Der letzte noch benötigte Treffer wollte allerdings nicht mehr fallen, und der Titelverteidiger musste seine erste Saisonniederlage hinnehmen.
"Wir haben durch dumme Strafen ein sicheres Spiel aus der Hand gegeben. Das war eine selbst verschuldete Niederlage, denn wir waren über 50 Minuten das mit Abstand bessere Team", fasste Trainer Sascha Bernhardt das 4:5 zusammen. "Wir waren bei allen fünf Gegentoren in Unterzahl. Daraus müssen wir nun unsere Lehren ziehen."
Sein Trainerkollege Manuel Pfenning ging bei seiner Analyse noch weiter ins Detail: "Sieben unserer bislang acht Gegentore haben wir in Unterzahl bekommen. Das heißt zum einen, dass wir bei fünf gegen fünf so stark sind wie noch nie, aber auch gleichzeitig, dass wir nächste Woche unser Unterzahlspiel trainieren müssen."
Am Freitag treten die Eisbären um 20 Uhr beim EV Ravensburg an. Zum zweiten Spiel des Wochenendes gastieren sie am Sonntag (19 Uhr) in Eppelheim.
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