IHP Nachrichten(IHP) Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen und Spielberichte von Montag 6.Februar 2017. Heute mit Informationen aus der Deutschen Eishockey Liga, Deutschen Eishockey Liga 2, Oberliga Süd und Oberliga Nord, sowie aus der Bayernliga, Landesliga Bayern, Regionalliga West, Hessenliga und Regionalliga Ost.
Adler Mannheim klettern auf Platz drei(DEL) Dank eines 4:2-Sieges bei den Kölner Haien sind die Adler auf den dritten Tabellenplatz geklettert. Daniel Sparre, Garrett Festerling, David Wolf und Ronny Arendt verdrängten mit ihren Treffern die Domstädter von Rang drei. Für die Gastgeber traf Shawn Lalonde doppelt.
In einem kurzweiligen und von beiden Teams intensiv geführtem Spiel hatte Ryan MacMurchy die frühe Führung auf dem Schläger. Er fing einen Querpass an der eigenen Linie ab und startete durch, bei Gustaf Wesslau war aber Endstation (7. Spielminute). Brent Raedeke verpasste im Slot (9.), im Powerplay scheiterten Philip Gogulla (ebenfalls 9.) und Kai Hospelt (10.) an Drew MacIntyre. Nachdem die Adler eine Drei-gegen-Fünf-Unterzahl nicht nutzen konnte, schlug Daniel Sparre bei Fünf-gegen-Fünf zu (17.).
Der Ausgleich durch ein Powerplaytor von Shawn Lalonde (26.) brachte die Adler nicht aus dem Tritt. Garrett Festerling (28.) und Raedeke (33.) hatten die erneute Führung auf dem Schläger. Dass die Gastgeber nicht in Führung gingen, verhinderte der Pfosten beim Abschluss von Sebastian Uvira (35.). Chad Kolarik bei angezeigter Strafe und dann in Überzahl (beide 38.) scheiterte doppelt an Wesslau, ehe Festerling einen Abpraller ins Netz drückte (40.).
Mit einem Big-Save gegen Gogulla hielt MacIntyre seinen Vorderleuten den Vorsprung fest (41.), David Wolf baute ihn dank seiner Gedankenschnelligkeit im Powerplay aus (44.). Die Haie rannten an und kamen durch Lalondes zweiten Treffer des Abends erneut heran (50.). Nachdem MacIntyre stark gegen Travis Turnbull (55.) und Christian Ehrhoff (58.) reagierte, machte Ronny Arendt mit dem Empty-Netter den Deckel drauf (60.).
Rote Teufel Bad Nauheim: 4:3-Heimsieg n.P. gegen Freiburg bringt Tabellenplatz 10 - Siegesserie auf fünf Spiele ausgebaut - Sarault mit Game Winning Goal(DEL2) Die Serie geht weiter und Sprung auf Platz zehn geschafft: mit einem 4:3 (2:1, 0:2, 1:0)-Heimsieg n.P. gegen Freiburg fahren die Roten Teufel vom EC Bad Nauheim zwei wichtige Zähler ein, die die Hessen vorerst auf den Platz des Saisonziels hieven. "Im ersten Abschnitt waren wir ein wenig übermotiviert, wir konnten das Geschehen aber stets offen halten. Im zweiten Drittel wäre ein drittes und viertes Tor vielleicht möglich gewesen, am Ende hat unser Powerplay gut funktioniert", freut sich EC-Coach Petri Kujala über diesen fünften Sieg in Folge.
Bei den Gastgebern fehlten neben den bekannten Verletzten auch Dusan Frosch, so dass mit Steve Slaton im Angriff gerade mal zehn Stürmer zur Verfügung standen. Die Wölfe traten mit dem Selbstbewusstsein von drei Siegen in Folge an und nutzten auch gleich den ersten Angriff zum 0:1 durch Kunz nach nur 35 Sekunden. Bad Nauheim schüttelte sich kurz, gab dann aber Gas im Spiel nach vorne. Traf Hofland in der 9. Minute nur das Außennetz, da machte es Radek Krestan in der nächsten Szene besser und traf zum bis dahin verdienten 1:1. Freiburg spielte aber clever und hatte immer wieder einen freien Mann im Konterspiel, doch weder Steven Billich (12.), Linsenmaier (14.) noch Christian Billich (15.) konnten den erneut gut aufgelegten Mikko Rämö im Tor der Roten Teufel überwinden. Es bedurfte somit erst eines Powerplays für die Gastgeber, um die Pausenführung zu markieren: Duda saß draußen, was erneut Bad Nauheims Goldhelm Radek Krestan mit einem satten Blueliner in einem temporeichen und interessanten ersten Drittel zum 2:1 nutzen konnte.
Mit Beginn des zweiten Abschnitts machten die Hausherren ordentlich Dampf: Dineen traf nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff den Pfosten, Götz verfehlte nach feinem Pass von Sarault knapp (22.). Vor allem der Block um Krestan spielte druckvoll nach vorne, aber auch dieser scheiterte in der 26. Minute nach einem Gewühl vor Freiburgs Goalie Wölfl, der schlussendlich zupacken konnte. Die Breisgauer überstanden somit diese Druckphase, um dann ihrerseits wieder mehr Aktionen im Angriff zu haben. Und wieder einmal bewahrheitete sich die alte Binsenweisheit, dass man hinten bestraft wird, wenn man vorne die Chancen nicht nutzt. Zunächst traf Vas mit einem trockenen Schlagschuss zum 2:2-Ausgleich (29.) und die Schwarzwälder hatten fortan die Hausherren gut im Griff. Zwar rannen die Roten Teufel mit viel Elan gegen die Wölfe-Defensive an, große Chancen kamen aber nicht mehr zustande. Dann die 37. Minute: Marcus Götz kassierte eine Strafzeit, was Wittfoth nach einem schnellen Spielzug frei vor Rämö zur Gäste-Pausenführung nutzte.
Im letzten Drittel war es zunächst ein offener Schlagabtausch: Alanov scheiterte am Goalie, im Gegenzug hielt Rämö gegen Brückmann. Freiburg verstand es fortan gut, die eigene blaue Linie dicht zu machen, so dass sich die Roten Teufel immer wieder festliefen. Wenn dann ging mal was über den Krestan-Block und Schüssen von der blauen Linie wie vom starken Johansson in der 47. Minute, als Wölfl erneut zur Stelle war. Ein Aufreger in der 48. Minute: bei angezeigter Strafe gegen Freiburg traf Dineen ins Tor, doch der Unparteiische gab den Treffer nicht. Kurioserweise musste der Videobeweis darlegen, ob vorher gepfiffen wurde oder nicht. Belohnt wurden die Bemühungen der Hessen dennoch: Freiburg kassierte zwei unnötige Strafen gegen Ende des Spiels, was Johansson mit einem Blueliner zum 3:3 nutzte. Es waren sogar drei Punkte möglich, aber anstatt 45 Sekunden vor dem Ende den Videobeweis erneut zu bemühen, wurde ein vermeintliches Tor von Dineen nicht anerkannt, auch wenn der US-Amerikaner vehement reklamierte. Somit ging es in die Overtime, in der die Hessen erneut zu Powerplay-Möglichkeiten kamen. Wölfl hielt seinem Team aber das Penaltyschießen fest, in dem die Kurstädter durch Sarault und Krestan zwei Mal trafen, während Freiburg keinen Schuss im Tor unterbringen konnte.
"Im ersten Drittel haben wir ordentlich gespielt und hatten drei tolle Breaks. Wir wussten aber, dass Bad Nauheim ein gutes Powerplay hat und wir wollten der Strafbank fernbleiben. Und wo sind wir gelandet? Auf der Strafbank. Die Strafe kurz vor Schluss darf nicht passieren, ist aber passiert. Penaltyschießen ist dann Glückssache", sagte Freiburgs Trainer Leos Sulak, dessen Siegesserie somit gerissen ist.
Das nächste Heimspiel bestreiten die Roten Teufel am kommenden Freitag, den 10. Februar um 19.30 Uhr gegen Bietigheim.
Kaufbeuren beißt sich an überragenden Vosvrda die Zähne aus - Kampfstarke und effektive Bayreuth Tigers sichern sich ganz wichtigen Auswärtssieg(DEL2) Die ersten Offensivszenen dieser Partie im Allgäu hatten zwar die Gäste, doch danach übernahmen die Hausherren das Kommando. Alle Reihen sorgten laufstark für viel Betrieb und deckten den starken Vosvrda mit zahlreichen Schüssen ein. Die „tschechische Wand“ blieb aber fokussiert und hielt sein Team mit gutem Stellungsspiel und einigen Paraden im Spiel. Besondern gegen die auffällige Formation um Gracel, Blomquist und Karevaara musste man einige brenzlige Situationen überstehen. Bei einem Unterzahlkonter mit Kolozvary hatte aber auch Bartosch einige tolle Chance, die Goalie Vajs stark parierte. So blieb es trotz klarer Feldvorteile für Kaufbeuren beim 0-0 nach den ersten 20 Minuten.
Der zweite Abschnitt begann dann wieder bei sehr hohem Tempo mit einem Paukenschlag der Gelb-schwarzen. Nach gerade einmal 51 Sekunden fuhren die Oberfranken einen Konter. Bartosch bediente von links außen den mitgelaufenen Robinson perfekt im Zentrum und von dessen Schläger landete die Scheibe im Netz. Das wirkte wie eine kalte Dusche für die Buron Joker und den Oberfranken gelang es jetzt viel öfters das Spielgeschehen in die Zone des ESV zu verlagern. Als Geigenmüller bei einem dieser Angriffe von ganz links an der Bande einfach einmal aufs Tor schoss, lag sie zur Überraschung aller, inklusive des verdutzten Vajs, plötzlich wieder hinter Linie und es stand tatsächlich 0-2. Das stachelte Kaufbeuren nun an und begünstigt durch eine völlig unnötige Strafe für Geigenmüller konnten sie im Powerplay noch mehr Druck machen. Einen Fernschuss von Osterloh konnte Vosvrda da zwar noch abwehren, aber gegen den Nachschuss aus kürzester Distanz von Laaksonen war er machtlos. Nun berannten die Rot-gelben die Abwehr der Tigers wieder vehement und der bärenstarke Bayreuther Torhüter musste mit mehreren Prachtparaden den möglichen Ausgleich verhindern. Auf der Gegenseite hatten auch Bartosch und Geigenmüller zwei schöne Möglichkeiten doch konnten sie die nicht nutzen und man wechselte beim Stand von 1-2 noch einmal die Seiten.
Für das letzte Drittel erwartete man nochmals eine Angriffslawine der Allgäuer und die kam auch. Doch ziemlich unaufgeregt erwarteten die Tigers die Wellen, störten mit guter Abwehrarbeit und ganz hinten wurde Tomas Vosvrda zum unüberwindbaren Fels in der Brandung. Ganz stark dabei die Vorstellungen von Potac und Junior Neher in der Abwehr und den mit seinem unbändigen Kampfgeist und Laufstärke immer wieder für offensive Entlastung sorgende Bartosch. Auch Robinson half da mit seiner Scheibensicherheit immer wieder für wichtige Verschnaufpausen. So kämpfte man sich Minute um Minute dem Ende entgegen, bevor ganz am Ende der Schiedsrichter mit mehreren Strafen die Hausherren fast durchgehend in Überzahl brachte. Waren die 2 Minuten gegen Linden noch vertretbar, sah die Spieldauer gegen Neher, als er seinen Goalie beschützte doch ziemlich überzogen aus. Zumindest der Verursacher in Gelb-rot hätte dann auch mitgehen müsse n. Von den letzten gut 6 Spielminuten waren die Oberfranken 4 ½ in Unterzahl und auch Torwart Vajs ging noch für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Mit starkem Positionspiel und großem Einsatz ließen die Tigers aber nur noch einige Fernschüsse zu, die entweder geblockt wurden oder vorbei gingen, bzw. vom stabilen Vosvrda entschärft werden konnten.
So sicherte sich der Aufsteiger mit riesen Wille und Herz das nächste Sechspunkte-Wochenende und eliminierte auch Kaufbeuren von der Liste der Teams, die man bisher noch nicht bezwingen konnte.
Das nächste Heimspiel der Oberfranken folgt am Freitag 10.02 um 20 Uhr gegen die Kassel Huskies.
Eispiraten Crimmitschau müssen sich Ravensburg geschlagen geben - Westsachsen verpassen Punkte vor heimischer Kulisse(DEL2) Die Eispiraten Crimmitschau haben in einem temporeichen Spiel gegen Ravensburg verloren. Die Partie, die von einem „Eigentor“ der Towerstars eröffnet wurde, endete schlussendlich mit 3:4 für die Gäste aus Oberschwaben. Die Westsachsen, die erstmals Neuverpflichtung Chris St. Jacques im Aufgebot hatten, führten bis zur 32. Minute, mussten nach einem Doppelschlag dann aber einem Rückstand nachlaufen. Dieser konnte nicht mehr egalisiert werden, weshalb die Punkte mit den Gästen die lange Rückreise in die Puzzlestadt antraten.
Zum Auftakt der Partie egalisieren sich beide Teams auf dem Eis. Sowohl die Eispiraten als auch die Ravensburger investieren viel in die Offensive und erspielen sich folgerichtig erste Chancen. In der 7. Minute reiben sich dann nicht nur die Fans auf den Rängen, sondern auch die Trainer und Spieler beider Teams die Augen. Bei angezeigter Strafe gegen die Eispiraten fällt das 1:0. Die Towerstars, die ihren Torwart bereits zur Mannschaftsbank gerufen hatten, passen die Scheibe zurück, wobei das Spielgerät ohne Berührung in den eigenen Kasten trudelt. Da es im Eishockey aber keine Eigentore gibt, geht letztlich Lukas Pozivil als Torschütze zum 1:0 in das offizielle Protokoll ein. Ein weiterer Treffer der Crimmitschauer, den die Spieler in der 13. Minute bejubeln wird dann nicht gegeben. Nach Zuhilfenahme vom Videobeweis entscheiden die Schiedsrichter, den Treffer wegen Torhüterbehinderung nicht zu geben. Somit bleibt es beim knappen Vorsprung von einem Treffer, der in der Pause für die Eispiraten auf der Anzeigetafel zu erkennen ist.
Das 2. Drittel beginnt mit vielen Torraumszenen auf beiden Seiten. Die Ravensburger erzielen nur 130 Sekunden nach Wiederanpfiff den 1:1 Ausgleich. Die Eispiraten lassen sich davon allerdings nur wenig beeindrucken und holen sich die Führung nur gut 4 Minuten später zurück. Martin Bartek schickt die Scheibe nach Querpass mit einer Direktabnahme zum 2:1 in die Maschen. Während sich bis zum zweiten Treffer der Hausherren die Gäste zu viele Strafen leisteten sind es dann die Spieler von Eispiraten Coach John Tripp. Eine doppelte Überzahl nutzen die Oberschwaben zum 2:2 Ausgleich. Die verbleibende Überzahl beflügelt die Towerstars, welche mit einem Spieler mehr nur 24 Sekunden später mit dem 2:3 erstmals in Führung gehen. Bis zur Pause sind die Crimmitschauer dann sichtlich verunsichert und haben in der Defensive alle Hände voll zu tun, um weitere Gegentore zu verhindern.
Der Schlussabschnitt verläuft dann wieder in ruhigerem Fahrwasser. Die Towerstars erhöhen kurz nach der Unterbrechung durch einen Schlagschuss in den Winkel auf 2:4. Die klare Führung hat zunächst rund 8 Minuten Bestand, bis Martin Bartek mit seinem 2. Treffer des Abends nochmals Hoffnung bei den Eispiraten aufkeimen lassen konnte. Alle Bemühungen, die die Gastgeber bis zum Ablauf der regulären Spielzeit unternahmen blieben danach aber ergebnislos, weshalb unter Strich nichts Zählbares für die Hausherren übrig blieb.
Dresdner Eislöwen: Überzeugender Erfolg in Heilbronn (DEL2) Die Dresdner Eislöwen haben das DEL2-Punktspiel bei den Heilbronner Falken mit 5:1 (2:1; 1:0; 2:0) gewonnen.
Vor 1738 Zuschauern starteten die Eislöwen druckvoll. Bereits in der zweiten Minute gab es die erste große Chance, doch der Puck knallte an den Pfosten. Nur wenige Zeit später nutzte Martin Davidek nach Vorarbeit von Alexander Höller und Juuso Rajala eine Möglichkeit, um die Blau-Weißen in Führung zu bringen (3.). Einen erneuten Pfostentreffer der Dresdner gab es in der zehnten Minute. Die Falken hingegen kamen durch Nik Pem zum Ausgleich (13.). Den Heilbronnern gab der Treffer ein wenig Aufschwung, doch Kevin Nastiuk im Eislöwen-Tor war gut aufgelegt. 69 Sekunden waren im ersten Drittel noch zu spielen, als Davidek einen weiteren Treffer erzielte.
Gleich zu Beginn des zweiten Spielabschnitts gab es eine Strafe gegen Petr Macholda. Die Käthchenstädter zeigten ihr gutes Überzahlspiel, doch die Eislöwen konnten die Chancen vereiteln. Dresden prägte immer mehr das Spielgeschehen und hatte gute Chancen, um das dritte Tor zu erzielen. Doch die Eislöwen scheiterten zunächst noch an Heilbronns Schlussmann. In der 32. Minute traf der Puck die Latte. Hauptschiedsrichter Lasse Kopitz zog den Videobeweis zu Rate und entschied auf kein Tor von Davidek. Doch nur wenige Sekunden später netzte Steven Rupprich zum 3:1 ein.
Im dritten Spielabschnitt erhöhte zunächst Macholda für die Eislöwen (46.). Davidek machte seinen Sahnetag in der 48. Minute perfekt und traf zum 5:1-Endstand.
Eislöwen-Cheftrainer Bill Stewart: “Es war ein gutes Spiel von uns – besonders, wenn man die Defensivleistung betrachtet. Auf dieses Spiel können wir definitiv aufbauen. Jetzt gilt es, in der Trainingswoche die intensive Arbeit fortzusetzen, so dass wir uns bestmöglichst auf das Spiel am Freitag vorbereiten können.“
Das nächste DEL2-Punktspiel bestreiten die Dresdner Eislöwen am Freitag, 10. Februar um 19.30 Uhr beim EHC Freiburg.
ESV Kaufbeuren: Unglückliche 1:2 Niederlage gegen den EHC Bayreuth(DEL2) Sechster gegen Achter lautete die Partie am heutigen Sonntag. Für beide Mannschaften ging es um einen direkten Playoff-Platz. Bei den Tigern wurde erstmals in dieser Saison die Nachverpflichtung Nathan Robinson am Berliner Platz vorstellig. Beim ESVK fehlte neben dem erkrankten Daniel Oppolzer weiterhin Matthias Bergmann. Vom Kooperationspartner ERC Ingolstadt verstärkte Christoph Kiefersauer den Kader der Joker. Simon Schütz wurde in der DEL benötigt und Marc Schmidpeter war weiterhin verletzt.
Die Gäste waren sofort im Spiel und hatten sogleich zwei Torschüsse zu verzeichnen. Danach kamen die Joker und hatten in einem sehr schnellen Anfangsdrittel ihrerseits Chancen durch Christoph Kiefersauer und Jeffrey Szwez. Als David Wohlberg in der 12. Minute auf die Strafbank geschickt wurde, musste sich zunächst Stefan Vajs auszeichnen, der mit einer Glanztat ein Gegentor durch Michal Bartosch verhindern konnte. Der ESVK zog das Überzahlspiel auf und hatte durch Max Schmidle die große Möglichkeit zum Führungstreffer. Tomáš Vošvrda hatte etwas dagegen und konnte diese Chance vereiteln. Kurz vor der Drittelpause legte Jonas Wolter quer vor das Tor zu Sami Blomqvist. Wiederum konnte sich der Bayreuther Torhüter auszeichnen und es ging mit einem 0:0 in die Pause.
Das Mittel der Tiger, den Puck oftmals Richtung Slot zu spielen, wurde nach nur 51 Sekunden im 2. Drittel von Erfolg gekrönt. Nathan Robinson fälschte einen Pass von Michal Bartosch unhaltbar ab. Weiterhin waren es jedoch die Rot-Gelben, die den Ton angaben und mehr vom Spiel hatten. Branden Gracel fälschte gefährlich ab, Sebastian Osterloh traf nur die Maske des Bayreuther Torhüters. Wie aus dem Nichts folgte das 0:2. Andreas Geigenmüller zog aus der Drehung von der Seite ab und zur Verwunderung aller Zuschauer fand der Puck den Weg ins Tor. Der ESVK war sichtlich angeschlagen. Als Andreas Geigenmüller wegen Beinstellens auf der Strafbank weilte, dauerte es nur 30 Sekunden, bis der Anschluss wiederhergestellt war. Sebastian Osterloh schlenzte aufs Tor, Vošvrda konnte nur abprallen lassen und Jere Laaksonen stand goldrichtig und konnte das 1:2 erzielen. Ab Mitte des Drittels versuchten es die Bayreuther Spieler vermehrt mit Zeitspiel, welches vom Schiedsrichter allerdings nicht unterbunden wurde. Zwei Mal Sami Blomqvist und der äußerst agile Christoph Kiefersauer vergaben gute Chancen auf Seiten der Joker. Michal Bartosch und Andreas Geigenmüller prüften Stefan Vajs. Somit ging es mit einem etwas schmeichelhaften 1:2 für die Tiger in die Kabinen.
Das dritte Drittel war an Spannung kaum zu überbieten. Immer wieder war es Branden Gracel, der das Spiel unermüdlich antrieb und wiederholt für Spannung vor dem Tor sorgte. Auch bei eigener Überzahl bekamen die Wagnerstädter meist einen Stock oder ein Bein in die Schüsse und Tomáš Vošvrda behielt auch bei äußerst brenzligen Situationen den Überblick, hatte aber auch das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite. In der 58. Minute musste Marvin Neher mit einer Spieldauerstrafe vom Eis. Branden Gracel ging einem Abpraller nach und Neher wollte dies nicht hinnehmen. Er verpasste der Kaufbeurer 51 einen Faustschlag ins Gesicht und durch das verschobene Visier zog sich der Center eine blutende Wunde zu. Tomáš Vošvrda ging ebenso auf den Kaufbeurer los, der Schiedsrichter sah dies zur Verwunderung vieler nicht als Strafe an. So hatte man mit sechs gegen vier Spielern noch die Chance, noch den Ausgleich zu erzielen. Die Tiger standen gut und konnten sich in den letzten Sekunden befreien. Letztendlich war es ein glücklicher Sieg für die Franken, was auch die abgegebenen Schüsse auf die Tore aufzeigten. Hier stand es am Ende 55:20 zu Gunsten des ESVK.
In der anschließenden Pressekonferenz waren sich beide Trainer weitgehend einig, was den Spielverlauf anging. Sergej Waßmiller sah ein heißes Spiel und es war schwierig, Punkte zu holen. Der Sieg wurde gestützt auf die gute Torhüterleistung und eine hohe Laufbereitschaft geholt. Andreas Brockmann sah eine gut stehende Bayreuther Mannschaft mit einem unglaublichen Torhüter. Man habe sich viele und sehr gute Chancen erarbeitet und man könne der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Einzig an der Chancenverwertung habe es gemangelt.
(OLS) Die Tölzer Löwen haben sich nach einer kleinen Schwächephase eindrucksvoll zurückgemeldet. Dem 7:2-Erfolg in Landshut ließen sie am Sonntagabend einen 5:1-Sieg gegen Spitzenreiter Selb folgen.
Die Hausherren starteten topmotiviert und mit hoher Geschwindigkeit. Nach gut zwei Minuten sorgte Franz Mangold für die Führung: Sein Schlenzer fand den Weg zwischen den Schonern des Selber Schlussmanns hindurch ins Tor. Manuel Kümpel vertrat gestern den Stamm-Keeper Sebastian Stefaniszin. Selb wurde stärker, nachdem Landon Gare für den Ausgleich gesorgt hatte (5.). Ein ums andere Mal musste Markus Janka Glanzparaden zeigen, um einen Rückstand zu vermeiden. Das Zusammenspiel bei den Tölzern klappte aber grandios. Trotz der Ausfälle von Sturm-Motor Florian Strobl und Verteidiger Hannes Huß lief die Scheibe stets flüssig, und die Defensive stand bombensicher. „Wir haben eine große Spieldisziplin gezeigt“, lobte Trainer Axel Kammerer seine Mannschaft.
Knackpunkt im zweiten Drittel: Nach Johannes Sedlmayrs Führungstreffer in doppelter Überzahl (24.) erkannte Schiedsrichter Florian Fröhlich einen Treffer der Gäste zum möglichen 2:2-Ausgleich nicht an – weil er vorher abgepfiffen habe. „Ein reguläres Tor“, merkte Selbs Trainer Henry Thom hinterher an. So sorgte Stefan Reiter ebenfalls in Überzahl für einen 3:1-Vorsprung der Löwen zum letzten Drittel (39.).
Selb war stets gefährlich, der Anschlusstreffer lag einige Male in der Luft. Aber die Tölzer, angepeitscht von ihren Fans, zeigten, warum sie die beste Abwehr der Liga haben und retten sich aus den brenzligen Situationen. Als Christian Kolacny mit einem kuriosen Treffer auf 4:1 stellte (54.), war die Partie gelaufen. Zwar versuchten es die Selber noch einmal mit zwei Mann mehr, als Josef Frank auf der Strafbank saß und sie ihren Torhüter vom Eis nahmen. Aber Jordan Baker kam an den Puck und versenkte ihn im verwaisten Wölfe-Kasten.
„Von der Schnelligkeit, der Intensität her war das eines der besten Saisonspiele“, sagte Henry Thom. „Das war ein großartiges Wochenende“, sagte Axel Kammerer. „Heute war es ein intensives Spiel, mit Feuer drin. Beide Teams haben gekämpft.“ Er lobte das gute Unterzahlspiel und den starken Markus Janka. „Der Unterschied war: Wir haben getroffen, Selb nicht.“
Schon am Freitag geht es mit dem nächsten Spitzenspiel weiter. Dann kommt der Tabellendritte Regensburg nach Bad Tölz (Spielbeginn: 19.30 Uhr).
EHV Schönheide 09 unterliegt Dorfen nach Verlängerung(OLS) Vorab fünf Euro ins Phrasenschwein... “Wer vorn nicht trifft, wird hinten bestraft.“, so die Floskel, mit welcher man das gestrige Heimspiel des EHV Schönheide 09 trefflichst beschreiben kann. Trotz der größeren Spielanteile und hochkarätiger Torchancen mussten sich die Wölfe nach der 2:3 (1:1, 0:1, 1:0, 0:1)-Niederlage nach Verlängerung gegen den ESC Dorfen mit nur einem Punkt begnügen und haben es damit verpasst, in der Tabelle an den Eispiraten vorbeizuziehen.
Die Partie begann schon alles andere nach Plan für die Wölfe, welche einen
klassischen Fehlstart hinlegten und bereits nach 64 gespielten Sekunden das 0:1
durch Dorfens Sandro Schroepfer hinnehmen mussten. Dieser Schock saß erst einmal
und so brauchten die Hausherren einige Zeit, um diesen Rückstand zu verdauen. Mit
zunehmender Spielzeit erhöhte der EHV 09 aber die Schlagzahl und konnte durch
Nikolai Varianov in der 13. Minute zum 1:1 ausgleichen. Zwei Minuten vor dem ersten
Pausentee hatten die Wölfe dann gleich in doppelter Überzahl die Chance zur Führung,
doch wie schon während der gesamten Spielzeit, war das Powerplay viel zu harmlos.
Im Mittelabschnitt belagerten die Wölfe sofort wieder das Dorfener Gehäuse,
scheiterten aber bei einer Vielzahl an Tormöglichkeiten an ESC-Keeper Kevin Yeingst,
welcher insgesamt eine starke Partie zeigte, oder gingen zu leichtfertig mit ihren
Chancen um. Dies sollte sich rächen, denn einen der wenigen Angriffe der Eispiraten
schloss Lukas Miculka zur 2:1-Führung für den ESC Dorfen ab.
So mussten die Wölfe im Schlussdrittel erneut einem Rückstand hinterherlaufen und
hatten in der 43. Minute die große Ausgleichschance, als Vitalijs Hvorostinins einen
Penalty zugesprochen bekam, mit welchem er aber an Dorfens Goalie Yeingst
scheiterte. Letztendlich wurden die Angriffsbemühungen des EHV 09 dann doch
belohnt, als Petr Gulda in der 49. Minute per Schlagschuss zum 2:2-Ausgleich traf. Bis
zum Ende der regulären Spielzeit hatten die Wölfe dann weiter Chancen für fast zwei
Spiele, doch die kleine schwarze Scheibe wollte einfach nicht über die Dorfener
Torlinie.
Die Verlängerung sollte also über den Zusatzpunkt entscheiden, in welcher die Wölfe
noch knapp eine Minute in Überzahl agierten. Doch erneut sprang mit einem Mann
mehr auf dem Eis nichts Zählbares heraus und so kam es, wie es kommen musste.
Dorfens Lukas Miculka, welcher in den beiden Spielen gegen Schönheide insgesamt
vier Treffer erzielte, startete zum Konter und traf zum 3:2 für die Eispiraten.
VER Selb: Leistung und Einsatz stimmen, Punktausbeute nicht(OLS) Im Spitzenspiel des heutigen Spieltages gelingt es unserem Team nicht, den Verfolger aus Tölz auf Abstand zu halten. Die nervenaufreibende Partie war geprägt von vielen Strafzeiten und einem regulären Treffer, dem der Unparteiische jedoch die Anerkennung verweigerte.
Ohne die am Freitag verletzt aus der Partie gegangenen Stefaniszin und Schadewaldt – dafür mit Suvelo als Backup - müssen unsere Wölfe in Tölz antreten. Die gastgebenden „Löwen“ haben sich für die Begegnung gegen den Tabellenführer in der Hacker-Pschorr-Arena einiges vorgenommen und starten entsprechend mit viel Elan und Offensivdrang. Unsere Jungs sind noch nicht richtig im Spiel angekommen, schon liegen sie auch bereits im Rückstand. Der Führungstreffer fällt nach gerade mal 125 Sekunden durch „Löwen-Stürmer“ Mangold. Davon zeigt sich aber unser Team völlig unbeeindruckt und gleicht bis zur 5. Spielminute durch Gare aus. Unsere Jungs sind nun gut im Spiel und erspielen sich gute Möglichkeiten. Als Piwowarczyk aus aussichtsreicher Position abzieht, haben die gut 40 mitgereisten Selber Fans bereits den Torschrei auf den Lippen, aber Goalie Janka kann irgendwie in letzter Sekunde den Rückstand abwenden. Die verbleibenden Minuten bis zur Pause sind geprägt von etlichen Strafzeiten auf beiden Seiten.
Unsere Jungs müssen den Mittelabschnitt ohne Gare und Moosberger beginnen. Beide sitzen noch jeweils ihre 10-minütige Disziplinarstrafen aus Drittel eins ab, zu allem Überfluss muss auch noch Dorr und Meier auf die gut besuchte Strafbank. Die zahlenmäßige Überlegenheit nutzen die Tölzer aus und gehen durch Sedlmayr wieder in Führung. Zur Abwechslung sind es jetzt die Oberbayern, die sich selbst mit mehreren Strafzeiten schwächen. Wir besitzen gute Chancen abermals auszugleichen, aber uns fehlt einfach das nötige Scheibenglück. Die größte Gelegenheit besitzt Dorr, abermals ist Janka Endstation. Dann wird es kurios: Mudryk erzielt absolut regelkonform den 2:2-Ausgleichstreffer, aber Schiedsrichter Fröhlich pfeift unverständlicherweise ab und verweigert das Tor zum vollen Unverständnis der Selber. Und es kommt noch schlimmer. Während unsere Wölfe mit sich und dem Unparteiischen hadern, erhöhen die Hausherren abermals in Überzahl auf 3:1.
Der Schlussabschnitt ist schnell erzählt. Wir rennen vergeblich an, kommen aber zu selten durch die Verteidigungsreihen der gut stehenden „Löwen“. Sechs Minuten vor Ende kommt die Scheibe aus spitzem Winkel auf unser Tor und schlägt im oberen Eck ein. Die Hausherren spielen jetzt die Uhr herunter. Auch in Überzahl kommen wir nicht mehr zum Abschluss und selbst eine Auszeit, 85 Sekunden vor Spielende, bringt nicht den gewünschten Erfolg. Im Gegenteil: Das leer stehende Tor trifft Baker zum 5:1 Endstand.
(BYL) Die Löwen mussten am Sonntag den ersten Platz in der Gruppe B der Verzahnungsrunde wieder abgeben. Das Team von Rainer Zerwesz verspielte beim ESV Buchloe bedingt durch viele Strafzeiten im letzten Drittel eine 3:1-Führung und unterlag dann auch verdient im Penaltyschießen mit 3:4. Auf Seiten der Gastgeber mutierte David Vycichlo zum Mann des Spiels, der zunächst beide Tore zum Ausgleich beisteuerte und dann den entscheidenden Penalty versenkte.
„Buchloe hat es gut gemacht, hart gespielt und defensiv gut gearbeitet. Wir haben einige saudumme Strafzeiten bekommen und dann verlierst du so ein Spiel“ konstatierte Löwen-Cheftrainer Rainer Zerwesz noch sichtlich angefressen am Tag nach der Partie. Erneut fehlten die Ausgeglichenheit und die Durchschlagskraft bei allen Angriffsreihen: Glänzte beim 4:2-Sieg am Freitag noch die erste Reihe, blieb diese diesmal blass und stattdessen waren die restlichen Reihen für die Tore verantwortlich. Eine Schwäche, die sich wie ein roter Faden durch die Saison zu ziehen scheint und deshalb laut Zerwsz Veränderungen in der Reihenzusammenstellung mit sich bringen wird.
Nach einem torlosen ersten Drittel, starteten die Industriestädter in den mittleren Spielabschnitt in Überzahl. Doch anders als am Freitag, als der EHC drei seiner vier Tore im Powerplay erzielen konnte, ging der Schuss erneut nach hinten los und Buchloe markierte seinen ersten Treffer, diesmal zum 1:0 durch Markus Vaitl (20:39). Die Freude währte bei den weniger als 300 Zuschauern aber nur kurz, denn noch in der gleichen Überzahl schlugen die Löwen zurück und Daniel Hämmerle sorgte mit energischem Nachsetzen für den Ausgleich (21:26). Der Treffer zum 1:1 brachte die Waldkraiburger in Aufwind und nur gute drei Minuten später schlug Michael Trox, erneut im Powerplay zu und traf zur erstmaligen Führung (24:34). Als nach einer guten halben Stunde Thomas Rott die Industriestädter erneut jubeln ließ und den Abstand vergrößerte (30:51) hoffte man auf Löwen-Seite bereits auf den nächsten Dreier und somit das zweite Sechs-Punkte-Wochenende in Folge- doch die Pirates aus Buchloe hatten sich noch längst nicht aufgegeben.
Früh gerieten die Löwen im Schlussdrittel in Bedrängnis und in Unterzahl. Buchloe brauchte nur 65 Sekunden, da hatte David Vycichlo auf 2:3 aus Sicht der Gastgeber verkürzt (45:24). Aus der Oberliga vom Hamburger SV war Vycichlo im Sommer nach Bayern zurückgekehrt, wo er zuvor auch schon für Memmingen, Königsbrunn und Kaufbeuren aktiv gewesen war und er sollte jetzt langsam aber sicher zum Mann des Spiels mutieren. Gute sechs Minuten vor dem Ende kassierten die Löwen zwei Strafen innerhalb von zehn Sekunden und diese doppelte Überzahl ließ sich Vycichlo wieder nicht entgehen. Aus spitzestem Winkel überwand der 26-Jährige Waldkraiburgs Schlussmann Björn Linda und sorgte für den Ausgleich (54:55).
Nachdem die anschließende, fünfminütige Überzahl keine weiteren Tore brachte, ging es ins Penaltyschießen und hier zeigte sich, dass der Unterschied zwischen dem bisherigen Oberligisten und dem Bayernligisten kein so großer ist: Die Löwen vergaben alle Versuche, bei Buchloe versenkte- wer auch sonst- David Vycichlo die Scheibe und sicherte Buchloe somit den Zusatzpunkt. Weil der bis vor dem Spiel punktgleiche HC Landsberg am Sonntag auch in Miesbach mit 6:4 gewinnen konnte, sind die Löwen Platz 1 in der Gruppe B wieder los. Am Freitag muss der EHC nach Miesbach, am Sonntag kommen die Landsberger um 17:15 in die Industriestadt. Dass es in diesen Spielen wieder einer Steigerung bedarf, sollte jedem im Team der Löwen einleuchten.
Fuchs beißt Krokodil: Klarer 8–2 Heimsieg der Füchse Duisburg gegen Crocodiles Hamburg ( 4-0/2-1/2-1 )(OLN) Klar und kraftvoll konnten die Duisburger das erste Drittel mit 4 – 0 für sich entscheiden. Für Kristian wechselte Trautmann in den Kasten. Trotz eines schnellen weiteren Gegentores, gewannen die Crocodiles im Mittelabschnitt mehr Übersicht und Spielanteile.
Gino Blank gelang das erste Tor für Hamburg, Duisburg erzielte das Tor zum 6-1. Im Schlussdrittel kämpften die Hamburger Jungs engagiert, konnten das Blatt aber nicht mehr wenden: Kapitän Christoph Schubert war mit Knieproblemen in der Kabine geblieben, Duisburg erhöhte weiter auf 7-1 .
Völlig unnötig dann ein krasses Foul von Norman Martens gegen Crocodiles Stürmer Fabian Calovi, das mit einer Matchstrafe geahndet wurde. Duisburg nutzte die folgende Unruhe zum 8-1, Brad McGowan beendete den Abend mit dem 2. Tor für Hamburg.
(OLN) Beim vierten Duell des Herner EV mit den Wedemark Scorpions in dieser Saison gab es den vierten Sieg der Gysenberger, der zum dritten Mal mit dem Ergebnis von 4:2 für den Tabellenführer der Oberliga Nord ausging. „Wenn wir im ersten und vor allem zweiten Abschnitt unsere Chancen effektiver genutzt hätten, hätten wir die Partie vielleicht früher entscheiden können. So mussten wir bis zum Ende kämpfen um die drei Punkte mit nach Hause nehmen zu können“ meinte HEV Cheftrainer Frank Petrozza nach Spielende. In der Tat fiel der vierte Treffer erst 54 Sekunden vor Spielende. Zu einem Zeitpunkt, als Scorpions Trainer Dieter Reiss eigentlich seinen Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers herausnehmen wollte um noch den Ausgleich zu erzwingen.
Der HEV konnte bereits in der 5. Spielminute durch Aaron McLeod im Nachschuss das 0:1 erzielen. Aber nur drei Minuten später konnte der Ex-DEL-Verteidiger Andre Reiß bei seinem Debüt im Dress der Scorpions den Ausgleich markieren. Danach nahmen aber die Gysenberger wieder das Heft in die Hand und kamen in der 14. Minute durch Thomas Dreischer, der einen Schuss von Jan-Niklas Pietsch verlängern konnte, zum 1:2. Es folgten weitere gute Herner Möglichkeiten und als Damian Schneider in der 14. Minute frei vor dem Wedemarker Tor stand konnte er den Puck zum 1:3 einlochen. Nach einer weiteren guten Chance durch Dominik Luft konnten die Scorpions aber in der 17. Minute auf 1:4 verkürzen.
Der zweite Abschnitt begann mit einer Druckphase der Gastgeber, aber dann wurde der HEV wieder spielbestimmend. Tore wollten aber nicht fallen. Auch auf Seiten der Scorpions nicht, die sporadisch zu gefährlichen Angriffen kamen. Nach fünf Treffern im ersten Drittel blieb das zweite torlos. Und auch das dritte bot zwar wieder gute Möglichkeiten mit einem Chancenplus für den HEV, aber lange Zeit keine zu bejubelnden Tore. Dafür gab es in der 49. Minute nach einigen Handgreiflichkeiten gleich 20 Strafzeiten, gleichmäßig verteilt auf beide Seiten. Bis zum nächsten (und letzten) Treffer musste weiter gewartet werden und zwar bis zur Schlussminute. Da konnte Sam Verelst einen Scheibenverlust der Scorpions nutzen, frei auf das Tor der Gastgeber stürmen, den Keeper ausspielen und den Schlusspunkt setzen. Nach null Punkten vor einer Woche war damit wieder ein weiteres 6-Punkte-Wochenende perfekt. Sechs Spiele vor Ende der Meisterrunde liegt der Herner EV wieder 13 Punkte vor den nächsten Verfolgern.
Am kommenden Wochenende steht für den Herner EV nur eine Begegnung auf dem Spielplan und zwar am Freitag ab 20 Uhr am heimischen Gysenberg gegen die Tilburg Trappers. Dann kommt der aktuelle Tabellenzweite und man kann erneut, wie schon in den letzten Wochen, von einer spannenden und umkämpften Spitzenpartie ausgehen.
ESC Wedemark empfängt Halle Saale Bulls - Starkes Spiel gegen Spitzenreiter Herner EV (OLN) Der Einstand des Wedemärker Neuzugangs Andy Reiss war fast perfekt. Gegen den Spitzenreiter der Meisterrunde der Oberliga-Nord boten die Wedemärker – bis auf die Anfangsminuten – eine tadellose Leistung.
Andy Reiss war beim 2:4 (2:3/0:0/0:1) an beiden Toren beteiligt. Das erste Wedemärker Tor schoss er aus halbrechter Position selbst, das zweite Tor des ESC legte er nach einem starken Auftritt Andreas Morczinietz perfekt auf.
„Insgesamt eine gute Leistung meiner Mannschaft“, so der gesundheitlich angeschlagene Coach Dieter Reiss, der bis auf wenige Ausnahmen mit dem Auftritt seines Teams zufrieden war.
Am Freitag, den 10. Februar kommen die Saale Bulls aus Halle ins Mellendorfer Eisstadion (Hockeyzentrale Ice-House) zum nächsten Spiel in der Meisterrunde der Eishockey Oberliga-Nord.
„Während unserer Zugehörigkeit zur Eishockey-Oberliga haben wir uns gegen das Team aus Sachsen-Anhalt immer packende Duelle geliefert“, so Sportchef Eric Haselbacher, der auch am Freitag wieder mit einer starken Leistung seines Teams rechnet.
Insgesamt müssen die Wedemärker noch sieben Begegnungen bestreiten, ehe es für den ESC in die Pre-Play-offs geht. Wir starten mit einem Heimspiel am Freitag, den 10. März um 20:00 Uhr. Nach den Durchführungsbestimmungen werden wir nach aktueller Tabellensituation auf den Ersten der Qualifikationsrunde – augenblicklich die Hannover Indians – treffen.
Wir haben mit dem Erreichen der Meisterrunde und dem damit verbundenen Erreichen der Pre-Play-offs unser gesetztes Saisonziel bereits erreicht und werden uns jetzt erst einmal zu 100% auf die nächste Heimbegegnung gegen die Halle Salle Bulls am Freitag um 20:00 Uhr im Ice-House konzentrieren.
Penaltyerfolg durchbricht Buchloer Durststrecke - ESV Buchloe dreht gegen Oberligisten Waldkraiburg einen 1:3 Rückstand in Heimsieg(BYL) Ganze sechs Partien mussten die Anhänger des ESV Buchloe in der Verzahnungsrunde warten, bis sich die Piraten für ihren unermüdlichen Aufwand endlich erstmalig mit Punkten belohnten. Am Sonntagabend bezwangen die Freibeuter dabei zu Hause den Oberligisten Waldkraiburg mit 4:3 (0:0, 1:3, 2:0) im Penaltyschießen und holten somit die ersten beiden Zähler der Zwischenrunde. Dabei kamen die Buchloer nach einem 1:3 Rückstand zurück und feierten am Ende einen verdienten Sieg des puren Willens. "Wir sind natürlich froh, dass wir endlich die ersten Punkte holen konnten, was vor allem auch mental wichtig für die Jungs war", freute sich ESV-Trainer Topias Dollhofer.
Nach der guten Leistung im Freitagshinspiel trotz knapper 2:4 Niederlage starteten die Piraten auch im Rückspiel gegen den Favoriten aus Waldkraiburg forsch. Schon nach wenigen Sekunden traf Pavel Vit den Pfosten und kurz darauf hatte Christoph Heckelsmüller gleich die nächste Gelegenheit. Beide Teams versuchten aber dennoch erst einmal hinten sicher zu stehen, was beiden im ersten Drittel auch recht gut gelang. Ein paar Torchancen ergaben sich aber trotzdem, wobei die Hausherren dabei sogar, nicht nur wegen der Doppelchance in der Anfangsphase, die gefährlicheren Aktionen hatten. Zunächst waren die zwei gut aufgelegten Torhüter Björn Linda und Buchloes Daniel Blankenburg aber auf der Hut. Und da die Löwen Mitte des ersten Drittels ebenfalls nur das Aluminium trafen, ging es torlos das erste Mal in die Kabinen.
Im zweiten Abschnitt dauerte es dafür nur 39 Sekunden, ehe die heimischen Fans erstmalig jubeln durften und das auch noch in Unterzahl. Markus Vaitl hatte sich geschickt durchgesetzt und zum 1:0 getroffen. Doch die Freude währte nur kurz, denn noch in der selben Überzahl des EHC glückte den Gästen der Ausgleich. Daniel Hämmerle antwortet im Nachsetzten umgehend zum 1:1 (22.). Und der Oberligist nutzte in der Folge die wenigen Lücken der sonst gut organisierten ESV-Defensive im Stile einer Spitzenmannschaft eiskalt. So drehte Michael Trox bei Drei gegen Vier die Partie, indem er per Flachschuss Blankenburg zum 1:2 überwand (25.). Und als Thomas Rott zur Hälfte der Spielzeit auf 1:3 erhöhte, rechneten viele bereits mit der nächsten Niederlage des ESV, da die Freibeuter durch die drei schnellen Gegentore auch etwas den Faden verloren.
Doch im Schlussabschnitt sollte den wie immer tapfer kämpfenden Piraten eine tolle Aufholjagd gelingen. Den Anfang dazu machte David Vycichlo nach 46 Minuten, als er im Powerplay zum 2:3 Anschluss abstaubte. Die Hausherren witterten nun ihre Chance und drängten begünstigt durch einige Strafzeiten der Löwen auf den Ausgleich. Und so war es erneut Vycichlo, der fünf Minuten vor dem Ende in doppelter Überzahl aus unmöglichem Winkel Tormann Björn Linda überlistete und zum viel umjubelten 3:3 traf. Auch wenn beide Kontrahenten in der restlichen Spielzeit noch die ein oder andere Möglichkeit zum Siegtreffer hatten, blieb es auch nach 60 Minuten beim Unentschieden.
In der anschließenden fünfminütigen Verlängerung hatte Alexander Krafczyk die größte Chance zum goldenen Tor, doch der Buchloer Topscorer verpasste die vorzeitige Entscheidung. Dementsprechend musste das Penaltyschießen über den Sieger entscheiden und hier behielten die Buchloer die Nerven. Während Marc Weigant und David Vycichlo ihre Versuche ins Tor beförderten, scheiterten die Waldkraiburger allesamt an Schlussmann Daniel Blankenburg, sodass sich die Piraten schließlich nicht unverdient über den Zusatzpunkt freuen durften.
Zwar bleiben die Rot-Weißen trotz des ersten Sieges weiter auf dem letzten Gruppenrang, doch dürfte dieser Überraschungserfolg dennoch Selbstvertrauen gegeben haben. Entschieden ist nämlich noch lange nichts, da der Rückstand auf die viertplatzierten Erdinger mit sechs Punkte in den vier verbleibenden Duellen noch aufholbar ist. Am kommenden Freitag trifft man ab 20 Uhr im nächsten Heimspiel dabei ausgerechnet auf die Gladiators, ehe es am Sonntag dann an den Bodensee zum EV Lindau geht (17.30 Uhr).
Happy End im Klassiker: Memmingen Indians besiegen Höchstadt nach Verlängerung (BYL) Vor über 2000 Zuschauern besiegte der ECDC Memmingen den Oberligisten aus Höchstadt mit 2:1 nach Verlängerung. Die Treffer für die Indians erzielten Martin Jainz und Lukas Varecha. Die Rot-Weißen konnten damit auch den zweiten höherklassigen Gegner am Hühnerberg bezwingen und den wichtigen zweiten Rang verteidigen. Das nächste Heimspiel steigt dann am kommenden Sonntag gegen den EV Pegnitz.
Es war alles angerichtet: Nach dem engen Spiel vom Freitag, an dem die „Alligators“ in der Verlängerung die Oberhand behielten, kamen über 2000 Zuschauer an den Memminger Hühnerberg, um ihr Team im Kampf gegen den Oberligisten zu unterstützen. Die Gäste aus Franken starteten gut in die Partie und dominierten das Geschehen, doch Joey Vollmer war auf dem Posten und verhinderte einen frühen Rückstand. Trotz vieler Torgelegenheiten, ging es mit einem etwas schmeichelhaften Unentschieden, in einer hochklassigen Partie, in die erste Drittelpause.
Aus dieser Pause kamen die Memminger dann mit mehr Elan und sollten sofort belohnt werden. Über Varecha und Miettinen kam der Puck in der 24. Spielminute zu Martin Jainz, der dem Spielgerät die entscheidende Richtungsänderung verpasste und somit Torhüter Schnierstein überwand. Doch die Gäste vom HEC ließen sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen. Die routinierten Akteure des Oberligisten markierten vier Minuten später den Ausgleich durch Kapitän Sikorski, der in Überzahl von der blauen Linie traf. Somit war alles wieder auf Anfang gestellt und die Zuschauer durften sich auf ein spannendes letztes Drittel einstellen.
In diesem Schlussabschnitt war es dann weiterhin das enge und hart umkämpfte Match zweier Rivalen, die unbedingt den Sieg für sich verbuchen wollten. Zahlreiche Chancen auf beiden Seiten wurden von den exzellenten Schlussmännern vereitelt, die beide auch am Ende der Partie zu den besten Spielern ihrer Teams gewählt werden sollten. Eine Schrecksekunde hatten die Indians zu überstehen, als die Höchstadter nach einem Schuss bereits jubelten, das Schiedsrichtergespann allerdings den Puck am Pfosten gesehen hatte. Doch auch die Hausherren hätten wenige Sekunden vor dem Ende den Sack in einer tollen Partie zu machen können, Lukas Varecha scheiterte aber, nach toller Vorarbeit von Daniel Huhn, quasi mit der Schlusssirene.
Und so musste, wie schon am Freitag, in der Verlängerung über einen Sieger entschieden werden. Die Indians starteten in dieser mit einer Überzahlsituation und ließen sich diese Chance nicht entgehen. Nach Querpass von Jan Jarabek erlöste Lukas Varecha die 2000 Zuschauer, die nun völlig aus dem Häuschen waren und den zweiten Sieg über einen Oberligisten bejubeln konnten.
Weiter geht es für die Memminger am kommenden Wochenende mit einem Auswärtsspiel beim ESC Dorfen (Freitag, 20:00 Uhr), zu dem auch ein Fanbus eingesetzt wird. Anmeldungen sind noch möglich unter Telefon 0160/7856269. Am Sonntag steigt dann das nächste Heimspiel gegen den EV Pegnitz, zu dem bereits wieder der Vorverkauf angelaufen ist.
EV Moosburg festigt mit 6:3-Heimsieg Platz zwei in der Abstiegsrunde(BYL) Zum Ende der Playdown-Hinrunde hat der EVM seine Ausgangsposition im Kampf um den Bayernliga-Klassenerhalt noch einmal stark verbessert. Durch den 6:3 (4:1, 1:1, 1:1)-Heimerfolg über die Wanderers Germering verteidigten die Moosburger Rang zwei und haben nun sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.
Nach der Nullrunde in Geretsried war klar: Gegen Germering muss der EV Moosburg gewinnen, wenn das Abstiegsgespenst nicht zum Gast in der Sparkassen-Arena werden soll. Dessen schienen sich die Grün-Gelben am Sonntag von Beginn an bewusst zu sein – und legten entsprechend los. Bereits nach dreieinhalb Minuten sorgte Daniel Möhle für das 1:0, Josef Kankovsky markierte nur zwei Minuten später Tor Nummer zwei. Die Gäste hatten sich zwar auch einiges vorgenommen, taten sich aber schwer mit dem Tempo, das die Dreirosenstäder vorgaben. Und als die Wanderers in Überzahl die Gelegenheit bekamen, zu verkürzen, entwischte ihnen der heute wieder unermüdlich rackernde Dominik Schindlbeck und traf zum 3:0. Den Gästen gelang nach einer Viertelstunde dann zwar doch ihr erstes Tor, Kevin Steiger ließ selbigem in der Schlussphase des Anfangsdrittels aber umgehend das 4:1 folgen.
Dass deutliche Führungen nicht immer Sieggarantien sind, haben die Startschew-Schützlinge zum Leidwesen ihrer Fans heuer schon öfter unterstrichen. Doch der EVM blieb diesmal auch im zweiten Durchgang konzentriert. Als Christian Seidlmayer das fünfte Heim-Tor bejubeln durfte, roch es nach knapp einer halben Stunde schon nach einer Vorentscheidung. „Aber dann gab’s leider wieder fünf Minuten, in denen wir ziemlich geschwommen sind“, sagte er bei der anschließenden Pressekonferenz. Symbolisch für diese Phase war das Solo von Germerings US-Kontingentspieler J.C. Cangelosi, der dabei nur durch ein Foul gestoppt werden konnte. Den fälligen Penalty verwandelte er souverän (34.).
Doch viel mehr kam von den Gästen, die mit zwei Zählern am Tabellenende der Abstiegsrunde stehen, nicht mehr. Auch im Schlussabschnitt blieb es beim Bemühen. Und ehe es vielleicht doch noch mal spannend werden konnte, machte Schindlbeck einen Viertelstunde vor dem Ende seinen Doppelpack komplett und den Sack zu. Das dritte Wanderers-Tor im Powerplay war nur noch von statistischer Bedeutung.
Eine große Bedeutung hat für den EVM das nächste Playdown-Match am kommenden Freitag zuhause gegen Nachbar Pfaffenhofen (19.30 Uhr). Hier könnten die Moosburger mit einem Sieg den wohl schon entscheidenden Schritt zum Klassenerhalt machen.
Erster Auswärtssieg genau zum richtigen Zeitpunkt - Pfaffenhofen IceHogs gewinnen in Schongau mit 4:3(BYL) Noch keinen einzigen Punkt hatte der EC Pfaffenhofen in seinen bisherigen 14 Auswärtsspielen mit nach Hause gebracht. Im 15.Spiel sollte die Negativserie nun enden und dies genau zum richtigen Zeitpunkt. Am Freitag siegten die Pfaffenhofener bei der EA Schongau mit 4:3 (3:0; 1:1; 0:2) und holten damit drei enorm wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt. Und dieser Erfolg war hoch verdient, auch wenn es am Ende nochmals eng wurde. Doch dass die IceHogs trotz einer deutlichen 4:0 Führung noch zittern mussten, hatten sie sich zum großen Teil selbst zuzuschreiben. Zwei Drittel lang waren die Hausherren nämlich nahezu chancenlos, weil das Team von Michael Dippold von der ersten Sekunde an die Mammuts unter Druck setzten und diese sich kaum einmal aus der Umklammerung lösen konnten. Lediglich auf Patrick Landstorfer musste Michael Dippold verzichten, der Grund war allerdings ein durchaus erfreulicher: Der ECP-Kapitän war am Freitag Vater eines Sohnes geworden. Für ihn rückte Fabian Eder vom Angriff in die Abwehr und der Youngster machte dort seine Sache hervorragend. Schon nach gut 30 Sekunden hatten die IceHogs die erste gute Möglichkeit, die Niklas Marschall im Schongauer Kasten aber noch vereiteln konnte. Drei Minuten später war er dann aber das erste Mal geschlagen. Die erste Überzahlmöglichkeit nutzte Robert Neubauer zur Führung für die Gäste, die auch danach weiter Gas gaben und den Gastgebern keine Verschnaufpause gönnten. In der 10. Minute erhöhte Matt Spafford nach Vorarbeit von Robert Neubauer und Andreas Pielmeier auf 2:0 und nur drei Minuten später baute Michael Welter nach Zuspiel von Stephan Trolda den Vorsprung weiter aus. Unterbrochen wurde der Spielfluss der im ersten Drittel wie aus einem Guss spielenden IceHogs lediglich durch die übertrieben kleinlich leitenden Schiedsrichter, die in einer fairen Partie allein im ersten Spielabschnitt auf beiden Seiten jeweils fünf Strafzeiten verhängten. Mit dem bis zu diesem Zeitpunkt hoch verdienten 3:0 ging es in die erste Pause und auch nach dem Wechsel blieben die Gäste die tonangebende Mannschaft. Als dann Robert Gebhardt in der 34. Minute in Überzahl zum 4:0 traf, schien dies bereits die Vorentscheidung zu bedeuten, zumal sich Schongau wenig später erneut eine Strafe einhandelte. Doch ein Fehlpass im Powerplay eröffnete Simon Maucher eine Breakchance, die er sich nicht nehmen ließ und den starken Philipp Hähl im Pfaffenhofener Tor zum Anschlusstreffer überwand. Eigentlich noch kein Grund zur Sorge, da es bald danach in die zweite Pause ging. Die schienen die IceHogs allerdings nicht dazu genutzt zu haben, sich wieder zu sammeln. Nach dem Wechsel war nämlich die zuvor an den Tag gelegte Souveränität urplötzlich wie weggeblasen. Schongau erkannte seine Chance und kam in der 43. Minute zum 2:4, als Marius Klein aus dem Gewühl heraus traf. Dieser Treffer schien die Gastgeber weiter zu beflügeln, während die Nervosität bei den IceHogs noch zunahm. Die logische Folge: Durch einen von Simon Maucher abgefälschten Schuss von der blauen Linie kamen die Mammuts auf 3:4 heran. Innerhalb von zehn Minuten fanden die Hausherren wieder zurück ins Spiel und im Pfaffenhofener Lager war nun endgültig Zittern angesagt. Zum Glück fingen sich die IceHogs aber wieder und gerade in solchen Situationen zeigt sich, wie wertvoll die Routine eines Stephan Trolda oder Matt Spafford für die junge Mannschaft ist. Jedenfalls bekamen die Gäste in der Schlussphase die Partie wieder unter Kontrolle, so dass sie diesen wichtigen Erfolg letztendlich noch sicher über die Zeit brachten.
(BLL) Die weite Reise zu den Trostberg Chiefs am Sonntag Nachmittag hat sich aus sportlicher Hinsicht für die Nature Boyz ausgezahlt, denn mit ihrem 4:5 (2:1, 0:3, 2:1)-Sieg errangen sie nochmals die volle Punkteausbeute und können somit gestärkt in die Play-Down-Spiele gehen.
Vor dem Spiel gab es eine besondere Ehrung, denn Rainer Roßmanith bestritt sein letztes und 700. Spiel für die Gastgeber. Die Gastgeber mußten auf drei gesperrte Spieler verzichten, auch bei den Gästen fehlten u. a. Manuel Weninger, Thomas Ptok, Timmo Weindl und Ron Zinner. Nach einer überlegenen Spielöffnung, mit mehreren Chancen für die Hausherren, war es dem Jubilar gegönnt, die eigenen Farben in der 9. Spielminute in Front zu schießen. Die vom sehr gut aufgelegten Andreas Scholz abprallende Scheibe staubte der Routinier gekonnt ab. Die Nature Boyz ließen sich jedoch nicht beeindrucken und erzielten ihrerseits in der 14. Spielminute den 1:1-Ausgleichstreffer. Manfred Guggemos verwandelte das Zuspiel von Stefan Neumeier per Direktschuß. Kurz darauf nutzten die Chiefs eine Überzahlsituation zur erneuten 2:1-Führung in der 15. Spielminute. Ex-NHL-Spieler Robert Wren war per Einzelleistung erfolgreich.
Motiviert kehrten die Naturburschen aus der Pause zurück. Es waren gerade 51 Sekunden gespielt, als Benedikt Zeitler einen Schuß von Bastian Grundner zum 2:2 in die Maschen abfälschte. Es entwickelte sich jetzt eine flotte Partie, in der im weiteren Verlauf drei Spieler entscheidenden Anteil am Erfolg hatten: Stefan Neumeier, Bastian Grundner und der wieder stark haltende Andreas Scholz. Die beiden erstgenannten wirbelten die Abwehr der Gastgeber immer wieder durcheinander. Belohnt wurde das Engagement durch die erstmalige 2:3-Führung in der 34. Spielminute, als Martin Burger die Scheibe in Überzahl die Scheibe von der Blauen ins Netz donnerte. Bastian Grundner nahm sich die Scheibe und verlud die gesamte Abwehr einschließlich Torhüter Klimesch in der 37. Spielminute zum 2:4-Pausenstand.
Die Chiefs drängten im letzten Spieldrittel auf eine Ergebnisverbesserung, denn sie wollten die Saison mit einem Heimsieg ausklingen lassen. In der 43. Spielminute verkürzte deshalb Stefan Feldner, wieder in Überzahl, auf 3:4. Er fälschte einen Schuß von Maximilian Heitauer unhaltbar ab. Forst versuchte weiterhin, die Führung auszubauen, einige gute Möglichkeiten blieben jedoch liegen. Robert Wren nutzte dann per Nachschuß in der 52. Minute die Chance und erzielte den 4:4-Ausgleich. Der hoch motivierte Stefan Neumeier war es, der den Gastgebern dann alle Siegchancen raubte, per Alleingang netzte er in der 55. Spielminute zum 4:5-Endstand ein. Mit Glück und Geschick konnten die Gäste ihre Führung in der Schlußphase verteidigen und so den Auswärtssieg nach vielen Jahren wieder mit nach Hause nehmen.
Unschöne Szene am Rande der fairen Partie: Der Forster Fanclub reiste im Mannschaftsbus mit, um die Mannschaft wie gewohnt stimmgewaltig zu unterstützen. Leider wurde bereits vor dem Spiel ein Mitglied mit ordinären Schimpfwörtern bedacht. Er ließ sich jedoch nicht einschüchtern und feierte mit den anderen den Auswärtssieg.
Wie es in der Play-Down-Runde weitergeht, ist noch ungewiß, weil das Spiel zwischen dem ESV Burgau und dem SC Reichersbeuern abgebrochen wurde. Je nach Entscheidung des BEV haben wir gegen Burgau das eventuell zusätzliche Heimrecht erreicht. Wir werden entsprechende Informationen dazu veröffentlichen.
EV Füssen: NACH AUSWÄRTSSIEG IN FÜRSTENFELDBRUCK GEHT ES IN DEN PLAYOFFS NUN GEGEN AMBERG(BLL) Nach dem Sieg der Black Bears Freising in Königsbrunn stand der EV Füssen bereits vor seinem Spiel in Fürstenfeldbruck als Sieger der Zwischenrunde Gruppe B fest. Da der Tabellenführer Dingolfing aus der anderen Staffel zwar noch nach Punkten hätte gleichziehen können, aber das wesentlich schlechtere Torverhältnis aufwies, war auch insgesamt der erste Platz gesichert und somit auch das Heimrecht für den EVF in weiteren möglichen Runden, falls das Viertelfinale überstanden wird.
Vor diesem Hintergrund war die Partie bei den Crusaders nicht mehr von großer Bedeutung für die Füssener, während die Heimmannschaft mit einem Sieg noch in die Playoffs hätte einziehen können, und somit entsprechend kämpferisch auftrat. Beim EVF fehlten einige Akteure, die diesmal im Nachwuchsbereich eingesetzt wurden, außerdem musste Vincent Wiedemann verletzungsbedingt passen. Für Ladislav Hruska kam Neuzugang Lubos Velebny zum Einsatz.
Während man in der Anfangsphase noch ein Überzahlspiel erfolglos verstreichen ließ, klappte es beim zweiten in der 16. Minute zur Führung durch Nikolas Oppenberger. Er war es auch, der im zweiten Abschnitt ebenfalls mit einem Mann mehr auf 2:0 erhöhte. Füssen spielte hier ein fünfminütiges Powerplay nach einer Spieldauerstrafe gegen Fürstenfeldbruck. Dem heimischen EV gelang aber drei Minuten später der Anschlusstreffer. Die Antwort darauf hieß erneut Nikolas Oppenberger. Der Füssener Topscorer traf kurze Zeit später zum dritten Mal und erhöhte damit seine Torausbeute in den zehn Zwischenrundenspielen auf 16. Im letzten Drittel gab es vier Strafzeiten gegen die Ostallgäuer, eine davon nutzten die Brucker zum Endstand von 2:4, zuvor hatte Ron Newhook den vierten Füssener Treffer besorgt.
Im Modus „Best-of-Three“, also auf zwei gewonnene Spiele, startet ab Freitag, den 10. Februar, am heimischen Kobelhang nun das Viertelfinale der Aufstiegs-Playoffs zur Bayernliga. Gegner ist dabei der ERSC Amberg. Der Vorverkauf für die entscheidende Saisonphase hat bereits begonnen.
(BLL) Wenigstens im letzen Spiel gab es das lang ersehnte Erfolgserlebnis für die Eishockeyspieler vom ESC Kempten und sie schlugen in überzeugender Manier den VfE Ulm/Neu-Ulm mit 6:3.
Die Vorzeichen waren eigentlich klar, Ulm war schon durch und Kempten stand nach der Freitagspartie als Gruppenletzter fest. Dennoch galt es für die Mannschaft von Trainer Andreas Becherer Selbstvertrauen für die entscheidende Phase zu sammeln. Entsprechend traten sie auch gleich im ersten Abschnitt auf. Vor allem hier gelangen ihnen lange vermisste Kombinationen und attraktives Angriffspiel. Nicht einmal drei Minuten waren gespielt, da traf Tobi Epp auf Zuspiel von Martin Zahora zum 1:0. Und die Sharks drückten weiter aufs Tempo, so erzielte nach neun Minuten Kapitän Alex von Sigriz Treffer Nummer Zwei für die Haie. Die hatten jetzt Lunte gerochen und wollten ihren Fans zeigen, dass sie das Tore schießen nicht verlernt hatten. Treffer Drei durch Martin Zahora in Minute fünfzehn und zwei Minuten später bediente der Tscheche mustergültig Verteidiger Scheffer, der nur noch einzuschieben brauchte. 4:0 stand es und der erste Abschnitt war noch nicht einmal gelaufen. Ein Gefühl an das sich der Kemptener Eishockey-Zuschauer noch zu gewöhnen versuchte als kurz vor der Pause Ulm das erste Lebenszeichen in Form eines Überzahltreffers von sich gab.
Die Aufholjagd der Gäste ging vor allem im mittleren Abschnitt weiter. Hier verloren die Allgäuer wie so oft schon in den vergangenen Spielen etwas die Kontrolle über das Spiel. So war es kurz vor der Halbzeit, dass zwei Fehler in der Kemptener Defensive zu zwei Treffern für die Gäste führten und es nur noch 4:3 aus Sicht der Sharks stand. Treffer Nummer drei für die Gäste wurde für jeden ersichtlich zwar mit dem Schlittschuh erzielte, fiel aber trotzdem in die Wertung. Jetzt war es an Becherer, seine Truppe wieder wach zu rütteln und seine Worte wurden wohl gehört. Zwei Minuten vor der Pause traf abermals Zahora mit einem Schlenzer von der blauen Linie in Überzahl. So ging es also beim Stand von 5:3 in das letzte Spieldrittel.
Hier war es dann wieder die Heimmannschaft die die Zügel übernahm. Einzig die Abwehrreihen oder der Torhüter der Donau-Devils hatte hier wohl etwas gegen einen allzu deutlichen Erfolg der Kemptener. Zwar gab es hüben wie drüben noch zahlreiche Torchancen, für zählbares sorgte aber einzig Andreas Ziegler mit einem feinen Schuss aus der Drehung in den Torwinkel und der 6:3 Endstand war hergestellt.
Und genau dieser Auftritt war wichtig für die Mannschaft um Kapitän Alex von Sigriz, schließlich stehen am kommenden Wochenende die Play-Downs an und mit dem SC Reichersbeuern treffen die Allgäuer auf einen Gegner der ihnen in den letzten Jahren immer alles abverlangte. Die Spieltermine sind noch bekannt zu geben, denn am Freitag hätten die Oberbayern dank ihrer besseren Platzierung eigentlich Heimrecht, hier spielt allerdings die Oberliga-Mannschaft der Tölzer Löwen ihre Playoff-Partie und die Halle ist belegt. Die Termine für die Spiele werden aber noch rechtzeitig bekannt gegeben.
(BLL) Nach hartem Kampf bezwang der EHC Königsbrunn sonntags die „Wölfe“ des EV Bad Wörishofen mit 6:3. Damit erreichen die Brunnenstädter das Play-off Viertelfinale gegen Schweinfurt und sichern sich das Heimrecht am nächsten Freitag.
Vor dem Spiel hatte Königsbrunn mit einigen Ausfällen zu kämpfen. Zwar kehrte Henning Schütz nach seiner Verletzung in die Mannschaft zurück, allerding musste Routinier Roman Mucha wegen Knieproblemen pausieren. Doch auch die Gäste aus der Kurstadt waren dezimiert zum Entscheidungsspiel um Platz zwei angereist. Nach der schlechten Vorstellung vom Freitag startete Königsbrunn stark in die Partie spielte konzentriert nach vorne. Bad Wörishofen beschränkte sich zuerst auf Konter und kam kaum zu Torschüssen. Der EHC setzte sich im gegnerischen Drittel fest und machte mächtig Druck. Mit dem verdienten 1:0 durch Moritz Lieb ging Königsbrunn in der fünften Spielminute in Führung. Doch danach machten sich die Brunnenstädter durch Strafzeiten das Leben schwer und spielten ab der achten Spielminute teilweise in doppelter Unterzahl. Die Wölfe setzten sich im Drittel der Königsbrunner fest und generierten einige Torchancen, in der zwölften Spielminute hatten sie damit auch Erfolg. Nach dem Ausgleich setzte der EHC energisch dagegen und drängte auf den nächsten Treffer. Nur vier Minuten später schoss Maxi Merkle zur erneuten Führung für Königsbrunn ein. Doch die Freude währte nur kurz, denn die Wölfe setzten sofort nach und glichen nur eine Minute später durch ihren Kontingentspieler Michael Telesz aus. Mit dem Unentschieden ging es dann in die erste Pause. Im Mittelabschnitt ging der EHC in der 27. Spielminute durch Patrick Zimmermann erneut in Führung, doch wie schon im ersten Drittel hagelte es danach wieder Strafzeiten für Königsbrunn. Doch selbst in doppelter Überzahl schafften es die Wölfe nicht den Ausgleich zu erzielen, der EHC überstand diese kritische Situation schadlos. Im letzten Drittel drängten beide Teams auf den nächsten Treffer, dieser fiel dann aber erst nach zehn Minuten. Lukas Fettinger zog aus spitzen Winkel ab, zuerst schien der Gästekeeper den Puck sicher zu haben. Doch dann kullerte er hinter ihm ins Netz, der EHC lag nun 4:2 vorn. Die Gäste kamen zwar noch zum Anschlusstreffer, der Wölfetrainer setzte jetzt alles auf eine Karte. Vier Minuten vor Spielende nahm er seinen Keeper zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Doch der EHC bestrafte den Versuch gnadenlos, Patrick Zimmermann netzte ins leere Gästetor ein. Die risikofreudigen Gäste ließen den Tormann trotzdem auf der Bank und fingen sich nur eine Minute später den nächsten Treffer zum 6:3 Endstand ein. Damit war die Partie entschieden, Königsbrunn holt sich nach einem schwierigen Spiel verdient den letzten Sieg der Zwischenrunde.
EHC-Coach Erwin Halusa freut sich über den Sieg: „Die Mannschaft hat heute Moral bewiesen und von Beginn an gekämpft. Wir werden uns unter der Woche auf den nächsten Gegner vorbereiten, allerdings fehlen uns viele Spieler.“
Dinslaken Kobras wahren ihre Playoffchancen(RLW) Es war ein Abend, wie gemalt für die Kobras. Nach dem Rückschlag vom Freitag mit der 3:4 Niederlage gegen Grefrath zeigten die Giftschlangen eine Trotzreaktion und gewannen klar und deutlich 7:0 gegen die Dortmunder Eisadler. Mit diesem Sieg, und weil Herford in Grefrath gewonnen hat, sind die Kobras nun wieder auf dem zweiten Platz und haben es wieder selbst in der Hand, in die Playoffs zu kommen.
Von Beginn an war Feuer unter dem Dach der Schlangengrube. Die Kobras spielten sich den Frust vom Freitag von der Seele und versuchten, d Eisadlern mit aggressivem und körperbetontem Eishockey nicht ins Spiel kommen zu lassen. So war es von Beginn an ein Kampf um jeden Zentimeter Eis, den die Kobras Stück für Stück für sich entscheiden konnten. Die Eisadler hingegen kamen immer weniger mit der Dinslakener Spielweise und der engen Regelauslegung des Schiedsrichters zurecht und fanden sich entsprechend häufig auf der Strafbank wieder. Dennoch fiel das erste Tor für Dinslaken erst in der 10. Minute beim Spiel 5 gegen 5. Michal Plichta war es, der ein Zuspiel von Tom Giesen irgendwie über die Dortmunder Torlinie drückte und die Kobras mit 1:0 in Front brachte. Zwei Minuten später bissen die Giftschlangen ein zweites Mal zu. Diesmal war es ein Überzahltor von Martin Jakubek, der von Kevin Wilson in Szene gesetzt wurde. Und es kam noch besser für die Kobras, als Benedikt Hüsken mit einem Schlagschuss von der blauen Linie Marius Dräger im Dortmunder Tor ein drittes Mal überwand. Wieder waren die Giftschlangen in Überzahl. Mit diesem drei Tore-Vorsprung ging es in die erste Pause, die auch dringend nötig war, damit sich gerade auf Dortmunder Seite die erhitzten Gemüter wieder beruhigen konnten.
Im zweiten Drittel blieb es weiter hektisch und die Eisadler versuchten immer wieder mit kleinen Scharmützeln die Kobras aus dem Tritt zu bringen. Doch die Sikorski-Truppe ließ sich von der Hektik nicht anstecken und blieben besonnener als die Dortmunder, die sich ein ums andere Mal auf Diskussionen mit dem Schiedsrichter einließen. Eishockey wurde aber auch noch gespielt und die Kobras legten in der 26. Minute nach. Wieder traf Michal Plichta für die Niederrheiner und schraubte das Ergebnis auf 4:0 in die Höhe. In der 32. Minute kam es dann zu einer unschönen Szene. Dinslakens Martin Jakubek und Eisadler Miles Steinschneider prallten zusammen und der Dortmunder verletzte sich dabei. Weil Jakubek bei dem Zusammenprall den Schläger zu hoch hatte, schickte der Schiedsrichter ihn mit einer 5 Minuten plus Spieldauerstrafe vom Eis. Nun konnten die Eisadler Druck auf die Dinslakener Verteidigung ausüben. Doch die Abwehr der Kobras war an diesem Abend bestens organisiert und konnte ihrerseits gefährliche Konter generieren, denn die Eisadler waren weit aufgerückt. Zwei dieser Konter fanden sogar ihr Ziel. In der 34. Minute wurde Kevin Wilson von Sebastian Haßelberg auf die Reise geschickt. Wilson bedankte sich mit seinem Treffer zum 5:0 für dieses Zuspiel. In der 36. Minute kombinierten sich Philipp Heffler und Stefan Dreyer pfeilschnell ins Dortmunder Drittel und schlossen den Konter mit dem Tor zum 6:0 durch Dreyer ab. Somit fiel die Vorentscheidung nach den beiden Unterzahltoren die Vorentscheidung zugunsten der Kobras schon im zweiten Drittel, denn die Eisadler hatten dem Dinslakener Spiel nicht mehr viel entgegen zu setzen.
Im letzten Drittel ließen die Kobras nichts mehr anbrennen und kontrollierten über weite Strecken das Spiel. Die Eisadler fanden gegen stark spielende Kobras kein Mittel und ergaben sich ihrem Schicksal. Dinslaken nahm angesichts der deutlichen Führung nun einen Gang raus und fuhr den Sieg sicher nach Hause. Den Abschluss auf Dinslakener Seite blieb Philipp Heffler vorbehalten, der 52. Minute das Tor zum 7:0 Endstand erzielte. Doch fast wären die Eisadler doch noch zum Torerfolg gekommen, als sich Lukas Schaffrath hinter dem Dinslakener Tor verzettelte und den Puck genau zu einem freien Dortmunder Spieler passte. Doch seine Vorderleute bleiben bis zum Ende voll konzentriert und retteten ihm den Shut-Out. Der unrühmliche Schlusspunkt blieb den Eisadlern vorbehalten, die sich zum Ende des Spiels noch mal lautstarke Diskussionen mit dem Schiedsrichtergespann lieferten, was zur Folge hatte, das in den letzten 5 Spielminuten gleich drei Dortmunder Spieler eine zehnminütige Disziplinarstrafe kassierten.
Mit diesem Sieg haben es die Kobras nun wieder selbst in der Hand, die Playoffs zu erreichen. Vor allem durch die Herforder Schützenhilfe, die mit dem Sieg in Grefrath erst wieder Platz zwei für Dinslaken möglich machten. Dennoch brauchen die Kobras nun Siege in Herford und Bad Nauheim, um sicher in den Playoffs zu sein. Es bleibt also weiter spannend in dieser Runde.
Diez-Limburg Rockets schlagen Ratingen nach Penaltyschießen(RLW) Starke Reaktion, starkes Comeback: Die EG Diez-Limburg gewinnt das Heimspiel gegen die Ratinger Ice Aliens mit 5:4 (0:2, 2:0, 2:2) nach Penaltyschießen. Damit klettern die Rockets in der Tabelle auf den fünften Tabellenplatz. Den entscheidenden Penalty verwandelte Stürmer Konstantin Firsanov.
Wer zuletzt lacht, lacht am besten: Knapp 20 Minuten waren in Diez gespielt, als die Gäste aus Ratingen mit 2:0 in Führung gingen. In einem ausgeglichenen ersten Drittel, in dem die Gastgeber mehr Offensivaktionen hatten, nutzten die Ice Aliens zwei eklatante Fehler in der Defensive zu zwei Treffern. Tobias Brazda besorgte das 1:0 (8.), Dustin Schumacher mit einem sehenswerten Alleingang das 2:0 (20.) - begleitet von lautem, höhnischen Lachen eines Ratinger Offiziellen auf der Spielerbank, der in Richtung Rockets zudem den Tipp gab: „Geh doch nach Neuwied“. Eine Botschaft, die irgendwie nicht mit dem Spiel in Verbindung zu bringen war. Aber gut - vielleicht musste das einfach mal gesagt werden.
Die Gastgeber konzentrierten sich derweil lieber darauf, auf dem Eis eine Antwort zu geben und sich für ihr couragiertes Spiel zu belohnen. Dafür brauchte es zwar eine Überzahlsituation, aber immerhin: Mit dem Treffer in numerischer Überlegenheit von Andrej Teljukin (29.) war der Bann gebrochen, die EGDL endgültig im Spiel. Und der Ausgleichstreffer wenig später von Konstantin Firsanov (35.) hoch verdient. Beim Stand von 2:2 wurden zum letzten Mal die Seiten gewechselt.
In einem turbulenten letzten Drittel konnten die Gastgeber zwei Mal in Führung gehen, starke Ice Aliens wusste jedoch beide Male darauf zu antworten. Alle Treffer fielen dabei jeweils in Überzahl: Matt Fischer machte das 3:2 (49.), Dennis Fischbuch besorgt den Ausgleich (53.). Martin Brabec traf zum 4:3 (55.), ehe Fischbuch die Partie erneut ausglich (57.). Zwischendurch hatten die Unparteiischen nach einem Gerangel und einer unübersichtlichen Situation Andrej Teljukin mit einer Matchstrafe vorzeitig zum Duschen geschickt. Eine Situation, die sich vermutlich erst durch das Studium des Spielvideos aufklären lässt.
Im Penaltyschießen behielten sowohl Matt Fischer als auch Konstantin Firsanov, der den entscheidenden Penalty verwandelte, die Nerven. Damit holte die EGDL den zweiten Sieg in der Meisterrunde, nachdem man freitags mit 6:2 in Hamm gewonnen hatte. „Wir haben alle zusammengehalten und gekämpft bis zum Umfallen“, freute sich EGDL-Trainer Anton Weißgerber. „Das war heute eine starke Teamleistung.“
Am kommenden Wochenende steht das letzte Heimspiel der Meisterrunde auf dem Programm, bevor es für die Rockets in die Play-offs geht. Die EGDL empfängt am Freitag um 20.30 Uhr Spitzenreiter Eisbären Hamm in der Diezer Eissporthalle. Zwar gehen die Gastgeber als Außenseiter in die Partie, dennoch will man alles dafür tun, vielleicht den einen oder anderen Punkt im Kampf um den fünften Tabellenplatz zu sammeln.
(HL) Hoffnungsvoll trat man die lange Reise nach Kassel an, bekam sogar kurzfristige Unterstützung von Ex-Bär Stefan Lenk, und erlebte ein kurioses, jedoch hochklassiges Hessenliga Spiel bei denen die Gastgeber aus Kassel „einfach den besseren Tag“ erwischten.
Bereits nach fünf Spielminuten, der erste Schock. Nach einem Torschuß verletzte sich Bären-Goalie Danny Engels am Sprunggelenk und wird voraussichtlich mehrere Wochen ausfallen. Jedoch hatten die Rheinland-Pfälzer an jenem Abend keinen Ersatztorhüter auf der Auswechselbank, so dass nach Regularien ein Feldspieler der Bären jenen Posten übernehmen musste.
Als Stürmer begann Daniel Petry das gestrige Spiel und sprang ohne zu zögern ins Tor der Bären, wo er auch mit Spielerschlittschuhen eine grandiose Partie zeigte. Sicherlich lernte Petry vor einigen Jahren das Torhüterspiel unter anderen bei der Düsseldorfer EG, stand jedoch genauso lang nicht mehr als Schlussmann auf dem Eis und erst recht nicht mit fremder Ausrüstung – hielt sein Team jedoch jederzeit im Rennen.
Dennoch gingen die Gastgeber, bei denen unter anderem Stephan Robitaille (471 DEL Spiele) auf dem Eis stand, in der 17. Spielminute zum ersten Mal in Führung. In einem offenen Schlagabtausch konnte Alexander Blasius in der 36. Minute den Spielstand egalisieren, jedoch stellte Kassel nur kurze Zeit später (38.) in Überzahl den alten 1-Tore-Vorsprung wieder her.
Jenes 2:1 hielt die Partie weiterhin spannend, da die Bären oftmals zu großen Torchancen kamen jedoch ebenso oft am stark spielenden Kassel-Goalie Jan Eric Obernesser scheiterten.
Alle Bemühungen der Eifel-Mosel Bären die Partie im letzten Spielabschnitt noch zu drehen, fanden keinen Erfolg und wurden auch in den Schlußminuten durch eigene Strafzeiten im Keim erstickt. Selbst nachdem die „89ers“ aus Kassel drei Spielminuten vor Schluß, erneut in Überzahl, das 3:1 erzielten, ließen die Bären nicht locker und versuchten nochmal alles. Ohne Torhüter und trotz eines zusätzlichen Feldspielers im Angriff, gab es jedoch kein Durchkommen und Kassel erhöhte mit einem Empty-Netter kurz vor der Schlußsirene zum 4:1 Endergebnis.
Insgesamt zeigte sich die Mannschaft nach dem Spiel sichtlich enttäuscht, hatte man es verpasst sich einen 5 Punkte Vorsprung an der Spitze zu erarbeiten. Stattdessen übernimmt Kassel mit nun einem Punkt Vorsprung die Tabellenführung vor den Eifel-Mosel Bären. Die Löwen aus Frankfurt lauern mit einem Spiel weniger auf Rang drei und könnten bei einem Sieg mit den Nordhessen auf Rang Eins gleichziehen und somit einen äußerst spannenden Titelkampf in der Hessenliga einläuten.
So spielen die Eifel-Mosel Bären noch gegen Eintracht Frankfurt, Darmstadt Dukes (5.3. in Bitburg) und den Löwen Frankfurt (12.3. in Bitburg), müssen jedoch auf mindestens einen Punktverlust von Kassel hoffen, die auch noch gegen die Löwen Frankfurt, Eintracht Frankfurt und Darmstadt Dukes spielen müssen.
ELV Niesky: Endlich wieder ein souveräner Sieg (RLO) Am Sonnabend waren die Cracks des ESC 2007 Berlin zu Gast bei den Nieskyer Tornados in der Eisarena Weißwasser. Dieses Heimspiel war zugleich auch die erste Begegnung der beiden Teams in dieser Saison.
Den Berlinern steckte das Spiel vom Vortag gegen FASS Berlin noch in den Knochen. Die Gäste aus der Hauptstadt kamen nur mit 11 Feldspielern und 2 Torhütern in die Lausitz.
Im Nieskyer Kasten stand an diesem Abend Robert Handrick, denn Torfrau Ivonne Schröder ist derzeit mit der Frauennationalmannschaft unterwegs. Im Kader der Tornados fehlten außerdem Daniel Wimmer, David Vatter und Markus Fabian.
In diesem Heimspiel zeigten die Tornados - wie schon lange nicht mehr- ihre Klasse. Von Anfang an dominierten sie diese überaus faire Partie (keine Strafe für Niesky, eine 2-Minuten Strafe für Berlin). Doch die Berliner stemmten sich lange dagegen. In der 19 . Minute gelang ihnen sogar der 1. und auch einzige Treffer. Erst Mitte des 2. Drittel kam dann ihr Einbruch. Im 1. Drittel agierten die Nieskyer noch etwas umständlich. Aber die Verwertung der Chancen stieg mit jedem Drittel. So waren das Endergebnis von 9:1 (2:1; 3:0; 4:0) und die drei Tabellenpunkten für die Tornados mehr als ver
Kurz vor Ende der ersten Pause sorgte noch ein Feueralarm in der Eisarena Weißwasser für unnötige Aufregung. Alle Zuschauer (ca. 250) und Aktive mussten die Halle verlassen und draußen auf das Eintreffen der Feuerwehr warten. Nach etwa 20 Minuten stellte dann die Feuerwehr einen Fehlalarm fest. Nicht der Erste in letzter Zeit in der Eisarena!
Zwei Spielverlegungen
Folgende Heimspiele der Tornados in der Eisarena Weißwasser mussten aus organisatorischen Gründen verschoben werden:
1.Spiel
Samstag 18.02.2017 18:00 Tornado Niesky - Chemnitz Crashers
Neu: Samstag, 18.02.2017 20:15 Tornado Niesky - Chemnitz Crashers
2. Spiel:
Samstag 04.03.2017 18:00 Tornado Niesky - ESC Dresden
Neu: Sonntag, 26.02.2017 18:15 Tornado Niesky - ESC Dresden
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