IHP Nachrichten(IHP) Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen, Spielberichte und Spielankündigungen von Samstag 3.Dezember 2016. Heute mit Informationen aus der Deutschen Eishockey Liga, Deutschen Eishockey Liga 2, Oberliga Süd und Oberliga Nord, sowie aus der Bayernliga, landesliga Bayern, bezirksliga Bayern und Regionalliga West.
Adler Mannheim: 5:3-Sieg in Bremerhaven(DEL) Die Adler sind mit einem 5:3-Sieg gegen die Fischtown Pinguins ins Wochenende gestartet. Mathieu Carle, Danny Richmond, David Wolf, Garrett Festerling und Sinan Akdag waren für Mannheim erfolgreich. Jordan Owens, Jordan George und Jack Combs trafen für die Gastgeber.
Vor heimischem Publikum legten die Pinguins einen furiosen Start hin. Dennis Endras im Kasten der Adler hatte alle Hände voll zu tun, den frühen Rückstand zu verhindern – mit Erfolg. Dann legten die Adler los. David Wolf verfehlte nach einem Bauerntrick das lange Eck denkbar knapp (6. Spielminute), Mathieu Carle zielte besser: Sein Schlagschuss von der blauen Linie schlug zur Führung hinter Jani Nieminen ein (7.). Das war der Startschuss für Mannheim.
Marcus Kink kam beim Pass von Christoph Ullmann einen Sekundenbruchteil zu spät (10.), Garrett Festerling fälschte einen Schuss von Carlo Colaiacovo ab (12.). Nachdem Endras mit einer Glanztat den Ausgleich durch Jordan George verhinderte (14.), schlug Danny Richmond zu und erhöhte mit einem platzierten Schlenzer auf 2:0 (15.). Kurz vor der ersten Pause durften die Adler zum ersten Mal im Powerplay ran und präsentierten sich eiskalt: David Wolf brachte die Scheibe scharf vor das gegnerische Tor, ein Bremerhavener Schlittschuh erledigte den Rest (18.).
Als Garrett Festerling nach einer tollen Kombination über David Wolf und Daniel Sparre das 4:0 erzielte und den Arbeitstag von Nieminen beendete, schien es die Vorentscheidung zu sein (27.). Doch die Pinguins gaben nicht auf und wehrten sich. Nachdem Denis Reul mit einem Schuss an die Latte Pech hatte, verkürzte Jordan Owens aus dem Getümmel heraus (beide 29.). Es war der Startschuss für die Bremerhavener Offensive.
Wade Bergman verzog in Überzahl (32.), auf der anderen Seite hielt Gerald Kuhn, der für Nieminen gekommen war, phantastisch innerhalb weniger Sekunden gegen Sparre, Festerling und Wolf (33.). Jack Combs ließ in kürzester Torentfernung den zweiten Bremerhavener fahrlässig liegen (36.). Marcus Kink hätte die Nerven der rund 340 mitgereisten Mannheimer beruhigen können, scheiterte aber per Schlagschuss an Kuhn (39.).
Auch im Schlussabschnitt erwischten die Adler einen nahezu perfekten Start. Sinan Akdag zog vom linken Bullykreis aus ab und Kuhn sah die Scheibe viel zu spät – das 5:1 und die Vorentscheidung (44.). Garrett Festerling hätte das Ergebnis alleine vor Kuhn sogar noch höherschrauben können, konnte den Keeper aber nicht überwinden (49.).
Kurz vor dem Ende gelang den Gastgebern nochmals Ergebniskosmetik. Beim ersten Schuss von George war Endras noch zur Stelle, Sekunden später war aber auch Mannheims Nummer 44 ohne jede Abwehrchance (55.). Mit einem Überzahltreffer verkürzte Jack Combs auf 3:5 (60.) – das Endergebnis.
Rote Teufel Bad Nauheim gewinnen auch zweites Derby gegen Frankfurt: 4:3-Heimsieg n.V. - Rajala mit Siegtreffer(DEL2) Derbysieg!!! Die Roten Teufel vom EC Bad Nauheim gewinnen auch das zweite Saisonspiel gegen die Löwen Frankfurt nach Verlängerung, diesmal hieß es nach einem aufregenden und intensiven Spiel 4:3 (1:2, 2:1, 0:0). Das Siegtor schoss in der 62. Spielminute Juuso Rajala und erlöste somit die über 4.300 Fans - sofern sie EC-Anhänger waren. "Wir haben ein Spiel mit viel Tempo aber auch mit unglaublich vielen Alleingängen gesehen, bei denen beide Goalies wichtige Saves hatten. Loben möchte ich heute unsere vierte Reihe, die einen tollen Job gemacht hat und den anderen Jungs somit Luft gab, was am Ende vielleicht ausschlaggebend war", zeigte sich EC-Coach Petri Kujala nach zuletzt drei Niederlagen in Folge entspannt ob des (Prestige-)Erfolges.
Die Partie benötigte ein wenig, ehe sie Fahrt aufnahm. Bis zur 7. Spielminute tastete man sich mehr oder minder ab und es tat sich nicht allzu viel, dann war plötzlich Dronia frei und mit einem sehenswerten Move und einem platzierten Schuss in den Winkel stand es wie aus dem Nichts 0:1. Das Momentum war innerhalb von diesen wenigen Augenblicken auf Seiten der Löwen, die nun nachsetzten: Mueller zirkelte im Fallen das Hartgummi in Richtung Liesegang, der Rämö beim 0:2 nur 34 Sekunden später keine Chance ließ. Die Gastgeber verloren die Zuordnung, während die Frankfurter dies nutzen und nachlegen wollten. Wer weiß, wie das Match ausgegangen wäre, hätte Brett Breitkreuz in der 10. Minute ins Tor und nicht den Pfosten getroffen. Bad Nauheim berappelte sich aber gegen Ende des Abschnitts und kam nun seinerseits zu Möglichkeiten. Allen voran ging Andreas Pauli, der zwei Mal im Powerplay an Jaeger scheiterte (13.), auch Frosch konnte mit einem Break nicht am Kandier vorbei kommen. Der Anschluss sollte dennoch fallen, nachdem Rajala mustergültig auf Alanov durchsteckte, der das wichtige 1:2 noch vor der ersten Pause markierte (16.) und damit die Bemühungen der Gastgeber belohnte.
Zum Mitteldrittel kamen die Kurstädter energischer zurück auf das Eis. Lohn war der Ausgleich durch Pauli, der im Slot mit unbändigem Willen das Hartgummi über die Linie drückte (24.). Nun waren die Fans wieder da und es entwickelte sich ein packendes Derby mit Chancen hüben wie drüben. In der 29. Minute foulte Dominik Meisinger den abermals durch gewesenen Lukas Laub, der unglücklich an den Torpfosten fiel und später verletzt ausschied. Es gab den fälligen Penalty, den Stretch zur erneuten Gäste-Führung verwandelte (29.). Matt Pistilli hatte in eigener Unterzahl sogar noch die Chance mit einem weiteren Break auf das fünfte Tor, wieder hielt Rämö sensationell. Die Antwort ließ aber nicht lange auf sich warten: Vitalij Aab vollstreckte einen schnellen Spielzug über Rämö und Frosch mit seinem zweiten Rebound in der 35. Minute zum 3:3-Pausenstand.
Im letzten Abschnitt schien das Pendel zu Gunsten der Gastgeber auszuschlagen, denn sie zeigten einfach mehr Zug zum Tor, während Frankfurt auf den vielleicht entscheidenden Fehler der Roten Teufel wartete. Pauli (43.) sowie zwei Mal Hofland (46. und 54.) hätten die erstmalige EC-Führung herstellen können, doch auch Jaeger stand seinem Pendant in nichts nach. Gleichzeitig hatte Jarrett frei im Slot das vierte Löwen-Tor auf dem Schläger, Rämö war pfeilschnell mit dem Schoner zur Stelle (50.). Beide Torhüter verdienten sich somit Bestnoten, so dass nach rassigen 60 Minuten ein in Ordnung gehendes Unentschieden zu Buche stand. In der Overtime war es dann ein genialer Spielzug, den Juuso Rajala mit einem platzierten Schuss von halblinks zum umjubelten Siegtreffer abschließen konnte. "Das war ein tolles Spiel mit einer Wahnsinns-Atmosphäre. Beide Goalies haben Höchstleistungen gezeigt, am Ende geht das Ergebnis für mich in Ordnung. Es ist schon kurios, dass wir alle Derbyspiele bislang in der Verlängerung verloren haben", sagte Löwen-Coach Paul Gardner nach der Partie.
Bayreuth Tigers unterliegen Freiburg im Shoot-out - 3 mal Tor und schneller Gegenschlag mit besserem Ende für die Gäste(DEL2) Vor 1660 Zuschauern im eiskalten Tigerkäfig unterliegen die Bayreuth Tigers gegen die Wölfe Freiburg mit 3:4 (1-1;1-1;1-1;0-0) nach Penaltyschießen. Torschützen der Oberfranken waren in der regulären Spielzeit Kolozvary, Pavlu und Geigenmüller. Nach jedem Führungstreffer folgte immer kurz danach wieder der Ausgleich, so dass sich kein Team absetzen konnte. Im Penaltyschießen trifft kein Bayreuther und so geht der Zusatzpunkt in den Breisgau.
Eispiraten Crimmitschau sind Derbysieger gegen Dresden - Westsachsen belohnen sich nach großem Kampf mit Sieg im Prestigeduell(DEL2) Die Eispiraten Crimmitschau gehen als Gewinner aus dem Sachsenderby gegen die Dresdner Eislöwen hervor! Die Westsachsen bezwangen die rivalisierte Mannschaft aus der sächsischen Landeshauptstadt knapp mit 2:1 und belohnten sich somit trotz großer Personalsorgen für eine geschlossene Mannschaftsleistung. Nachdem Lukas Pozivil seine Mannschaft im ersten Durchgang mit 1:0 in Führung brachte, erzielte Martin Bartek in der 56. Minute den entscheidenden und viel umjubelten 2:1-Gamewinner für die Crimmitschauer.
Dabei mussten die Eispiraten erneut mit einer dünnen Personaldecke in das neue Punktspielwochenende starten. Zwar rückte Verteidiger Jakub Körner nach wochenlanger Pause wieder in das Team, dagegen musste Trainer Chris Lee im Sachsenderby neben den Langzeitverletzten Bernhard Keil, Daniel Bucheli und Vincent Schlenker auch auf Christoph Kabitzky verzichten, welcher seiner Mannschaft mit einem Muskelanriss im Knie mehrere Wochen fehlen wird. Dennoch nahmen sich die Eispiraten für das Prestigeduell gegen Dresden viel vor und brachten im ersten Durchgang eine konzentrierte Mannschaftsleistung auf das Eis im Crimmitschauer Sahnpark. Zunächst ließen Jason Pinizzotto und Patrick Pohl ihre Chancen noch ungenutzt, Lukas Pozivil machte es in der elften Spielminute allerdings besser und brachte seine Mannschaft im Powerplay mit 1:0 in Führung. Der Gewaltschuss des Offensivverteidigers landete ohne jegliche Abwehrchance in den Maschen des Gästetors. Nachdem Martin Bartek in Folge zwei gute Chancen ungenutzt ließ, wurde auch Ryan Nie im ersten Drittel erstmals ernsthaft geprüft. Dank teils überragenden Paraden nahmen die Eispiraten ihren knappen Vorsprung aber mit in die erste Drittelpause.
Im zweiten Durchgang erwischten die Schützlinge von Chris Lee dann jedoch keinen guten Start. Bereits 71 Sekunden nach Wiederbeginn mussten die Eispiraten den Ausgleichstreffer hinnehmen. Arturs Kruminsch zeichnete sich in Überzahl für das Tor zum 1:1 verantwortlich. Die Eislöwen kamen in Folge besser in die Begegnung und setzten die Eispiraten immer wieder unter Druck. Die Westsachsen kassierten zudem viele Strafzeiten, verhinderten mit einem konzentrierten Unterzahlspiel aber ein weiteres Gegentor und den damit verbundenen Rückstand. Während sich Goalie Ryan Nie im Tor der Crimmitschauer immer wieder auszeichnen konnte, ließen Mark Lee und Dominic Walsh die besten Chancen für ihre Farben kurz vor dem Drittelende ungenutzt.
Auch im Schlussabschnitt hatten die Dresdner Eislöwen zunächst mehr vom Spiel. Mit fortlaufender Zeit fanden die Eispiraten aber wieder besser in die Partie und spielten unter den Gesängen der zahlreichen Fans dann wieder stärker auf. Zunächst hatten die Pleißestädter aber Pech, als ein abgefälschter Puck von Ivan Ciernik nur knapp am Tor der Dresdner vorbeizischte. In Folge scheiterten auch Goldhlem Mark Lee und Martin Bartek mit ihren hochkarätigen Möglichkeiten am Eislöwen-Goalie René Swette. Der slowakische Angreifer avancierte nur wenige Zeigerumdrehungen später dann aber zum gefeierten Derbyheld. Nach einem "no look" Pass von Landsmann Ivan Ciernik feuerte Bartek die Hartgummischeibe zum 2:1 ins Tor der Dresdner und bescherte den Pleißestädtern somit den ersten Derbysieg der laufenden Spielzeit.
Dresdner Eislöwen: Fragen & Antworten zum „Teddy Bear Toss“ (DEL2) Was darf man sich unter der Bezeichnung „Teddy Bear Toss“ vorstellen?
Das Werfen von Kuscheltieren ist eine Tradition, die einst aus Nordamerika übernommen wurde und verstärkt in der Vorweihnachtszeit zur Unterstützung von sozialen Projekten durchgeführt wird.
Gab es schon einmal einen „Teddy Bear Toss“ in Dresden?
Ja! Die Dresdner Eislöwen zählten zu den ersten Klubs, die in Deutschland einen „Teddy Bear Toss“ durchführten. Beim letzten Event dieser Art in der EnergieVerbund Arena im März 2011 spendeten die Fans und Anhänger der Dresdner Eislöwen insgesamt 7727 Plüschtiere – und stellten damit den Rekord aus der Saison 2009/2010 ein.
Wann dürfen die Teddys geworfen werden?
Die Plüschtiere dürfen nur und einzig nach dem ersten Tor der Dresdner Eislöwen geworfen werden. Auswärtsfans sind angehalten, mitgebrachte Teddys keinesfalls beim Tor ihres Teams auf das Eis zu werfen.
Was passiert, wenn kein Tor der Dresdner Eislöwen fällt?
Dann werden die Teddys nach der Schlusssirene auf das Eis geworfen.
Was darf auf das Eis geworfen werden?
Einzig saubere und unbeschädigte Plüschtiere aller Größen können Teil des „Teddy Bear Toss“ werden. Weiterhin gilt es zu beachten, dass die Teddys für Kinder und Jugendliche bestimmt sind.
Welcher Ablauf ist nach dem Tor angedacht?
Beide Teams finden sich nach dem Treffer zunächst an den Mannschaftsbänken ein. Der Nachwuchs der Dresdner Eislöwen sammelt im Anschluss gemeinsam mit den Spielern und mit Unterstützung der Stadtreinigung Dresden GmbH (SRD) die Teddys ein. Das Spiel wird fortgesetzt, sobald alle Teddys von der Eisfläche entfernt wurden. Eine komplette Eisaufbereitung ist nicht vorgesehen.
Ist die Anzahl entscheidend?
Ja, denn für jedes Plüschtier, welches auf dem Eis landet, spendet ein Sponsorenpool bestehend aus den Firmen Sound Light Event, Stadtreinigung Dresden GmbH (SRD), König Tom, Post Modern, DBB GmbH, berneis natürlich-aktiv, DATA-SERVICE Veronika Petzold, Puerstinger High Purity Systems GmbH und der Multi-Agrar Claußnitz GmbH zehn Cent für den Dresdner Eishockeynachwuchs.
Was passiert nach dem Spiel mit den Teddys?
Der Indoor-Spielplatz und Eislöwen-Partner „Playport“ sortiert und reinigt die Kuschelkameraden nach der Partie professionell und übergibt sie an den DRK – Landesverband Sachsen, welcher damit soziale Projekte unterstützt und Einrichtungen mit den Teddys versorgt.
Welche Sonderangebote gibt es im Eislöwen-Fanshop in der EnergieVerbund Arena?
Wer noch keine Plüschtiere für die Aktion am Sonntag gegen Bayreuth gefunden hat, kann auf ein Sonderangebot des Eislöwen-Fanshops zurückgreifen. Zum Preis von 3 Euro sind an diesem Tag verschiedenste Maskottchen von unterschiedlichen Klubs und Events erhältlich. Wer am Sonntag im Eislöwen-Fanshop ein Plüschtier vorzeigt, erhält zudem die Plüschfigur „Jago“ 30 Prozent rabattiert.
Keine Punkte aus Crimmitschau
Die Dresdner Eislöwen haben das DEL2-Punktspiel bei den Eispiraten Crimmitschau vor 2564 Zuschauern mit 1:2 (0:1; 1:0, 0:1) verloren. Lukas Pozivil brachte den Gastgeber im Powerplay in der 12. Spielminute in Führung. Im zweiten Spielabschnitt konnte Arturs Kruminsch eine Powerplaysituation der Eislöwen zum Ausgleich nutzen. Zahlreiche weitere (Überzahl)möglichkeiten blieben jedoch ohne Torerfolg. Im letzten Drittel markierte Martin Bartek das spielentscheidende 1:2 (56.). Die späte Schlussoffensive der Dresdner brachte keinen weiteren Treffer mit sich.
Eislöwen-Cheftrainer Bill Stewart: "Drei Spiele, nur vier Tore. Damit ist alles gesagt. Klar macht Crimmitschaus Goalie Ryan Nie ein gutes Spiel. Aber wir selbst haben mehr als genug Chancen, verzeichnen allein im zweiten Drittel 22 Schüsse aufs Tor . Aber wir machen die Dinger einfach nicht rein. Es ist keine leichte Zeit, die Erwartungen sind hoch – und für uns ist es Zeit in den Spiegel zu schauen und sich selbst zu hinterfragen.“
ESV Kaufbeuren: Verdienter 1:2 Auswärtssieg in Heilbronn - Matthias Bergmann entscheidet die Partie bei den Falken vor 1014 Zuschauern mit zwei Toren binnen zwei Minuten(DEL2) Am 22. Spieltag der DEL2 Saison 2016/2017 musste die Mannschaft von Trainer Andreas Brockmann bei den Heilbronner Falken antreten. Vor 1014 Zuschauern in der Kolbenschmidt Arena, konnten die Buron Joker nach einer erneut sehr guten und mannschaftlich geschlossenen Leistung, einen verdienten 1:2 Auswärtssieg feiern. Am Sonntag um 17:00 Uhr erwartet der ESVK die Eispiraten Crimmitschau in der Sparkassen Arena.
Der ESVK startete gut in die Partie und hatte gleich zu Beginn in zwei Überzahlsituationen gute Möglichkeiten auf einen ersten Treffer. Die beste Chance vergab Branden Gracel, der an der Latte des Falken Gehäuses scheiterte. ESVK Trainer Andreas Brockmann agierte wie gewohnt mit vier Reihen und lies mit einem sehr guten Forechecking die Heilbronner in der Offensive kaum zur Geltung kommen. Allerdings sollte auch den Allgäuern vorerst kein Treffer gelingen.
Im zweiten Drittel agierte die Rotgelben die ersten 14 Minuten fast dauerhaft in Unterzahl, als Hauptschiedsrichter Naust im Minutentakt einen Kaufbeurer nach dem anderen auf die Strafbank schickte. Die Joker zeigten aber wieder ihr in dieser Saison so starke und kompakte Unterzahlspiel und überstanden sogar noch 42 Sekunden mit zwei Spielern weniger auf dem Eis bravourös. Trotz der vielen Unterzahlsituationen hatten die Wertachstädter auch in der Offensive gefährliche Aktionen, doch es sollte weiter auf beiden Seiten kein Tor fallen.
Im Schlussabschnitt nahmen die Kaufbeurer das Heft des Handelns wieder mehr in die eigene Hand und blieben auch der Strafbank fern. Verteidiger Matthias Bergmann brach dann in der 54. Spielminute den Torbann in dieser Partie und traf zum umjubelnden 0:1 für die Joker. Genau zwei Minuten später war erneut Matthais Bergmann zur Stelle und erhöhte mit seinem zweiten Tor an diesem Abend auf 0:2. Doch nur 24 Sekunden später konnte Marvin Krüger mit seinem Tor auf 1:2 verkürzen. Der ESVK lies sich aber nicht mehr aus dem Konzept bringen und brachte den verdienten Vorsprung gekonnt über die Zeit und sicherte sich somit drei wichtige Auswärtspunkte bei den Falken.
Der ESV Kaufbeuren trauert um Florian Strida
Er war eine Legende schon zu Lebzeiten. Florian Strida, der ausgewiesene Trainerfachmann und begnadete Taktikfuchs. Mit ihm feierte der ESV Kaufbeuren in seinen goldenen Achtzigern unvergessliche Erfolge, wie sie sich in Deutschlands seinerzeit kleinster Bundesligastadt niemand zu erträumen gewagt hatte.
Der für seine Fähigkeiten an der Bande ebenso wie für seine menschliche Größe hochgeschätzte Eishockeylehrer aus Pardubitz führte seinen ESVK auf ungeahnte Höhen und zweimal sensationell bis ins Halbfinale um die deutsche Meisterschaft. Als er im März 1985 zusammen mit Vladimir Martinec und Bohuslav Stastny am Berliner Platz verabschiedet wurde, erhob sich die Halle, um der Troika aus Böhmen stehende Ovationen darzubringen, und bei den donnernden Sprechchören „Strida, wir danken dir!" lief dem begeisterten Publikum manch eine Träne aus den feuchten Augen. Freude, Dankbarkeit und Wehmut durchdrangen einander in jenem einzigartigen Gänsehautaugenblick, als die Allgäuer dem sympathischen Sportsmann ihre ganze Zuneigung zum Ausdruck brachten.
Der gewiefte Taktiker gilt als der Architekt der größten Erfolge in der siebzigjährigen Vereinsgeschichte des ESV Kaufbeuren. Er war einer der anerkanntesten Vertreter seiner Zunft und wurde zu Deutschlands Eishockeytrainer des Jahres gewählt. An der Wertach gipfelte seine hohe Wertschätzung in der mit breiter Zustimmung erfolgten Kür zum Kaufbeurer Trainer des zwanzigsten Jahrhunderts.
Florian Strida gehörte zu den Stillen im Lande. Er war ein Mensch, der zuhören konnte. Ruhig, einfühlsam und mit hohem Sachverstand führte er seine Mannschaften, die Eishockey mit Leidenschaft, Herz und Kopf spielten. Es verwundert nicht, dass höchster Respekt aus ihm spricht, wenn der frühere Kapitän Manfred Schuster von dem bescheidenen Eishockeylehrer, den man getrost als Vaterfigur bezeichnen darf, erzählt: „Florian Strida hat uns vor allem im taktischen Bereich sehr viel beigebracht, aber auch seine menschliche Seite war gerade für die Kaufbeurer Mannschaft sehr wichtig. Für Florian Strida gaben die Spieler einfach alles."
Am 1. Dezember 1934 geboren, galt Florian Stridas Leidenschaft ein Leben lang dem Eishockeysport. Er spielte selbst erfolgreich in der höchsten tschechoslowakischen Liga und bereits 1969 gab er als erst zweiter ausländischer Spieler nach Jiri Kren ein einjähriges Gastspiel in Kaufbeuren, wo er schon damals einen hervorragenden Eindruck hinterließ. Enge Bande waren geknüpft und 1981 kehrte Florian Strida als Trainer an die Wertach zurück, um binnen vier Jahren mehrere Meilensteine in der Vereinsgeschichte des ESVK zu setzen. Später übernahm er noch einmal für zwei Spielzeiten das Traineramt am Berliner Platz und auch da waren die Allgäuer bei ihm in guten Händen, führte er sie doch 1991 nach zweijähriger Abstinenz wieder zurück in die Bundesliga. Neben seinem segensreichen Wirken in Kaufbeuren stand Florian Strida hierzulande auch beim EV Landsberg und beim TSV Peißenberg an der Bande, während er in seiner Heimat die Junioren- und die B-Nationalmannschaft betreute.
Am 26. November 2016 ist Florian Strida für immer von uns gegangen. Er gehört zu den ganz Großen des Kaufbeurer Eishockeys. Der Eissportverein Kaufbeuren verneigt sich in Dankbarkeit vor ihm. Er verliert seinen legendären Jahrhunderttrainer, einen großartigen Menschen und einen treuen Freund. Das aufrichtige Mitgefühl der Kaufbeurer Eishockeyfamilie gilt seinen Angehörigen. Ein gutes Stück ESVK geht mit Florian Strida hinaus.
(OLS) Den dritten 3:2-Sieg in Serie fuhren die Tölzer Löwen am Freitag beim EV Landshut ein. Die „Buam“ drehten dabei einen Rückstand im letzten Drittel.
Zu Anfang der Partie waren beide Mannschaften zunächst auf eine gute Ordnung in der Defensive bedacht. So entwickelte sich zwar ein schnelles und intensives Oberligaspiel, doch auf Chancen mussten die 2123 Zuschauer eine Weile warten. Es passte ins Bild, dass das erste Tor der Partie ein Eigentor war. In Überzahl spielte Klaus Kathan den Puck scharf vors Tor und von Peter Baumgartners Wade fand die Scheibe den Weg ins Tor. Kathan, der an Stelle von Julian Kornelli im zweiten Sturm als Mittelstürmer spielte, holte sich nach der Partie auch noch ein Extralob von seinem Trainer ab: „Er hat hervorragend gespielt.“
Der zweite Spielabschnitt begann zunächst, wie der erste aufhörte. Zwei Teams, die defensiv gut standen und ein Powerplay benötigten, um ein Tor zu erzielen. Dieses Mal waren es aber die Gastgeber, die jubeln durften. Peter Baumgartners verunglückter Schuss wurde von Jan Bendik noch entscheidend abgefälscht, und es stand 1:1. Zu diesem Zeitpunkt war der Ausgleich verdient, in der Folge hätten die Löwen aber durchaus Chancen gehabt, das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Jordan Baker, Florian Strobl, Daniel Merl und Franz Mangold scheiterten mit guten Chancen jeweils an Max Englbrecht im Landshuter Kasten.
So gab es zu Beginn des Schlussdrittels direkt die kalte Dusche. Zwölf Sekunden waren gespielt, als Max Hofbauer einen Traumpass von Max Forster erlief und zum 2:1 für die Gastgeber einschob. Die Löwen waren aber nicht gewillt aufzugeben – sie erhöhten das Tempo nochmals und kamen durch Johannes Huss zum verdienten Ausgleich. Auch für den jungen Verteidiger hatte Kammerer einige lobende Worte übrig, er habe nicht nur ein „super Tor“ geschossen, sondern auch eine „absolute Topleistung“ gezeigt. In der Tat war der Rückhandschuss von Huss sehenswert, und er fungierte außerdem als Startschuss für die Löwen-Schlussoffensive. Kathans Schuss an den Außenpfosten hätte schon die Führung bringen können, doch sechs Minuten vor Spielende schaffte es Michael Endraß, zur Führung einzuschieben. Der 28-Jährige traf schlitzohrig von hinter dem Tor durch die Beinschoner von Max Englbrecht zur 3:2-Führung. Das Spiel war gedreht und dank einer weiterhin konzentrierten Defensivleistung auch gewonnen. „Es ist immer etwas Besonderes, in Landshut zu gewinnen. Der Sieg war Willenssache. Die Mannschaft war total bereit“, urteilte Axel Kammerer nach der Partie.
Die ersten drei Punkte des Wochenendes sind damit eingefahren. Mit 38 Zählern liegen die Löwen nun vier Punkte hinter Regensburg und sieben Punkte vor Deggendorf auf dem dritten Tabellenplatz.
EV Lindau Islanders reisen zum Meister(OLS) Teil Zwei des „Meisterwochenendes“ für die EV Lindau Islanders findet am Sonntag (18 Uhr) statt. Nach Bayernliga-Meister Waldkraiburg heißt der Gegner EV Regensburg, seines Zeichens Titelträger der Oberliga Süd.
Im ersten Aufeinandertreffen war es das Duell der „ungleichsten“ Oberliga Teams. Regensburg die klare Nummer 1 der Liga, die Islanders als Dritter der Bayernliga, das im Ranking letzte Team, das in die Liga rutschte. Dementsprechend deutlich war auch das Resultat des Hinspiels (2:7), wobei die Lindauer immerhin eine knappe halbe Stunde gut mithielten.
In ganz großem Stil haben sich die Vorzeichen zwar nicht geändert, aber die Lindauer haben seither doch einiges gelernt und sich in vielen Bereichen verbessert. So sind die Islanders das Team mit den wenigsten Strafminuten der Liga, was unter anderem deshalb wichtig ist, weil der EV Regensburg mit einer sensationellen Quote von 35% Ligaspitze ist.
Ein wenig geht der EVR geschwächt in die Partie. Mit Stammtorhüter Cody Brenner und Stürmer Yannick Drews fehlen zwei junge Leistungsträger, die sich derzeit mit U20 Nationalmannschaft auf die Weltmeisterschaft vorbereiten. Dafür ist Billy Trew, der letztes Wochenende aus privaten Gründen pausierte, wieder an Bord – mit 42 Jahren steht er zwar am anderen Ende der Alterspyramide, ist aber mit 30 Punkten (8 Tore) Drittbester Scorer der Liga.
Deshalb gehen die Islanders auch als krasser Außenseiter in die Partie, und werden versuchen, den Tabellenzweiten zu ärgern. „Wir müssen sehr laufbereit sein und dürfen dem EVR nicht zu viel Raum geben“, sagt Trainer Dustin Whitecotton. Waldkraiburg gelang dies zuletzt zwei Drittel lang hervorragend, ehe Regensburg im Schlussdrittel dann jeden Fehler bestrafte und von 3:3 auf 8:3 davonzog. Die Lindauer werden als volle 60 Minuten gefordert sein, um gut abzuschneiden, damit der bei den Regensburger Fans immer noch enorm beliebte Jeff Smith bei seinem Ex- Verein möglichst gut abschneidet.
EV Regensburg holt in Höchstadt den fünften Sieg in Folge(OLS) Vor 707 Zuschauern entführt der EV Regensburg bei den Höchstadt Alligators die Punkte. Nach langem Kampf behalten die Oberpfälzer mit 5:3 die Oberhand.
Die Trainer auf beiden Seiten mussten ihre Aufgebote umbauen. Bei den Gastgebern war sogar Spielertrainer Daniel Jun selbst aus krankheitsbedingten Gründen nicht mit dabei, auch Verteidiger Simon Knaup fehlte den Panzerechsen. Im Tor stand überraschend Carsten Metz anstelle von Schnierstein, der aber im späteren Spielverlauf noch seinen Auftritt haben sollte. Bei den Gästen waren Cody Brenner und Yannick Drews schon nicht mehr dabei, da beide bis zum 17. Dezember mit der deutschen U20-Nationalmannschaft um den Wiederaufstieg in den A-Pool kämpfen. Außerdem standen weiterhin die beiden langzeitverletzten Spieler Daniel Stiefenhofer und Lukas Heger nicht zur Verfügung, dafür reisten aus dem DNL-Kader Xaver Tippmann und Felix Schwarz mit nach Höchstadt.
Unter den Augen von gut 150 mitgereisten Fans aus Regensburg verschliefen die Gäste gleich mal den Beginn der Partie und kassierten gleich in der 2. Spielminute einen Gegentreffer. Bei angezeigter Strafe gegen den EVR hatte Höchstadt schon einen sechsten Feldspieler auf dem Eis und am Ende bedankte sich Daniel Tratz freistehend aus dem Slot zum 1:0. Die Oberpfälzer Gäste zeigten sich aber keineswegs geschockt und fanden prompt eine Antwort, als Sebastian Wolsch hinter das Höchstadter Gehäuse zog und von dort Nikola Gajovsky im Slot fand. Der Tscheche hatte dann kein Problem mehr, die Hausherren-Führung mit dem 1:1 zu egalisieren (4.). Für Aufregung sorgte im ersten Abschnitt nur noch eine Szene, als in der 14. Spielminute die Scheibe wohl hinter der Linie des Hausherren-Kastens war. Zu 100% konnte es zwar nicht gesagt werden, aber Peter Flache und seine Kollegen hätten in diesem Augenblick sehr gerne die Führung zur ersten Pause bejubelt.
Die zweiten zwanzig Minuten begannen ähnlich, wie das Startdrittel. Schnell leistet sich Regensburg in der eigenen Zone Fehler, bringt die Scheibe nicht raus und Höchstadt schlägt zu. In der 22. Spielminute konnte sich Patrik Dzemla als Torschütze zum 2:1 bejubeln lassen. Zum, ja wirklich zum Glück fanden die Gäste aus ihrer Sicht immer wieder schnell zurück ins Spiel, denn jeder Treffer beflügelte die Hausherren führ ein paar Minuten, in denen der EVR öfters Probleme hatte, die Scheibe schnell zurück zu erobern. Svatopluk Merka war es dann, der nur 71 Sekunden nach dem zweiten Hausherren-Treffer per Nachschuss erneut für die in weiß spielenden Gäste ausgleichen konnte (23.). Als die Partie dann etwas vor sich hin plätscherte, profitierten wacker kämpfende Alligators von einer Strafe gegen EVR-Verteidiger Kevin Schmitt, die der Gast zunächst schadlos überstand, doch der Schwung war bei Höchstadt noch da und am Ende fälschte Martin Vojcak zum 3:2 für den HEC ab (36.). Als wäre das nicht schon zweimal am Freitagabend passiert, sollte es noch zum dritten Mal einen schnellen Ausgleich geben. Regensburg war im Powerplay, Brandon Wong bekam Platz und der Importstürmer hatte kein Problem, den 3:3-Pausenstand in der 38. Spielminute zu erzielen.
Vor dem letzten Abschnitt lag Spannung in der Luft, die drohende Niederlage von Spitzenreiter Selb machte die Runde und der EVR-Mannschaft war es anzusehen, dass sie unbedingt den Sieg einfahren wollten. Höchstadt stand aber weiterhin clever in der eigenen Zone und zerstörte beinahe jeden Angriffsversuch der Gäste. Brachen diese dann mal durch, war ein gut aufgelegter Metz im Alligators-Kasten das ein ums andere Mal zur Stelle. Es musste bis zur 58. Minute dauern, ehe die Vorentscheidung fallen sollte. Billy Trew konnte gemeinsam mit Peter Flache einen schnellen Gegenzug laufen, welchen Flache zunächst vergab. Doch die Nummer 15 der Gäste schoss von hinter dem Tor dem Hausherren-Keeper genau an die Schoner und von dort prallte die Scheibe wirklich zur erstmaligen Gäste-Führung über die Linie. Danach wurde es nochmal dramatisch und umkämpft, der EVR bekam sogar einen Penalty, den Nikola Gajovsky aber nicht verwerten konnte. Auch sehr interessant: Nur für diesen Penaltyschuss ging Schnierstein in den HEC-Kasten und das sollte sich auszahlen. Danach kehrte Metz zurück. Metz ging aber nur wenige Augenblicke zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis und das bestrafte Flache mit dem Treffer ins verwaiste Tor zum 5:3-Endstand aus Regensburger Sicht (60.).
Durch den nächsten Dreier rücken die Domstädter auf drei Punkte an Selb heran und haben die Möglichkeit, am Sonntag gegen Lindau weitere wichtige Punkte zu ergattern. Anpfiff bei der Rückkehr von Jeff Smith ist in der Donau-Arena um 18.00 Uhr.
EHV Schönheide 09 erkämpft einen Punkt gegen Weiden(OLS) In schwierigen Phasen freut man sich bekanntlich auch über kleine Dinge. So geschehen beim gestrigen Heimspiel des EHV Schönheide 09 gegen die Blue Devils Weiden. Zwar ging die Partie für die Hausherren am Ende knapp mit 4:5 (1:0, 2:4, 1:0, 0:1) nach Verlängerung verloren, doch haben die Wölfe Moral bewiesen, sich nach zwischenzeitlichem 1:4-Rückstand wieder zurück ins Spiel gekämpft und verdientermaßen wenigstens einen Punkt gegen die Blue Devils Weiden ergattert.
Die leider nur 331 Zuschauer im frostigen Wolfsbau bekamen im ersten Drittel ein relativ ausgeglichenes Spiel zu sehen, in welchem sich die Gastgeber nach und nach steigerten und die größeren Spielanteile für sich verbuchen konnten. Der Lohn war die 1:0-Führung durch Silas Abert in der 18. Minute, welcher damit auch sein erstes Saisontor für den EHV 09 erzielte. Zwanzig Sekunden vor der ersten Drittelpause kochten dann die Emotionen in einem ansonsten fairen Spiel kurz über, als Weidens Philipp Siller etwas zu hart gegen EHV-Stürmer Marco Pronath einstieg und dafür mit einer Fünf-Plus-Spieldauerstrafe bedacht wurde. Die Wölfe hatten also zu Beginn des Mittelabschnittes die große Chance, in der fast fünfminütigen Überzahl die Führung auszubauen, doch die Blue Devils hatten etwas dagegen und kamen mit einem Mann weniger auf dem Eis zum 1:1 (23.) durch Ales Jirik. Keine drei Minuten später hatten die Gäste dann sogar die Partie gedreht, als Marko Babic zur 2:1-Führung für die Weidener traf. EHV-Coach Victor Proskuryakov reagierte mit einer Auszeit, um sein Team noch einmal neu einzustellen. Erfolgreich war diese Maßnahme allerdings nicht, denn wie schon in vielen Spielen zuvor, hatten die Wölfe jetzt ihre kritischen zehn Minuten, wirkten angezählt und ließen die Blue Devils fast nach Belieben agieren, in dessen Folge Patrick Schmid (34.) und Martin Heinisch (35.) per Doppelschlag innerhalb von 55 Sekunden die Gästeführung auf 4:1 erhöhten. Getreu dem Motto – Wölfe geben niemals auf – folgte aber prompt die Reaktion, als erst Tomas Vrba (38.) und wenig später Richard Zerbst (40.) die Hausherren wieder auf 4:3 heranbrachten. Für das Schlussdrittel war also wieder Spannung angesagt und so versuchten beide Teams zunächst wenig Fehler zu machen. Mit zunehmender Spielzeit mussten die Wölfe aber ihre Defensive lockern und drängten auf den Ausgleich, was die Blue Devils immer wieder zu gefährlichen Kontern einlud. Bei zwei Pfostenschüssen im Glück und mit starken Paraden hielt aber EHV-Goalie Patrick Glatzel seine Teamkollegen im Spiel, welche weiter kämpften und sechs Sekunden vor Schluss für ihren Einsatz belohnt wurden, als Björn Schenkel zum umjubelten 4:4-Ausgleich traf.
Das Spiel hatte bis dahin viel Kraft gekostet und die fünfminütige Verlängerung mussten die Wölfe dann auch noch komplett in Unterzahl absolvieren, da Tomas Vrba seinen Gegenspieler Daniel Sevo bei einem Foul unglücklich traf und dafür eine Fünf-Plus-Spieldauerstrafe kassierte. Lange Zeit stemmten sich die Wölfe mit Keeper Patrick Glatzel gegen das Powerplay der Oberpfälzer, doch kurz vor Ablauf der Overtime passierte es doch noch, als Martin Heinisch mit seinem Treffer den Zusatzpunkt für die Blue Devils Weiden sicherte. Dennoch macht der Auftritt des EHV 09 Mut. Schaffen es die Wölfe, die Konzentration über volle sechzig Minuten hochzuhalten und etwas effektiver vor dem gegnerischen Gehäuse zu agieren, dann dürften demnächst auch noch bessere Ergebnisse machbar sein. Ob dies bereits am Sonntag beim Auswärtsspiel in Peiting möglich ist, muss man jedoch abwarten, denn die Wölfe haben aktuell auch mit einigen verletzungsbedingten Ausfällen zu kämpfen. Neben Robert Horst und Martin Wenter (beide Handverletzung), fällt auch Neuzugang Nikolai Varianov mit einer Leistenverletzung aus. Zudem ist Tomas Vrba aufgrund seiner Spieldauerstrafe am Sonntag in Peiting gesperrt.
Die Serie reißt / Selber Wölfe vs. Deggendorfer SC 3:6 (0:4; 2:1; 1:1)(OLS) Nach zuletzt dreizehn Siegen in Folge für unsere Wölfe gastierte der Deggendorfer SC in der Netzsch-Arena. Die Zuschauer waren gespannt, ob es ähnlich hart zur Sache gehen würde als im letzten Aufeinandertreffen beider Mannschaften in Niederbayern und ob unsere Wölfe die Siegesserie weiter ausbauen können. Letzteres sollte leider nicht gelingen.
Die Deggendorfer kauften unseren Selbern gleich von Beginn an den Schneid ab, zeigten große Laufbereitschaft und standen hinten sehr kompakt. Bei uns fehlten hingegen die letzten 10 Prozent Einsatz und so ließen wir uns ein ums andere Mal auskontern. Vor dem ersten Gegentor erarbeiteten sich die Gäste eine vier auf zwei Überzahlsituation, dem 0:2 ging ein schlechter Wechsel unsererseits voraus, sodass sich Schneider allein auf weiter Flur einer Vielzahl von Gegenspielern gegenüber sah. Nach dem 0:3 sollte durch einen Torwartwechsel unsere Mannschaft noch einmal wach gerüttelt werden, jedoch kassierten wir vor der ersten Pausensirene sogar noch das 0:4. Eine auch in dieser Höhe nicht unverdiente Führung für die Niederbayern.
Unser Trainer Henry Thom schien in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben, denn auf einmal drängten wir Deggendorf mehr und mehr ins eigene Drittel und erarbeiteten uns auch Torchancen. Folgerichtig dann auch der Anschlusstreffer in Überzahl durch Moosberger, der einen Schadewaldt-Schuss von der blauen Linie ins Tor lenkte. Sonst war jedoch stets beim guten Agricola im Gästetor Endstation.
Leinweber konnte zwischenzeitlich sogar den alten Abstand wiederherstellen, kurz vor Drittelende ließ Geisberger mit seinem Tor jedoch noch einmal Hoffnung beim Wölfe-Anhang aufkeimen.
Unsere Mannschaft rannte im Schlussabschnitt nochmal an und wollte durch ein schnelles Tor versuchen, das Spiel eventuell doch noch zu drehen. Deggendorf spielte jedoch den Vorsprung clever über die Zeit. Durch das 2:6 in Überzahl durch Beck war dann die Entscheidung gefallen. Nur noch Ergebniskosmetik war das dritte Tor für Selb an diesem Abend durch Hördler vier Minuten vor Schluss. Insgesamt ein verdienter Sieg für Deggendorf und für unsere Mannschaft ein Dämpfer zur richtigen Zeit.
(OLS) Mit nur einem Punkt mussten sich die Waldkraiburger Oberligisten am Freitagabend beim EV Lindau begnügen. Dass sich die Freude in Grenzen hielt, lag daran, dass man bis zum letzten Drittel mit 2:0 geführt hatte, dann aber zwei Gegentore kassierte und in der Verlängerung in Unterzahl schließlich die Niederlage kassierte. Dem offensichtlich viel zu dünn besetzten Kader der Löwen fehlt derzeit die Tiefe und definitiv ein zweiter Kontingentspieler.
Von der ersten Minute an machten die Gastgeber aus Lindau mächtig Druck und brachten EHC-Keeper Björn Linda dankenswerterweise schnell auf Betriebstemperatur. Doch die Löwen setzten mit Michael Trox’ Pfostentreffer auch früh ein erstes Ausrufezeichen (4.Minute). Gut acht Minuten später durfte die Truppe von Rainer Zerwesz, die in den kommenden Wochen auf den verletzten Martin Führmann verzichten muss und nach wie vor fieberhaft einen zweiten Kontingentspieler sucht, jubeln: Der letzte verbliebene „Konti“ Jakub Marek schnappte sich den Puck und lief mit ihr hinter das Tor. Dabei deckte der die Scheibe mit dem Körper ab, lief einen Bogen vor das Tor und schob sie an Keeper Korbinian Sertl vorbei zum 1:0 für die Industriestädter (11:24). Die Islanders hatten zwar umgehend mit Andreas Farny den Ausgleich auf dem Schläger, doch war an EHC-Keeper Linda kein Vorbeikommen, der im ersten, ausgeglichenen Drittel den Unterschied machte.
Kurz nach Beginn des mittleren Drittels befanden sich die Löwen zum zweiten Mal in Überzahl. Dass man da vor den Löwen eigentlich nichts befürchten muss, hatte sich bestimmt auch schon bis an den Bodensee rumgesprochen und ihr erstes Powerplay im ersten Drittel war erneut zum Schämen, da man nicht einen einzigen Torschuss abgab. Doch manchmal geschehen Wunder und so klingelte es im Kaster der Islanders: Lukas Wagner zog mit dem Puck ins Lindauer Drittel links vors Tor und ließ Keeper Sertl mit einem satten Handgelenkschuss keine Chance (22:44).
Hochkonzentriert kamen die Lindauer zum letzten Drittel und schon nach 90 Sekunden hatte Jeffrey Smith mit einem Rückhandschuss den Anschlusstreffer erzielt (41:30). Wenig später konnte Sertl mit einer unglaublichen Parade das 3:1 durch Jakub Marek verhindern (45.) und es entwickelte sich ein echter Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Lindau drückte und drängte auf den Ausgleich, die Löwen blieben mit Kontern gefährlich. In der 52.Minute belohnten sich die Spieler von EVL-Coach Dustin Whitecotton schließlich und wieder war es Jeffrey Smith, der feiern und sich als Torschütze eintragen lassen durfte (51:35).
Die Löwen waren nun unter Druck, der dünne Kader machte sich immer mehr bemerkbar und schon kurz nach dem bitteren Ausgleich hätte Michal Mlynek fast das 3:2 für Linda erzielt. Doch es ging in die Verlängerung und nachdem Smith mit einem Pfostentreffer die Konzentration bei den Löwen eigentlich geschärft hatte, gerieten die Löwen in der 64. Minute in eine dumme Unterzahl. Diese wussten die Islanders vom Bodensee zu Nutzen und Sascha Paul freute sich über das 3:2 wie den Sieg für den EVL (63:23). Somit hatte man nicht einen Punkt gewonnen aus EHC-Sicht, sondern vielmehr zwei verloren- dank einer derzeit definitiv zu dünnen Personaldecke.
EC Harzer Falken: Revanche gegen die Hannover Indians gelingt nicht(OLN) Zwei Drittel stark gespielt, aber am Ende verlieren die Harzer dann doch im Eisstadion am Pferdeturm mit 3:1 (1:0; 0:1; 2:0) gegen die Hannover Indians und verpassen so, erfolgreich für die 0:3-Niederlage aus dem Hinspiel Revanche zu nehmen.
Dabei sah es zwei Drittel lang gut aus für die Harzer, die in den ersten 7 Minuten mächtig Druck machten und zu einigen guten Chancen durchDylan Quaile, Florian Böhm, Ryan McGrath und Robert Wittmann kamen, aber ihre Möglichkeiten einfach nicht zählbar verwandeln konnten. Und wie so oft in dieser Saison kam es auch am Freitagabend in Hannover so, dass die Indians in Person von Carsten Gosdeck die versäumten Chancen der Harzer bestraften und in der 8. minute in Führung gingen. Und von da an kamen die Indianer immer besser ins Spiel und nahmen selbiges deutlich an sich. Auch weil sie eine erstaunliche Härte an den Tag legten, bei der auch immer Brian Gibbons eine entscheidende Rolle spielte. So wie in der 15. Minute, als er vor dem von Fritz Hessel an diesem Abend gut gehüteten Tor vor einigen Trubel sorgte und folgerichtig von Schiedsrichter Max Jentzen für zwei Minuten auf die Kühlbox geschickt wurde. Eine Überzahl, die jedoch erneut ungenutzt vertstreichen sollte. Einem guten Aufbauspiel folgten immer wieder ungenaue Pässe und nicht zwingende Aktionen, die zu Harzer Toren hätten führen können. Dennoch konstatierte auch Heimtrainer Tobias Stolikowski, dass die Harzer im ersten Durchgang auf Augenhöhe waren und im zweiten Drittel gar das Spiel an sich nahmen und seine Mannschaft sich glücklich schätzen konnte, dass man in diesem Durchgang nicht in Rückstand geriet.
Doch so sehr die Falken auch drückten, mehr als der Ausgleich in der 25. Minute sollte nicht herausspringen. Gerade hatten die Indians eine doppelte Überzahl der Falken überstanden und mit vier Leuten auf dem Eis, als Ryan McGrath ein Zuspiel von Dylan Quaile zum 1:1 nutzte und bei den rund 200 mitgereisten Harzer Fans für Hoffnung sorgte. Doch Niklas Deske hielt den Hannoveraner Kasten in diesem Drittel sauber und so konnten die Indians das unentschieden in die zweite Pause retten. Unrühmlicher Höhepunkt des harten Spiel der Indians sicherlich der Bandencheck von Robby Hein an Ryan McGrath, der darauf hin mit dem Verdacht auf Gehirnerschütterung das Schlussdrittel nicht mehr mitspielen konnte. Das Schiedsrichter Jentzen hier nur zwei Minuten Strafzeit aussprach, war ebenso unverständlich wie einige andere Situationen sowohl von ihm, als auch von seinen Linesmen, die beide Trainer anders gedeutet hatten und sich in der anschließenden Pressekonferenz mit einer angefragten Beurteilung zum Schiedsrichtergespann merklich zurückhalten mussten.
Und genau wie im ersten Drittel sollte sich die schwache Chancenverwertung der Falken auch im Schlussdrittel rächen. Gerade war Robby Hein wieder von der Strafbank gekommen, da nutzte Brian Gibbons seine Chance und brachte die Indians in der 2. Minute erneut in Führung. Und nur gut zwei Minuten später setzte Yannick Baier mit dem 3:1 den endgültigen Nackenschlag für die Falken. Von nun an spielten die Landeshauptstädter aus einer sicheren Defensive das Spiel herunter und lediglich die harte Spielart sollte weiter für Emotionen sorgen. Brian Gibbons und Robert Wittmann wurden in diesem Spiel keine Freunde mehr un nach einigen auch geahndeten Situationen ließ sich Gibbons auf eine Schlägerei mit Semen Hildebrandt und durfte anschließend für 2 + 10 Minuten die Strafbank hüten. Doch außer Strafminuten sollte es im letzten Drittel nichts Zählbares mehr geben.
So konnte Falkentrainer Norbert Pascha zwar hinterher resümieren, dass man das Ziel ein gutes Derby zu spielen zwar insgesamt ordentlich erfüllt hat, doch drei individuelle Fehler zu Gegentoren geführt haben. Fehler, deren Ursache Norbert Pascha in den physischen Problemen seines Teams begründet sah. Wie schon in den vorherigen Spielen musste er auch diese Woche immer wieder Trainingseinheiten bestreiten, in denen die Mannschaft nicht vollständig beisammen war. Ein Umstand, dessen sich Heimtrainer Stolikowski durchaus bewusst war und seine Mannen konditionell im Schlussdrittel klar im Vorteil sah.
Jeder Punkt zählt – Saale Bulls Hale auf Raubfisch- & Punktejagd! 20. Punktspiel der Saison 2016/17: Saale Bulls vs. Rostock Piranhas (OLN) Selten ging es an der Tabellenspitze so eng zu wie in dieser Saison. Da sich die Zwischenrunde mit großen Schritten nähert, kann jeder jetzt erkämpfte Punkt von unschätzbarem Wert sein. Denn zum Schluss haben nur die ersten vier der Tabelle Heimrecht in der ersten Play-Off-Runde.
Da die Saale Bulls bis zum Jahreswechsel auch weiterhin ein hartes „Auswärtsprogramm“ vor sich haben, müssen sie vor allem versuchen, konstant zu Hause zu punkten. Und wie schon letzte Woche könnte man vom Papier her meinen, dass dies am morgigen Sonntag wohl eine klare Angelegenheit wird. Doch auch schon wie vor einer Woche hatte die Mannschaft von Head Coach Georgi Kimstatsch auch an diesem Freitag ein sehr schweres Spiel zu absolvieren. Gegen die Füchse aus Duisburg gelang nach hartem Kampf ein 5:4-Auswärtserfolg, der auch psychologisch nicht hoch genug einzuschätzen ist.
Nun lautet die Frage, wie gut sie sich das Team in der Kürze der Zeit von diesem packenden Spiel körperlich erholen konnte. Denn eines wissen die Gastgeber definitiv: in dieser Liga darf man keinen Gegner unterschätzen. Und auch wenn die Tabelle im Moment etwas anderes sagt, kennt man hier in Halle doch sehr genau die Stärken eines Ken Latta (Trainer Rostock) oder eines Dustin Haloschan im Tor der Gäste.
Nach der Auflösung des Vertrages mit Trainer Ken Latta vor gut einem Jahr steht nun also das erste Wiedersehen in Halle „vor der Tür“. Man kann mehr als gespannt sein, ob Ken bei der taktischen Einstimmung seines Teams Vorteile aus dem Wissen um die Stärken (und Schwächen) seiner ehemaligen Schützlinge ziehen kann.
Eishockey-Krimi! Crocodiles Hamburg schlagen Essen in der Overtime 5:4 (2:0/0:1/2:3/1:0)(OLN) 1.469 Zuschauer erlebten einen wahren Eishockey-Krimi und wurden Zeugen eines dramatischen Spiels, in dem beiden Teams Höhen und Tiefen durchleben mussten. Trotz des leidenschaftlichen Kampfes sahen die Zuschauer aber faires Eishockey, in dem sich beide Mannschaften nichts schenkten. Das Ende war dann an Dramatik kaum zu überbieten. In der Pressekonferenz brachte Christoph Schubert es dann auf den Punkt: "Das ist es, was Eishockey so geil macht"
Nachdem in den letzten Spielen häufig der Start in die Drittel verschlafen wurde, kamen die Crocodiles heute hellwach und konzentriert auf das Eis und setzten die Moskitos sofort stark unter Druck. Alle drei Reihen hielten Tempo und Druck hoch, obwohl mit Israel, Gleß und Kracht gleich drei wichtige Spieler fehlten. Dafür endlich wieder Tim Marek mit von der Partie. Leider konnte keine der zahlreichen Chancen zum Torerfolg genutzt werden. Mitte des Drittel wurde Essen dann wacher und kam besser ins Spiel und Ende des Drittels war Essen dann sogar das Team, das mehr vom Spiel hatte und zu guten Chancen kam, die der starke Kai Kristian aber alle halten konnte. Als viele schon mit einem 0:0 Drittel gerechnet hatten, kam doch noch die Führung für die Hamburger. Thomas Zuravlev schoss hinter dem Essener Tor stehend einen Verteidiger der Essener an, der die Scheibe ins eigene Tor bugsierte, 1:0 (17:50). 47 Sekunden vor Schluss scheitert Mitchell mit einer 100%igen Torchance, aber nur 20 Sekunden später ist Mitchell dann zur Stelle und netzt zum 2:0 (19:32) ein. Weitere 16 Sekunden später fast noch das 3:0. Ein spektakuläres Drittelende.
Anfang des zweiten Drittels ein ausgeglichenes Spiel. Es folgten dann auch die ersten Strafen gegen beide Teams, die diese Unterzahlsituationen aber jeweils souverän meistern konnten. Spannend war es aber trotzdem. Aber auch in diesem Drittel mussten die Zuschauer lange warten, bis der Puck den Weg ins Tor fand. Dieses Mal aber leider ins Tor der Krokodile. Essen mit einem schnellen Konter und einem tollen Diagonalpass in den Rücken der Abwehr, drin, nur noch 2: 1 (17:02). Zu diesem Zeitpunkt wirkten die Hamburger etwas platt, retteten die knappe Führung aber dennoch in die Pause.
An das letzte Drittel werden sich viele Zuschauer noch lange erinnern. Ein Kampf auf Biegen und Brechen und beide Teams spielten voll auf Sieg. Essen schockte die Crocodiles mit einem Doppelschlag in Minute 2:46 und 2:58. Zwei individuelle Fehler in der Croco-Defensive kosteten die Führung und so stand es plötzlich 3:2 für die Gäste aus dem Revier. Aber unsere Jungs stemmten sich gegen die Niederlage, Gerartz scheiterte aus kurzer Distanz, aber nach 4:44 netzte Brad -the machine- McGowan zum 3:3 ein. Zwei Minuten später wieder BtmM, an den Pfosten. Nach 7:17 lag dann plötzlich ein Essener Spieler verletzt auf dem Eis, ohne, dass die Schiedsrichter ein Foul gepfiffen hatten. Unterbrechung, Beratung, Diskussionen mit beiden Teams und Trainern: 2+10 gegen Tobi Bruns, Check gegen den Kopf und Nacken. Die Defensive steht, komplett! Mitte des letzten Drittels dann ein Foul der Essener direkt vor deren Fans, die mit der Entscheidung des Unparteiischen nicht einverstanden sind und der ein oder andere lautstark den Schiedsrichter beleidigt, sodass dieser sich genötigt sieht, diese aus der Halle entfernen zu lassen. Weiter geht's. Kurz vor Schluss vergibt Mitchell noch eine dicke Chance und als alle schon an Overtime dachten ein toller Pass von Gerartz auf den durch zwei Essener Verteidiger hindurchh starteten BtmM, der dann vor Moskito-Goalie Staudt die Neven behielt und zum vielumjubelten 4:3 (19:12) traf. Das sollte es gewesen sein... War es aber nicht! Essen nahm sofort eine Auszeit und Goalie Staudt verließ das Eis zugunsten eines sechsten Feldspielers. 14 Sekunden vor Schluss stachen die Moskitos, zum Schrecken der Zuschauer, dann doch noch einmal zu. Ein Schuss von der blauen Linie fand den Weg ins Croco-Tor, vor dem viel Betrieb war und Kai Kristian somit die Sicht versperrt war, 4:4! Exakt eine Sekunde vor Schluss dann noch einmal eine Strafe gegen Essen, die dann noch Konsequenzen haben sollte. Abpfiff, Verlängerung, 5 Minuten 3 gegen 3 - normalerweise. Doch durch die Strafzeit konnten die Crocodiles 2 Minuten 4:3 Überzahl spielen und genau das können sie ganz hervorragend. Nach 51 Sekunden McGowan schön freigespielt in den Winkel. Sieg! Unglaublicher Jubel im Eisland! Was für ein Krimi!
Viel Zeit zur Freude haben die Crocodiles nicht, denn bereits Sonntagmittag findet das Auswärtsspiel bei FASS Berlin in der Mercedes-Benz-Arena in Berlin statt und nur zwei Tage später, am Dienstag (6.12. 19:30 Uhr) findet dann im Eisland das Nachholspiel gegen das Top-Team aus Halle statt, dass vor zwei Wochen wegen eines Loches im Eis abgebrochen werden musste. Die Karten behalten ihre Gültigkeit. Wieder eine ganz schwere Aufgabe für das Bartkevics-Team. Die Fans dürfen sich wieder auf ein tolles Eishockeyspiel freuen.
(OLN) Die Erfolgsserie des Herner EV hat auch am Freitagabend angehalten, allerdings musste das Team von Frank Petrozza ein hartes Stück Arbeit leisten um die Hannover Scorpions mit 5:3 bezwingen zu können. Erst in den letzten fünf Minuten konnte der mittlerweile 10. Sieg in Serie gesichert werden, denn bis dahin stand ein 3:3 an der Anzeigentafel. So war dann der HEV Coach mit den drei Punkten zufrieden, nicht aber mit allen Phasen des Spiels seiner Mannschaft. Immerhin konnte der HEV seine Tabellenführung in der Oberliga Nord weiter ausbauen und hat nun acht Punkte Vorsprung auf die Tilburg Trappers, die nach der Essener Overtime Niederlage in Hamburg nun der direkte Verfolger sind.
Der Herner EV begann druckvoll und kam sofort mit dem allersten Angriff der Partie durch Aaron McLeod gefährlich vor das Tor der Gäste. Weitere Angriffe der Gysenberger folgten, aber schnell zeigte sich dass die Hannoveraner gut mithalten und immer wieder zu schnellen Gegenstößen kommen konnten. Zwar hatte der HEV mehr vom Spiel und der gute Gästekeeper Christoph Mathis stand mehrfach im Blickpunkt, aber es fehlte etwas an Präzision im Herner Angriffsspiel. Das änderte sich erst in der 16. Spielminute, als Sören Hauptig bei angezeigter Strafe gegen die Scorpions das 1:0 erzielen konnte. Die Freude über die Führung hielt aber nur dreieinhalb Minuten an, dann stand Scorpion Stürmer Stefan Goller plötzlich frei vor HEV-Keeper Christian Wendler und schaffte den 1:1-Ausgleich.
Der zweite Abschnitt begann torreich. Die Scorpions brauchten nur 19 Sekunden um erneut durch Stefan Goller den nächsten Stich zu setzen und mit 2:1 in Führung zu gehen. Aber der HEV schlug sofort zurück und nutzte die allererste Strafzeit der Begegnung in der 23. Minute zum 2:2-Ausgleich. Brad Snetsinger verwandelte von der rechten Seite ein Zuspiel bekannt abgeklärt. Die Gysenberger blieben am Drücker und konnten in der 31. Minute durch Damian Schneider, der einen Schuss von Stephan Kreuzmann vor dem Tor stehend sehenswert verlängern konnte, wieder mit 3:2 in Führung gehen. Der HEV machte weiter Druck, hatte durch Sam Verelst in der 33. Minute eine große Chance und schnürte den Gegner phasenweise in seinem Abwehrdrittel ein, aber es fehlte die letzte Konsequenz im Abschluss. Die Gäste kamen aber trotzdem das ein oder andere Mal zu schnellen Kontern.
Im Schlussabschnitt hatten die Gäste dann wieder den besseren Start und kamen in der 44. Minute mit ihrem ersten Powerplay nach nur neun Sekunden Überzahl durch Sachar Blank erneut zum Ausgleich. Es folgten noch zwei weitere Überzahlgelegenheiten der Scorpions, aber der HEV stand nun sicher in der Abwehr. In den letzten zehn Minuten waren dann die Gysenberger wieder klar spielbestimmend, aber die erneute Herner Führung gelang erst in der 56. Minute. Dominik Lufts Treffer in Überzahl stellte die Weichen auf Sieg, der allerdings erst 22 Sekunden vor der Schlusssirene durch einen Schuss von Brad Snetsinger ins mittlerweile leere Gehäuse der Scorpions zum 5:3-Endstand abgesichert werden konnte.
Am Sonntag geht die Fahrt des Herner EV nach Wedemark. Bei den dortigen Scorpions beginnt die Partie um 18:30 Uhr. Keine leichte Aufgabe, denn der Gegner konnte am Freitagabend mit 4:3 in Leipzig gewinnen und hat den Kampf um die ersten acht Plätze sicherlich noch nicht aufgegeben.
ESV erhält Dämpfer in Geretsried - Verdiente Niederlage bremst Buchloer Siegesserie(BYL) Nun hat es den ESV Buchloe also auch wieder erwischt. Nach zuletzt vier Siegen in Folge verloren die Piraten am Freitag im Geretsrieder Nieselregen mit 2:5 (0:2, 1:2, 1:1) und das nach einem schwachen Auftritt auch völlig verdient. Die Hausherren, die die letzten beiden Heimspiele gegen Memmingen und Passau bereits für sich entscheiden konnten, zeigten sich als der erwartet unbequeme Gegner. So präsentierten sich die Riverrats über die gesamten 60 Minuten als die bissigere und cleverere Mannschaft sowohl im Spielaufbau als auch im Zweikampfverhalten. "Das war der Klassiker", meinte ESV-Trainer Topias Dollhofer nach der Partie. "Wir haben das Spiel nach dem kleinen Lauf zuletzt heute offenbar etwas auf die leichte Schulter genommen und konnten gegen einen leidenschaftlichen Gegner am Ende den Rückstand nicht mehr drehen."
Dabei tasteten sich die Buchloer in den Anfangsminuten ganz ordentlich in die Begegnung. Oliver Braun verpasste aber mit einer Doppelchance die Führung (5.). Der erste Treffer fiel dann auf der Gegenseite, als Dominic Fuchs nur noch zum 0:1 einschieben musste (8.). Die Piraten schienen dadurch beeindruckt und verloren nun etwas den Faden. Zwar hatte Alexander Krafczyk freistehend gleich drauf bereits die Gelegenheit zum Ausgleich auf dem Schläger, doch die folgenden Minuten gehörten den Gastgebern. Die Buchloer produzierten in dieser Phase zu viele leichte Fehler und auch im Spielaufbau glückte nichts mehr. Hier merkte man auch spürbar das Fehlen des zuletzt so starken Antreibers Markus Vaitl, der an diesem Abend beruflich bedingt nicht mit an Bord war. Und nachdem Lukas Hruzik auch noch am Pfosten scheiterte (15.), erhöhten die Riverrats noch vor der Pause auf 0:2. Bernhard Jorde hatte mit einem verdeckten Blueliner im Powerplay Daniel Blankenburg im ESV-Kasten keine Chance gelassen (20.).
Deutlich verbessert und engagierter kamen die Freibeuter dann aus der Kabine. Und so dauerte es grade einmal 43 Sekunden, ehe Alexander Krafczyk zum 1:2 verkürzte. Die Partie war nun deutlich ausgeglichener und nach einer Geretsrieder Strafzeit bekamen die Buchloer sogar die Möglichkeit zum Ausgleich. Doch während man zunächst mit zwei Versuchen am gut reagierenden ESC-Tormann Michael Iszovics scheiterte, leistete man sich Augenblicke später einen folgenschweren Fehler, der vermutlich den Knackpunkt des Spiels markierte. Denn nach einem katastrophalen Wechselfehler konnte Klaus Berger - immer noch in Geretsrieder Unterzahl - plötzlich alleine auf Blankenburg zulaufen und auf 1:3 stellen (29.). Wie schon im ersten Abschnitt zeigte auch dieses Gegentor Wirkung, sodass bis zur zweiten Pause die Oberbayern jetzt die klar bessere Mannschaft waren, vor allem weil sie auch aggressives Pressing und hohe Laufbereitschaft an den Tag legten und den ESV somit immer wieder vor Probleme stellten. Das 1:4 von Andreas Dornbach nach einem feinen Gegenstoß war somit fast schon die logische Konsequenz (34.). Beinahe wäre es sogar noch schlimmer gekommen, als die Hausherren nach 39 Minuten auch noch einen Penalty zugesprochen bekamen. Vermutlich hatte ein Buchloer Abwehrspieler die Scheibe im eigenen Torraum mit der Hand festgehalten. Schlussmann Blankenburg parierte den Strafschuss gegen Ondrej Horvath aber und hielt seine Mannen somit vorerst zumindest einigermaßen im Spiel.
Doch im Schlussdrittel konnten die Buchloer trotzdem nicht mehr entscheidend zulegen, um den Vorsprung des ESC noch einmal ernsthaft in Gefahr zu bringen. Während Horvath auf Geretsrieder und Krafczyk auf Buchloer Seite jeweils den Pfosten trafen, musste Blankenburg bei zwei Alleingängen sogar nochmals Kopf und Kragen riskieren. Zweieinhalb Minuten vor dem Abpfiff verkürzte Christoph Heckelsmüller schließlich doch noch auf 2:4, wobei er Glück hatte das die Schiedsrichter den Treffer überhaupt anerkannten, da er den Puck wohl mit dem Schlittschuh über die Linie befördert hatte. Dieses vermeintliche Glück glich sich Sekunden später aber gleich wieder aus, als die Buchloer unverständlicherweise in Unterzahl gerieten und prompt noch den 2:5 Endstand durch Nino Poch kassierten (59.).
Durch diesen Dämpfer kehren die Pirates erst einmal wieder auf den Boden der Tatsachen zurück und rutschen in der weiterhin engen Tabelle von Rang vier auf Platz sieben ab. Bleibt zu hoffen, dass dies ein Warnschuss zur rechten Zeit ist. Im Heimspiel am Sonntag ab 17 Uhr gegen Passau müssen sich die Buchloer jedenfalls deutlich steigern, um nicht das erste Mal in dieser Saison ein Wochenende punktlos zu beenden.
ECDC Memmingen: Enttäuschende Niederlage gegen Erding(BYL) Der ECDC Memmingen hat sein Heimspiel am Freitagabend mit 2:6 gegen den TSV Erding verloren. Vor knapp 1300 Zuschauern hielten die Indians anfangs sehr gut mit, konnten diese Leistung allerdings nicht über die volle Spielzeit abrufen. Für die kommenden Partien wird eine deutliche Leistungssteigerung nötig sein, um sich in der engen Tabelle weiter im Spitzenfeld halten zu können.
Die Voraussetzungen waren nicht gerade optimal, Kapitän Jan Benda musste sich verletzt abmelden, zusätzlich erkrankten auch Tim Tenschert und Joey Vollmer, so dass einige kurzfristige Reihenumstellungen von Nöten waren. Trotzdem starteten die Memminger, mit ihren Neuzugängen Timo Schirrmacher und Steffen Kirsch, engagiert in die Partie. Den ersten Treffer des Abends erzielten allerdings die ebenfalls dezimierten Gäste, die durch Zimmermann Indians-Goalie Martin Niemz überwinden konnten. Die Rot-Weißen aber nur wenig geschockt, in Überzahl gelang ihnen postwendend der Ausgleich, als Sven Schirrmacher einen Schlagschuss von Patrick Weigant unhaltbar abfälschte. Und die Hausherren hatten nun Blut geleckt: Jan Kouba bediente Patrick Weigant und der ließ sich diese Chance nicht entgehen und überwand Albrecht im Erdinger Gehäuse zur Memminger Führung in der 14. Minute. Doch die Indians schafften es nicht, diesen Spielstand in die Pause zu retten, durch einen kapitalen Abwehrfehler kamen die „Gladiators“ noch zum Ausgleich, mit dem es dann in die Kabine ging.
Im zweiten Abschnitt dann weitere gute Chancen für die Maustädter, welche die Partie zu diesem Zeitpunkt im Griff hatten. Ein Pfostentreffer war aber das Maximum, was erreicht werden konnte, zu viele Möglichkeiten wurden leichtfertig vergeben. Dass dies sich rächen kann, zeigten die Gäste wenig später, als Sebastian Lachner in Überzahl der Führungstreffer für Erding gelang. Mit dem 2:4 in der 34. Minute fiel dann schon fast die Vorentscheidung, denn die Indians waren an diesem Abend viel zu harmlos im Abschluss.
Gleich zu Beginn des letzten Drittels machte Erdings Kontingentspieler Michel dann den Sack zu, bei den Indians lief nun nichts mehr zusammen. Borrmann setzte mit dem 2:6 dann den Schlusspunkt unter eine unbefriedigende Partie für die Memminger, die damit in der Tabelle auf Rang 4 abrutschen.
Eine deutliche Leistungssteigerung wird nun von Nöten sein, um weiter im Kampf um die Spitzenplätze mitmischen zu können, wie es auch beide Trainer auf der anschließenden Pressekonferenz betonten. Spätestens beim Heimderby am nächsten Sonntag gegen Buchloe wird die Mannschaft dann gefordert sein, Wiedergutmachung zu betreiben und den Fans eine konzentrierte und engagierte Leistung über 60 Minuten zu zeigen.
Memmingen Indians reisen am Sonntag zum Schlusslicht nach Germering
Am Sonntag (18 Uhr) steht für den ECDC Memmingen das Auswärtsspiel beim noch punktlosen Schlusslicht Germering auf dem Programm. Die Indians wollen sich die drei Zähler sichern und setzen dabei auf die Unterstützung ihres reisefreudigen Anhangs.
Die Gastgeber durchleben gerade eine ganz schwere Zeit und können sich bereits jetzt voll auf den nervenaufreibenden Abstiegskampf einstellen. Null Punkte und ein desaströses Torverhältnis stehen für die Münchner Vorstädter zu Buche. Auch ein Trainerwechsel vor kurzer Zeit hat noch keine Wirkung gezeigt und konnte die Talfahrt nicht stoppen. Im Kader fehlt vor allem ein eiskalter Vollstrecker, der für die nötigen Tore sorgt, wie es die Wanderers von ihren starken Kontingentspielern der Vorjahre gewohnt waren. Dieses Problem haben auch die Verantwortlichen bereits erkannt und so ist man auf der Suche nach Verstärkungen. Einen weiteren Tiefschlag musste man unter der Woche verdauen, so wechselt mit Angreifer Benedikt May einer der besten und agilsten Spieler im Kader zum Ligakonkurrenten Geretsried und verlässt Germering nach einigen Jahren.
Die Memminger sollten tunlichst vermeiden die Wanderers zu unterschätzen, zu viele Punkte hat man bereits gegen vermeintlich schwächere Gegner liegen lassen. Ziel ist ganz klar, alle drei Punkte mitzunehmen, um den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden und den Anschluss an Spitzenreiter Miesbach nicht abreißen zu lassen. Auch nach dem kräftezehrenden Topspiel gegen Erding am Freitag sollte die Kraft, auch aufgrund der beiden Neuzugänge Schirrmacher und Kirsch, reichen, um in Germering zu bestehen.
(BYL) Die Eishackler gewinnen in einem hart geführten Spiel 4:5 gegen Miesbach und sind die erste Mannschaft die Miesbach zuhause besiegt und das auch noch in regulärer Spielzeit. Ein super Erfolg für die Neal-Boys leider auch mit einem faden Nachgeschmack. Manfred Eichberger erhielt zu Anfang des zweiten Drittels eine Matchstrafe und wird wohl am Sonntag sicher nicht spielen. Auch Daniel Lenz konnte am Freitag nicht spielen weil er erkrankt war. Auf freier Eisfläche wurde ihm ein mehr oder weniger Zusammenstoß mit einem Miesbacher Spieler als Tätlichkeit gegen Kopf und Nacken mit Verletzungsfolge ausgelegt. Der Schiedsrichter sprach ein hartes und vielleicht auch überzogenes Urteil und gab ihm eine Matchstrafe. Zu den Schiedsrichtern in diesem Top-Spiel, in dem es auch mal mit harten Bandagen zur Sache ging, kann man eigentlich nur dem sportlichen Leiter des TEV, Stefan Moser, auf der Pressekonferenz zustimmen. Die Schiedsrichter haben auf beiden Seiten sehr viel gepfiffen. Sie waren in den letzten beiden Dritteln die Hauptakteure auf der Eisfläche und haben sich das Leben manchmal selbst schwer gemacht.
Nur rund 380 Zuschauer und davon ca. 100 Peißenberger Fans, verfolgten das wirklich sehenswerte Eishockeypiel der Eishackler gegen Miesbach am Freitag. Gleich im ersten Drittel merkte man das hier zwei Top Mannschaften der Bayernliga gegeneinander spielen. Schnelles und aggressives Eishockey wurde von beiden Mannschaften geboten. Fünf Minuten sind gespielt als Manfred Eichberger die Scheibe in der Mitte des Angriffsdrittels bekommt nach rechts zieht und einen Miesbacher Verteidiger stehen lässt, diagonal nach links vors Tor passt und da steht „Valli“ Hörndl goldrichtig und der schließt zum 0:1 ab. Die Miesbacher ließen sich aber nicht beeindrucken und kam in der Folge zu mehreren guten Chancen wobei sie in der 11.Minute durch Stiebinger wieder ausgleichen. Das Spiel war sehr schnell und auf sehr hohem Niveau. Als Dennis Neal von der blauen Linie weg zwei Verteidiger ausspielte und nach links passt wo Manfred Eichberger eiskalt abschließt. Nur zwei Minuten später überlistet Tyler Wiseman den Miesbacher Goalie der zu diesem Zeitpunkt ein paar Unsicherheiten zeigte und es steht 1:3. Das war ein einigermaßen überraschender Spielstand zum Ende des ersten Drittels.
Im zweiten Spielabschnitt wurde das Spiel ruppiger und der Miesbacher Kimmel konnte kurz nach einem Bully als die Peißenberger in Unterzahl waren, gleich zu Anfang des Drittels mit einem starken Direktschuss den Anschlusstreffer zum 2:3 erzielen. Durch Wiseman’s zweites Tor stellten jedoch die Eishackler den Abstand von 2 Toren wieder her. Durch viele Strafzeiten inklusive der Matchstrafe plus 5 Minuten Strafe für Eichberger waren die Eishackler oft in Unterzahl. Demzufolge konnten die Miesbacher durch Kimmel erneut auf 1 Tor Abstand verkürzen. Nicht ganz fünf Minuten vor Drittelende machte dann Gaschke den zu diesem Moment verdienten Ausgleich für die Miesbacher.
Mit 4:4 ging es in den letzten Spielabschnitt und Tyler Wiseman zeigte erneut seine Klasse als er nach einem starken Pass von Kapitän Florian Barth ansatzlos mit einem platzierten Handgelenkschuß von rechts die Scheibe zur verdienten 4:5 Führung reinknallte. Es waren noch rund 16 Minuten zu spielen, doch jetzt hatte der Schiri die Miesbacher auf dem Kicker. Auch sie mussten in der 49.Minute eine Fünf plus Spieldauerstrafe (Feuerreiter) für einen Check von hinten gegen Manuel Singer einstecken. Das Spiel war sehr hektisch und teilweise auch zerfahren. Die Eishackler kämpften wie die Löwen um den Sieg und wurden belohnt. Die Mannschaft wurde lautstark von den Peißenberger Fans gefeiert und wenn die überzogene Matchstrafe gegen Manfred Eichberger nicht gewesen wäre, dann wäre es für Peißenberg ein rundherum gelungener Eishockeyabend gewesen.
Am Sonntag müssen die Eishackler gegen den ESC Geretsried auf heimischen Eis ran. Dies wird sicher ein schwieriges Spiel wenn man sich die Freitagsergebnisse ansieht und feststellt, dass Geretsried den ESV Buchloe auf heimischen Eis 5:2 geschlagen hat. Die Sperre von Eichberger und der krankheitsbedingte Ausfall von Daniel Lenz machen die Sache natürlich auch nicht leichter.
(BLL) Nach dem Medienrummel um den Trainerwechsel zu Wochenmitte wurde am Freitag in der Eishalle in Kempten endlich wieder Eishockey gespielt. Und da hatten die gebeutelten Sharks einiges wieder gut zu machen. Der Stachel der unnötigen Niederlage in Burgau saß noch tief und vor allem fürs eigene Selbstbewusstsein war ein überzeugender Auftritt nötig. Die 145 Zuschauer waren gespannt, wie der Trainer-Neuling Andreas Becherer seine Mannschaft bei seinem Einstand eingestellt hatte.
Im ersten Drittel legten die Sharks gleich sehr engagiert los und den Gästen aus Burgau war sichtlich anzumerken, dass sie von der Spielweise der Hausherren etwas überrascht waren. Alle Spieler die Becherer aufs Eis schickte, stellten sich in erster Linie in den Dienst der Mannschaft, kämpften für ihre Mitspieler und ließen ihre Gegenspieler nur selten aus den Augen. So fand auch der größte Teil des ersten Abschnitts in der Zone der Eisbären statt, einzig bis zum Torerfolg dauerte es bis zur neunten Minute. Dann aber innerhalb von zwei Minuten der Doppelschlag durch Andreas Ziegler und kurz darauf seinen Sturmpartner Martin Zahora der von Tobi Epp mustergültig freigespielt wurde. Das 2:0 war zu diesem Zeitpunkt mehr als verdient, gut und gerne ein halbes Dutzend Tore hätten im ersten Drittel schon fallen können. Etwas unglücklich, dass man kurz darauf etwas unachtsam war und den Gegentreffer zum 2:1 hinnehmen musste.
Die Spielbestimmende Mannschaft aus Drittel Nummer eins kam nach der Pause etwas eingeschüchterter aufs Eis zurück. Die Gäste bekamen etwas mehr Raum und so gelang ihnen durch einen Flatterschuss der Ausgleich kurz nach der Pause sogar bei eigener Unterzahl. Aber die Sharks in Person von Markus Bauer holten sich ihre Führung postwendend zurück. Der Stürmer luchste dem Gegner in dessen Zone die Scheibe ab und vollstreckte eiskalt zum 3:2. Etwas unübersichtlich wurde es dann Mitte des Spiels als Philipp Clermont auf Seiten der Allgäuer wegen eines gewöhnlichen Fouls für 5 Minuten auf die Strafbank geschickt wurde. Nachdem hier kurzzeitig drei gegen vier gespielt wurde konnten die Eisbären dies zum abermaligen Ausgleich nutzen. Aber die Sharks schafften es erneut zurückzuschlagen. Ein Gewühl vor dem Burgauer Tor zwei Minuten vor der Pause und keiner wusste so recht wo der Puck sich versteckte, da schaltete Tobi Pichler am schnellsten und versenkte das Spielgerät in den Maschen.
Beim Stand von 4:3 für die Allgäuer ging es in den letzten Abschnitt. Da hatte sich die Mannschaft wieder gefunden und das spielerische Übergewicht machte sich dann auch auf dem Eis bemerkbar. Zunächst kamen aber doch die Gäste wieder dazu, den Spielstand auszugleichen. An diesem Abend war’s das aber dann auch mit Toren für Burgau, zu bissig waren die Hausherren heute und so ließen sie sich auch zur erneuten Führung nicht lange bitten. Tobi Epp war mit dem Treffer Nummer fünf zur Stelle. Und fünf Minuten vor Spielende machte die starke Sturmreihe um Epp, Zahora und Ziegler dann mit dem 6:4 den Deckel drauf. Zahora scheiterte bei seinem Konter noch an der Latte, aber Andreas Ziegler war zur Stelle und traf mit seinem zweiten Tor zum Endstand. Natürlich war an diesem Abend noch nicht alles Gold was glänzt, aber allein der positive Ruck der durch die Mannschaft ging war zu spüren und auf der gezeigten Leistung lässt sich im weiteren Verlauf der Saison sicher aufbauen.
Neu-Coach Andreas Becherer war auf jeden Fall erleichtert und hochzufrieden nach seinem Trainerdebüt. „Ich freu mich in erster Linie für die Mannschaft, den Sieg hat sie sich redlich verdient. Nach zwei Trainingseinheiten sind wir zwar erst bei 60% aber wenn die Jungs so weiter arbeiten geh ich nicht davon aus, dass wir etwas mit dem Abstieg zu tun haben.“
(BLL) Vor gerade mal 27 Zuschauern bezwang der EHC Königsbrunn in seiner Auswärtspartie die „Nature Boyz“ des SC Forst mit 5:2. Dank dieses Arbeitssiegs bleiben die Brunnenstädter weiter auf Platz zwei hinter Altmeister Füssen.
Auf dem Papier waren vor der Partie die Rollen klar verteilt, Forst ging nach der 0:16 Hinspiel Pleite als klarer Außenseiter ins Spiel. Doch die Gastgeber zeigten großen Einsatz und störten früh das Königsbrunner Spiel. Der EHC setzte aber dagegen und hatte von Anfang an zahlreiche Chancen, allerdings scheiterten die Stürmer immer wieder am ausgezeichneten Tormann der Nature Boyz. Auch zwei Überzahlsituationen konnten nicht genutzt werden, der EHC ging sträflich mit seinen Möglichkeiten um. So ging es mit einem mageren 0:0 in die Pause, obwohl Königbrunn die klar bessere Mannschaft war. Gleich zu Beginn des zweiten Spielabschnitts beendete Patrick Zimmermann die Durststrecke des EHC und erzielte das 1:0. Königsbrunn setzte nun energischer nach, doch dafür musste ein hoher Preis gezahlt werden. In einem Zweikampf verletzte sich Hayden Trupp und wurde zuerst auf der Bank behandelt. Kurz darauf ging es für ihn in die Kabine, er wird dem EHC aufgrund einer Schulterverletzung auf unbestimmte Zeit fehlen. Königsbrunn hatte nun seine stärkste Phase und erhöhte durch Henning Schütz auf 2:0. Gerade mal drei Minuten später nutzte Tim Bertele einen Abpraller und netzte zum 3:0 ein. Fast im Minutentakt trafen dann Patrick Zimmermann und Lukas Fettinger, mit einem hochverdienten 5:0 endete der mittlere Spielabschnitt. Im letzten Drittel schaltete der EHC mindestens einen Gang herunter, denn Forst kam nun zu deutlichen Torchancen und verkürzte auf 1:5. Kurz darauf wurde den Nature Boyz sogar ein Penalty zugesprochen, konnten diesen aber nicht im Tor von EHC-Goalie Sebastian Kinader versenken. Königsbrunn beschränkte sich nur noch auf Ergebnisverwaltung und wurde vier Minuten vor Spielende mit einem weiteren Treffer bestraft. Doch am Ende siegte der EHC verdient mit 5:2 und muss am Sonntag gegen die „Sharks“ aus Kempten antreten.
EHC-Vorstand Tim Bertele sieht keinen Grund zur Kritik: „Wir taten uns im ersten Drittel gegen einen kämpferisch starken Gegner schwer. Im zweiten Drittel schalteten wir einen Gang hoch und entschieden das Spiel zu unseren Gunsten, sodass wir im letzten Spielabschnitt die drei Punkte verletzungsfrei nach Hause gebracht haben. Ich bin zufrieden mit der gezeigten Leistung.“
ERV Schweinfurt: Vierter Sieg im vierten Derby(BLL) Die Mighty Dogs gewinnen Zuhause im Icedome das körperbetonte und strafenreiche Derby gegen den ESC Haßfurt Hawks mit einem knappen 3:2.
Die Mighty Dogs, die krankheitsbedingt ohne Maurice Köder, Fritz Geuder und Kevin Kessler antraten, starteten gut in das Derby. Gerade einmal 20 Sekunden waren gespielt, da scheiterte Maximilian Rabs bei einem Alleingang an Martin Hildenbrand im Tor der Gäste. In der 2. Minute wurde dann Jonas Manger bei einem Alleingang zu Fall gebracht, bevor er abziehen konnte, doch die Hausherren konnten aus der daraus resultierenden Strafzeit keinen Profit ziehen. Aber in der 7. Minute stocherte dann Aleksander Andrusovic auf Zuspiel von Mathias Kohl und Andreas Kleider die Scheibe zum 1:0 ins Tor. In der 10. Spielminute legte Keviin Marquardt Maximilian Rabs vor dem Tor die Scheibe auf, doch der Gäste-Goalie war zur Stelle. Die Haßfurt Hawks kamen im ersten Drittel hauptsächlich nur in Überzahl zum Abschluss, die Schüsse stellten aber kein Problem für Benjamin Dirksen dar. Kurz vor der Drittelpause entwickelte sich eine Rauferei, aus der Zdenek Vanc mit einer Matchstrafe und sowohl Pascal Schäfer als auch Max Hildenbrand mit einer Spieldauer hinausgingen.
In der Drittelpause zeigte dann die 13 – jährige Jana Maksimov ihre Kür. Die Eiskunstläuferin ist ebenfalls im Rollkunstlauf aktiv und belegte bei der letzten Bayerischen Meisterschaft den ersten Platz in der Kategorie Nachwuchs. Zurück auf dem Eis hatten die Hawks zunächst einmal ein dreiminütiges Powerplay, in dem sie aber kaum zu Tormöglichkeiten kamen. Gefährlich wurde es aber, als der Puck vor das Tor kam, doch Jan Slivka konnte die Scheibe nicht kontrollieren. Im Gegenzug spielte Mathias Kohl die Scheibe auf Dion Campbell, dessen Abschluss Martin Hildenbrand noch abwehren konnte, jedoch netzte Aleksander Andrusovich in der 28. Minute den Abpraller zum 2:0 ein. In der 33. Minute probierte es Michele Amrhein zuerst von der blauen Linie und bekam kurz darauf den Puck von Mathias Kohl, doch sein Schuss ging knapp am Tor vorbei. In der 37. Minute erzielte David Franek in Unterzahl den Anschlusstreffer. Somit gingen beide Mannschaften nach einem ausgeglichenen zweiten Drittel bei einem 2:1 Spielstand in die Kabine.
Zu Beginn des letzten Drittels war zuerst der ESC Haßfurt am Zug. In der 42. Minute schoss zunächst Michael Bremer knapp am Tor vorbei, bevor 2 Minuten später David Franek an Benjamin Dirksen scheiterte. Danach waren die Mighty Dogs am Drücker: Dion Campbell spielte in der 46. Minute den Puck zu Kevin Marquardt, doch Martin Hildenbrand war mit dem Schoner dran. Eine Minute danach vervollständigt Aleksander Andrusovich auf Zuspiel von Jonas Knaup und Michele Amrhein seinen Hattrick zum 3:1. In Überzahl hatten die Haßfurter in der 54. Minute die Chance wieder heranzukommen, jedoch wehrte Benjamin Dirksen einen Schuss von Michael Rister mit dem Schoner ab. Viereinhalb Minuten vor Spielende hatte Mathias Kohl durch einen Strafschuss die Chance für ein eindeutigeres Ergebnis zu sorgen, doch der Puck blieb vor dem Pfosten liegen. Allerdings nutzten die Haßfurt Hawks auf der Gegenseite ihr Powerplay in der 59. Minute zum erneuten Anschlusstreffer: Auf Zuspiel von Jan Slivka fuhr David Franek hinter dem hinter dem Tor herum und schob den Puck zwischen Pfosten und Dirksens Schoner zum 3:2 ins Tor. Daraufhin nahmen die Gäste ihre Auszeit, jedoch bekamen sie nicht mehr die Chance den Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers zu ziehen und es blieb beim 3:2 Endstand.
Abschließend wünschen wir Phillip Bates, der verletzt von Eis musste, gute Besserung.
ESV Bad Bayersoien feiert in Germering einen 6:3 Sieg!(BBZL) Doch der Start verlief nicht optimal. Schmaußer hatte zwar drei komplette Blöcke zur Verfügung, die aber nicht unbedingt eingespielt waren. Müller, Schweizer, Rößle und Schäller nicht dabei, dafür Kögler wieder im Sturm. Germering hingegen ziemlich komplett. Aus was für Gründen auch immer ging man ziemlich nervös in das Spiel und das spiegelte sich auf dem Eis wieder. Aktionen wurden nicht zu Ende gedacht und man machte das Spiel unnötig kompliziert. So wunderte es auch nicht unbedingt, dass die Gastgeber zuerst in Führung gingen. Einen Konter konnte Ludwig Schmidbauer in der 9. Minute zum 1:0 abschließen. Bayersoien brauchte noch etwas um endlich in die Spur zu kommen. Die erste Strafzeit der Begegnung wurde gleich für den Ausgleich genutzt. Markus Hirschvogel nagelte die Scheibe zum 1:1 in die Maschen. Das war wie ein Weckruf. Plötzlich ging es. Wenig später wurde Thomas Maier mustergültig von Matthias Mödl bedient und kurz darauf war auch Korbinian Bräutigam erfolgreich. Keine drei Minuten brauchte man um aus einen Rückstand eine 1:3 Führung zumachen. Nach der Pause ging es allerdings so weiter wie das Spiel begonnen hatte, nervös und zerfahren. Nur der erste Block wirkte sicherer. In der 29. Spielminute erzielte Thomas Maier nach feinen Doppelpassspiel mit Florian Ferkau das 1:4. Germering schlug postwendet zurück. 16 Sekunden später stand es durch Marco Berger nur noch 2:4. Hirschvogel, der trotz Trainingsrückstand eine saubere Leistung ablieferte, lief alleine auf Germerings Schlussmann Klein zu und wurde dann von hinten gelegt. Folgerichtig entschied Schiedsrichter Buchwieser auf Penalty. Der gefaulte ließ sich nicht lange bitten und verwandelte zum 2:5. Das letzte Drittel begann verheißungsvoll. Sebastian Maier zog im Powerplay zentral von der „Blauen“ ab und die Scheibe zappelte im Netz. Torwart Klein zeigte bei dem satten Schuss nicht einmal eine Reaktion. Eigentlich hatte man im letzten Drittel die Gastgeber im Griff, trotzdem leistete man sich zu viel Scheibenverluste im eigenen Drittel. Eher zufällig kam Allessandro Bianchi an den Puck und verkürzte auf 3:6. Das war auch der Schlusspunkt der Partie, die optisch nicht gerade ein Highlight war aber es wurden wichtige drei Punkte eingefahren. Jetzt ist erstmal Pause für die Soier. Zeit zum Regenerieren. Die richtig schweren Spiele kommen jetzt erst. Weiter geht’s erst am 23.12. mit dem Derby gegen Schongau.
Hammer Eisbären reisen nach Lauterbach(RLW) Die Hammer Eisbären treten am Sonntag um 18:00 Uhr zu ihrem weitesten Auswärtsspiel bei den Luchsen Lauterbach an und wollen auch am Vogelsberg ihre Siegesserie fortsetzen.
Es ist das letzte Wochenende in diesem Jahr, an dem die Eisbären nur ein Spiel bestreiten. Am Sonntag geht es zum Verfolgerduell nach Lauterbach. Die Spiele gegen die Luchse verliefen in der Vergangenheit immer knapp, letztendlich konnten sich die Eisbären aber immer durchsetzen. So auch im Hinspiel, dass sie mit 5:4 gewannen, allerdings auch mit einem Quäntchen Glück: „Unter normalen Umständen hätten wir das Spiel nicht gewinnen dürfen, wir wissen was auf uns zukommt und sind gewappnet“, so Trainer Ralf Hoja. Bei den Gastgebern ist derzeit noch ungewiss mit welcher Formation sie antreten können, grassierte doch unter der Woche ein Magen-Darm-Virus innerhalb der Mannschaft. „Das darf uns allerdings nicht beschäftigen. Wir konzentrieren uns auf unser Spiel und unsere Schwächen, die gilt es weiter abzubauen.“ Die Luchse werden ihrerseits voll motiviert in die Partie gehen, Trainer Arno Lörsch kündigte bereits in der lokalen Presse an, dass die Eisbären „diesmal fällig sind“. Mit einem Sieg könnten sie sogar die Eisbären in der Tabelle überholen.
Für die Eisbären gilt es einen guten Start in den Dezember zu erwischen, denn es warten dort einige schwierige Aufgaben: „Wir wollen jetzt dort oben dran bleiben. Dafür arbeiten wir unter der Woche gut im Training und setzen dies auch immer besser in den Spielen um“, so Hoja. Sech Siege in Serie haben die Eisbären auf Platz vier Regionalliga West katapultiert. Allerdings haben die Eisbären ein spiel weniger absolviert als Spitzenreiter Ratingen (3 Punkte), zwei Spiele weniger als der Dritte Limburg (1 Punkt) und gar drei Spiele weniger als der Zweite Neuss (3 Punkte). „Wir haben uns durch die kleine Serie in eine sehr gute Ausgangsposition gebracht um in die kommende Runde der besten sechs Mannschaften einzuziehen. Die Ausgangsposition gilt es nun mit voller Konzentration zu verteidigen und unsere Mitstreiter auf Abstand zu halten.“ Nach seinem Comeback in der vergangenen Woche wird Lari Mäkijärvi den Eisbären dabei nicht helfen können, er musste das Training unter der Woche aufgrund der wieder aufgetretenen Probleme mit der Bauchmuskulatur abbrechen. Zudem fehlt Christof Ulrich aus privaten Gründen. Dafür kehren Kapitän Tim Pietzko und Martin Köchling wieder in den Kader zurück. „Das ist für uns und Lari ein Rückschlag, den wir so nicht erwartet haben. Wir müssen jetzt die genaue Diagnose abwarten und hoffen, dass er schnell wieder auf Eis zurückkehren kann“, so Hoja abschließend.
| www.icehockeypage.de | Informationen zum Thema | ||
|
- Kaderlisten - Ergebnisse und Tabellen - IHP facebook |













